Mit ETCs liquide und besichert vom steigenden Goldpreis profitieren - ETC-Analyse


29.11.21 10:00
ZertifikateReport

Gablitz (www.fondscheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateReport" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen ETC (ISIN DE000PS7G0L8 / WKN PS7G0L) der BNP Paribas auf Gold (ISIN XC0009655157 / WKN 965515) vor.

In Zeiten steigender Verunsicherung nehme das Interesse nach Anlageinstrumenten, die sich auch in stürmischen Zeiten stabil oder sogar positiv entwickeln sollten, zu. Obwohl eine Investition in Gold keine laufenden Einkünfte, wie Zinsen und Dividenden in Aussicht stelle, werde es von zahlreichen Anlegern in Krisenzeiten als sichere Veranlagung angesehen.

Neben dem klassischen, physischen Kauf von Goldbarren oder Goldmünzen, der üblicherweise mit hohen Spannen zwischen An- und Verkauf verbunden sei, könnten Anleger seit Jahren mit Tracker-Zertifikaten oder mit physischem Gold hinterlegten Exchange Traded Commodities (ETCs) an einer positiven Entwicklung des Goldpreises teilhaben. Die ETCs würden hohe Liquidität und geringe Spannen zwischen den An- und Verkaufspreisen bieten.

Grundsätzlich hätten Emittenten bei der Absicherung von Gold-ETCs die Wahl zwischen der physischen Hinterlegung der Bestände bei einem Verwahrer oder sie würden die Auszahlbarkeit der Gewinne sicherstellen, indem sie auf Derivate, wie etwa Gold-Futures setzen würden, was mit deutlich geringeren Transaktionskosten verbunden sei. In dieser Konstellation würden Anleger, genauso wie bei Zertifikaten üblich, ein Emittentenrisiko übernehmen, welches aber durch eine Besicherung der ETCs (nahezu) ausgeschlossen werden könne.

Die BNP Paribas habe für ihren Gold-ETC keine physischen Gold-Bestände hinterlegt, sondern gehe stattdessen den Weg der Besicherung mit einem Treuhänder: Die Verwahrstellen-Tochter der Deutschen Börse AG, Clearstream Frankfurt AG überwache die Sicherheitenstellung für das gesamte veräußerte ETC-Volumen. In der Regel werde das ausstehende Vermögen im ETC sogar übersichert hinterlegt (größer als 100 Prozent).

Ein ETC habe sich bei Emission im Dezember 2016 anfänglich auf 1/10 Feinunze Gold (31,1034768 Gramm) bezogen. Da das Verwahrentgelt von derzeit 0,99 Prozent pro Jahr nur über das Bezugsverhältnis auf täglicher Basis entnommen werden könne, liege dieses aktuell bei 0,0917. Die Partizipationsrate betrage jedoch 1:1, was bedeute, dass die Kursveränderungen des Referenzmarktes exakt nachvollzogen würden. Da Gold weltweit in US-Dollar abgerechnet werde, der ETC aber nicht währungsgesichert werde, würden Anleger ein Wechselkursrisiko übernehmen, das in der Aufwertung des Euro bestehe. Der Spread des Produkts betrage aktuell 0,36 Euro, was homogenisiert einer Spanne von 4,07 US-Dollar in der Feinunze Gold entspreche.

Der Gold ETC gewähre kurz-, mittel- und langfristig orientierten Tradern und Anlegern einen einfachen, transparenten und liquiden Zugang zum Goldmarkt. Die klassischen Ausfallrisiken der Emittentin bestünden aufgrund der Besicherung nicht. (29.11.2021/fc/a/e)






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