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ETF-Flows im Juni: Stärkstes Quartal in der europäischen SPDR ETF-Geschichte


03.07.24 13:00
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - Sophia Wurm, Vice President SPDR ETFs bei State Street Global Advisors, kommentiert die Bewegungen am ETF-Markt im Juni.

Der Juni sei ein weiterer guter Monat für den europäischen ETF-Markt gewesen. Die Nettomittelzuflüsse hätten sich auf 22 Milliarden USD summiert. Wie gewohnt sei der Großteil der Gelder in Aktien-ETFs geflossen. Diese hätten über den gesamten Monat hinweg profitiert und am Ende einen Zufluss von 17,5 Milliarden USD alleine im Juni verbucht. Weitere 4 Milliarden USD seien in Anleihe-ETFs investiert worden. 307 Millionen USD in Rohstoffe.

Im Bereich der Aktien-ETFs hätten Anleger unverändert den US-amerikanischen Markt und den S&P 500 präferiert. Alleine in diesem Marktsegment hätten sich die Zuflüsse im Juni auf mehr als 5 Milliarden USD summiert. Dies sollte in Anbetracht neuer Allzeithochs - trotz größerer Marktschwankungen bei zum Beispiel NVIDIA - nicht überraschen. In diesem Kontext hätten auch ETFs auf den MSCI World und andere breite globale Aktienindices profitiert. Selbst in Europa habe es in der Summe Zuflüsse gegeben, sodass die positiven Effekte der ersten Zinssenkung durch die EZB die negativen durch die Folgen der Europawahl und der daraus resultierenden Neuwahlen in Frankreich zumindest zunächst überwogen hätten. Trotzdem seien die europäischen Aktienmärkte aufgrund der Underperformance einiger französischer Schwergewichte im Monatsverlauf (weiter) hinter den US-amerikanischen Werten zurückgefallen.

Im Bereich der Sektoren habe es unverändert Zuflüsse in Informationstechnologie gegeben, während vor allem europäische Banken von Abflüssen betroffen gewesen seien.

Bei den Anleihe-ETFs hätten risikoarme Anlageklassen im Vordergrund gestanden. Sowohl Staatsanleihen im Allgemeinen als auch sehr kurzlaufende (Restlaufzeit unter einem Jahr) Anleihen hätten im Fokus der Anleger gestanden. Bei Hochzinsanleihen habe sich ein geteiltes Bild ergeben. Während Anleihen aus den USA in diesem Bereich eine positive Performance aufweisen würden und leichte Zuflüsse verbucht hätten, hätten europäische Hochzinsanleihen mit Abflüssen in Höhe von 713 Millionen USD deutlich Federn lassen müssen. Und das trotz einer stabilen Performance.

Alles in allem beende der europäische (UCITS) ETF-Markt das erste Halbjahr mit starken Zuflüssen für Aktien (+84 Milliarden USD) und Renten (30 Milliarden USD) ETFs. Seit dem Jahresanfang habe mit einer Ausnahme (Mitte April) jede einzelne Woche Nettomittelzuflüsse in UCITS ETFs gegeben. Bis Ende Juni 115 Milliarden USD in der Summe. (03.07.2024/fc/a/e)