Erweiterte Funktionen
Devisenmärkte skeptisch gegenüber Euro
09.11.12 10:09
UniCredit Research
München (www.aktiencheck.de) - Es lässt sich nicht mehr leugnen: Die Devisenmärkte sind gegenwärtig weit davon entfernt, dem Euro weiteres Vertrauen zu schenken, so die Analysten von UniCredit Research.
Die Liste für den Grund zur Skepsis sei lang. Gestern hätten EU-Offizielle bekannt gegeben, dass eine Lösung für Griechenland noch Wochen entfernt liege. Dazu hätten sich die Anzeichen gemehrt, dass Spanien dieses Jahr wohl nicht mehr einen Antrag auf Finanzhilfe stellen werde, worauf die spanischen Bondrenditen erneut angezogen hätten.
Bereits gestern sei der Euro unter Druck geraten, als Draghi jetzt auch die deutschen Konjunktur unter dem Einfluss der Krise gewähnt habe. Diese Häufung an schlechten Nachrichtern habe unweigerlich zu einer Eintrübung des globalen Risikobildes geführt, wodurch der Safe-Haven-Status des Dollars aktiviert worden sei.
Unter diesem Eindruck ergebe sich aus Sicht der Analysten für EUR/USD weiteres Abwärtspotenzial bis 1,2630. Ob dies ausreiche, werde sich spätestens nächste Woche mit Bekanntgabe der EWU-Wachstumszahlen für das dritte Quartal erweisen.
Aufgrund der Verschärfung der neuentstandenen Euroskepsis und den daraus abzuleitenden Implikationen beim Yen, würden die Analysten nun sehr wohl eine stärkere Annäherung an die psychologische Schwelle von 100 erwarten. Zusätzlicher Druck komme jetzt doch seitens USD/JPY, da hier nicht mehr die besseren US-Daten und die Ausweitung des JGB-Ankaufprogramms die Treiber seien, sondern der Safe-Haven-Status des Yen naturgemäß noch stärker ausgeprägt sei als der des Dollars.
Bleibe die SNB inaktiv und belasse es wie gestern bei Warnungen an die Märkte, würden die Analysten Abwärtspotenzial bis 1,20 sehen. Die BoE habe gestern beschlossen, das APP bei GBP 375 Mrd. zu belassen. Damit seien die Chancen auf eine Etablierung unter 0,80 bis zur Bekanntgabe des BoE-Inflation-Reports (Mittwoch) gestiegen. (09.11.2012/ac/a/m)
Die Liste für den Grund zur Skepsis sei lang. Gestern hätten EU-Offizielle bekannt gegeben, dass eine Lösung für Griechenland noch Wochen entfernt liege. Dazu hätten sich die Anzeichen gemehrt, dass Spanien dieses Jahr wohl nicht mehr einen Antrag auf Finanzhilfe stellen werde, worauf die spanischen Bondrenditen erneut angezogen hätten.
Unter diesem Eindruck ergebe sich aus Sicht der Analysten für EUR/USD weiteres Abwärtspotenzial bis 1,2630. Ob dies ausreiche, werde sich spätestens nächste Woche mit Bekanntgabe der EWU-Wachstumszahlen für das dritte Quartal erweisen.
Aufgrund der Verschärfung der neuentstandenen Euroskepsis und den daraus abzuleitenden Implikationen beim Yen, würden die Analysten nun sehr wohl eine stärkere Annäherung an die psychologische Schwelle von 100 erwarten. Zusätzlicher Druck komme jetzt doch seitens USD/JPY, da hier nicht mehr die besseren US-Daten und die Ausweitung des JGB-Ankaufprogramms die Treiber seien, sondern der Safe-Haven-Status des Yen naturgemäß noch stärker ausgeprägt sei als der des Dollars.
Bleibe die SNB inaktiv und belasse es wie gestern bei Warnungen an die Märkte, würden die Analysten Abwärtspotenzial bis 1,20 sehen. Die BoE habe gestern beschlossen, das APP bei GBP 375 Mrd. zu belassen. Damit seien die Chancen auf eine Etablierung unter 0,80 bis zur Bekanntgabe des BoE-Inflation-Reports (Mittwoch) gestiegen. (09.11.2012/ac/a/m)


