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Dollar mit Zwischenspurt


26.10.12 09:11
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - Die Nachrichten über Spanien und die Daten aus der Eurozone haben EUR/USD diese Woche arg zugesetzt, so die Analysten von UniCredit Research.

Der Euro habe selbst das Ganze aber noch einigermaßen gut überstanden. Der Hauptprofiteur sei der Dollar gewesen, da andere Asset-Klassen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden seien und sich einiges an Safe-Haven-Potenzial gebildet habe. Dennoch würden die Analysten für EUR/USD noch keinen Grund zur Sorge sehen. Letztlich habe das Währungspaar wie die Aktienbörsen auch, seit Anfang September starken Rückenwind erfahren und Gewinnmitnahmen auf diesen Niveaus wolle man nicht überbewerten.

Im Gegensatz zu EUR/USD habe EUR/JPY sein extrem hohes Niveau gehalten. Die Spekulationen über eine Ausweitung der JGB-Ankäufe durch die Bank of Japan hätten sich weiter verstärkt und bei USD/JPY zu einer Etablierung oberhalb 80 geführt. Sofern die BoJ nächste Woche tatsächlich weitere geldpolitische Lockerungen vollziehe, würden die Analysten EUR/JPY noch einige Tage im Bereich zwischen 104 und 105 erwarten.

EUR/CHF habe sich ganz offensichtlich wieder stabilisiert. Die Analysten würden b.a.W. mit einem Kreisen um 1,21 rechnen. Obgleich der KOF-Index in den letzten Monaten einiges von seiner Verlässlichkeit als Konjunkturindikator eingebüßt habe, könnte eine erhebliche Konsensabweichung bei der heutigen Veröffentlichung das Währungspaar kurzfristig um 20 Bp zu einer der beiden Seiten bewegen.

Wie erwartet, sei die erste Schätzung für das britische 3Q/2012-BIP relativ stark ausgefallen. Damit würden die Devisenmärkte die Chancen auf eine Fortführung des APP (laufe Ende November aus) nun deutlich geringer sehen. EUR/GBP werde sich zwar weiter an EUR/USD orientieren, aber zu relativer Stärke neigen. (26.10.2012/ac/a/m)