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Devisenmarkt: Negative Eurostimmung hält noch an


13.11.12 10:41
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - Der Bericht der Troika zur Haushalts- und Schuldenlage in Griechenland liegt nun vor, eine Entscheidung wurde gestern beim Eurogruppen-Treffen aber nicht getroffen, so die Analysten von UniCredit Research.

Ein Sondertreffen der Euro-Finanzminister am 20. November sei geplant, bis dahin seien Unstimmigkeiten zwischen Euro-Zone und IWF auszuräumen. Die Zwischenfinanzierung für die am Freitag fälligen Anleihen Griechenlands über rund fünf Milliarden Euro sollten heute durch eine Auktion von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von einem und drei Monate gesichert werden. Eine gute Platzierung der Anleihen, freundlichere Konjunkturaussichten aus Deutschland im Rahmen der um 11:00 Uhr anstehenden ZEW-Umfrage für November (Bloomberg Cons. - 10,5, UniCredit - 8,0) und ein nicht allzu ausgeweiteter US-Haushaltssaldo im Oktober (Bloomberg Cons. - 125 Bio. USD) sollten für eine leichte Kurserholung des Euro sorgen. Das kurzfristige Korrekturpotenzial liege im Bereich 1,2720-80, der negative Gesamteindruck dürfte sich dadurch aber nicht verändern.

Die endgültigen japanischen Industrieproduktionszahlen für September seien zwar schwach gewesen, hätten aber im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen. Ein schwacher Binnenmarkt, mangelnde Nachfrage aus dem Ausland, der Inselstreit mit China und der starke Japanische Yen würden Druck auf Regierung und Notenbank ausüben. Einem weiteren Kursanstieg des Yen werde sich Japan mit allen Mitteln entgegenstellen, für eine Stabilisierung unter der Marke 100.00 bestünden derzeit nur sehr geringe Chancen.

Die negative Eurostimmung und Spekulationen in USD/CHF würden momentan den Kursverlauf von EUR/CHF bestimmen. Die SNB werde den Kurs über der Marke von 1,2000 halten, im weiteren Handelsverlauf sollte sich daher der Kurs stabilisieren und leicht erholen.

Die größeren Umsätze seien momentan bei GBP/USD zu verzeichnen, EUR/GBP folge verzögert der EUR/USD-Entwicklung. Die RICS-Hauspreise für Oktober mit -7% seien deutlich besser ausgefallen, im weiteren Tagesverlauf (10:30 Uhr) würden noch die CPI-Zahlen für Oktober erwartet. Großen Einfluss dürften diesen Zahlen aber nicht ausüben, die Seitwärtsbewegung der letzten Tage müsste sich noch fortsetzen. (13.11.2012/ac/a/m)