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Devisenmärkte: Bank of England gibt den Ton an
14.02.13 13:48
UniCredit Research
München (www.aktiencheck.de) - Die Bank of England setzte gestern in jeder Hinsicht Akzente, so die Analysten von UniCredit Research.
Zum allgemeinen Marktverhalten habe Gouverneur King erklärt, das G7-Statement sollte wörtlich genommen werden, und er erwarte keine weiteren Aussagen von Offiziellen, deren zufolge der Inhalt des Statements eine andere Bedeutung gehabt hätte. Außerdem habe King gemeint, wie zuvor schon andere Zentralbanker, es gäbe keinen Währungskrieg. Es sei normal, so King, dass Maßnahmen zur Stimulierung der Konjunktur auf den Wechselkurs wirken würden, und es sollte erlaubt sein, dies auch zum Ausdruck zu bringen.
Kings Klarstellung sei deshalb besonders wichtig gewesen, weil Großbritannien dieses Jahr den Vorsitz der G7/G8-Staaten innehabe. Die Märkte hätten es ihm gedankt und auch EUR/USD habe zunächst profitiert. Allerdings dürfte angesichts der heute bereits veröffentlichten und noch zu veröffentlichenden BIP-Zahlen aus der Eurozone, sowie des demnächst beginnenden G20-Treffens, im Tagesverlauf an den Währungsmärkten Zurückhaltung vorherrschen.
Kings Ausführungen hätten natürlich in erster Linie dem JPY Druck gemacht. USD/JPY habe wieder deutlich oberhalb 93 notiert. Die Analysten würden grundsätzlich weitere Anstiege erwarten, auch in EUR/JPY. Allerdings nicht heute, da während des G20-Treffens erneut (hoffentlich letztmalig) kritische Töne zum JPY zu erwarten seien.
Akzente habe die BoE auch bei EUR/GBP gesetzt. Der Inflation-Report sei recht ambivalent gewesen und habe sowohl das schwache Wachstum wie auch vorhandene Inflationsrisiken betont. So habe die BoE weitere Konjunkturstimuli nicht ausschließen wollen, habe aber gleichzeitig die Inflation für die nächsten zwei Jahre über dem Zielwert von 2% gesehen. Diese schon fast stagflative Tendenz habe Sterling insgesamt schwer zu schaffen gemacht. Sofern sich EUR/USD demnächst weiter befestige, sehe man auch für EUR/GBP wieder deutlichen Aufwärtsspielraum. (14.02.2013/ac/a/m)
Zum allgemeinen Marktverhalten habe Gouverneur King erklärt, das G7-Statement sollte wörtlich genommen werden, und er erwarte keine weiteren Aussagen von Offiziellen, deren zufolge der Inhalt des Statements eine andere Bedeutung gehabt hätte. Außerdem habe King gemeint, wie zuvor schon andere Zentralbanker, es gäbe keinen Währungskrieg. Es sei normal, so King, dass Maßnahmen zur Stimulierung der Konjunktur auf den Wechselkurs wirken würden, und es sollte erlaubt sein, dies auch zum Ausdruck zu bringen.
Kings Ausführungen hätten natürlich in erster Linie dem JPY Druck gemacht. USD/JPY habe wieder deutlich oberhalb 93 notiert. Die Analysten würden grundsätzlich weitere Anstiege erwarten, auch in EUR/JPY. Allerdings nicht heute, da während des G20-Treffens erneut (hoffentlich letztmalig) kritische Töne zum JPY zu erwarten seien.
Akzente habe die BoE auch bei EUR/GBP gesetzt. Der Inflation-Report sei recht ambivalent gewesen und habe sowohl das schwache Wachstum wie auch vorhandene Inflationsrisiken betont. So habe die BoE weitere Konjunkturstimuli nicht ausschließen wollen, habe aber gleichzeitig die Inflation für die nächsten zwei Jahre über dem Zielwert von 2% gesehen. Diese schon fast stagflative Tendenz habe Sterling insgesamt schwer zu schaffen gemacht. Sofern sich EUR/USD demnächst weiter befestige, sehe man auch für EUR/GBP wieder deutlichen Aufwärtsspielraum. (14.02.2013/ac/a/m)


