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Devisenmärkte wieder mit Risikovorbehalt


25.10.12 10:38
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - Die Stimmungsdaten der Eurozone waren bislang sehr enttäuschend, so die Analysten von UniCredit Research.

Auch der ifo-Index habe keine Ausnahme gemacht, gleichwohl die Erwartungskomponente unverändert geblieben sei und der Wert für die aktuelle Lage vorrangig dem Abarbeiten von Auftragsbeständen zuzuschreiben gewesen sei. Dennoch werde nun auch der ISAE-Index kaum überzeugen. Sollten die Aktienmärkte erneut unter Druck geraten und sich der globale Risikovorbehalt fortsetzen, bestünde Abwärtspotenzial bis 1,2870.

Der schwächere EUR/USD-Kurs habe auch Druck auf EUR/JPY gemacht. Allerdings würden die Analysten EUR/JPY nach wie vor durch die Spekulationen über eine Ausweitung des JGB-Ankaufprogramms der Bank of Japan unterstützt sehen. Die Entscheidung steht Montag an.

Ungeachtet der Kursabschwächung in EUR/USD habe EUR/CHF sein Kursniveau in den letzten beiden Tagen halten können. Über mehrere Tage zuvor habe das Währungspaar ausgesprochen fragil gewirkt. Ob sich die Schweizerische Nationalbank doch wieder zu Interventionen genötigt gesehen habe, würden die Analysten erst am 7. November erfahren. Vorerst würden sie mit einer Stabilisierung um 1,21 rechnen.

Die jüngsten Aussagen des Bank of England-Gouverneurs King zum APP-Programm könnten zweiseitig ausgelegt werden. Er habe einerseits gesagt, man würde im MPC sehr hart um eine Entscheidung ringen (was nicht unbedingt für eine weitere Ausweitung/ Fortsetzung spreche). Andererseits habe King aber auch gemeint, dass man im Falle von Anzeichen einer sich fortsetzenden Konjunkturschwäche weiter Geld in das System pumpen würde. Die gestern veröffentlichte CBI-Auftragslage sei schwach gewesen. Aber vermutlich werde das heutige BIP besser. Die Analysten würden EUR/GBP weiter im Fahrwasser von EUR/USD sehen. (25.10.2012/ac/a/m)