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ETF-Handel: Aktien weltweit wieder gesucht
14.04.20 16:06
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Mit der Stabilisierung an den Märkten ist auch im ETF-Handel etwas Ruhe eingekehrt, so die Deutsche Börse AG.
"Nach dem extrem hohen Handelsaufkommen der Vorwochen ist es zuletzt etwas normaler geworden", berichte Oliver Kilian von der Unicredit Group. Die Volatilität - zum Beispiel gemessen am VDAX New - sei immer noch hoch, bleibe aber deutlich unter den Spitzenwerten von Mitte März. Der DAX liege am Dienstagmorgen nach den Osterfeiertagen bei 10.785 Punkten, im Tief im März sei der Index auf 8.263 Punkte gefallen.
Zwar sei die ganz große Verkaufswelle vorbei, deutsche (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01), europäische (ISIN IE0008471009 / WKN 935927; ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02; ISIN LU0846194776 / WKN DBX0GJ) und US-amerikanische Aktien (ISIN IE0031442068 / WKN 622391) würden aber weiter tendenziell abgegeben, wie Kilian feststelle. "Dagegen setzen Anleger auf MSCI World-ETFs", berichte der Händler. Auch die Low Volatility-Variante (ISIN IE00B8FHGS14 / WKN A1J781) sei sehr gefragt. Gut würden außerdem chinesische Aktien ankommen, etwa mit dem iShares MSCI China.
Viel gehandelt würden, wie üblich, DAX- (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA), EURO STOXX 50-, STOXX Europe 600-, MSCI World- und S&P 500-ETFs (ISIN IE0031442068 / WKN 622391; ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG), wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt zeige. Auffällig hoch würden die Umsätze von Short-ETFs bleiben. Sehr rege gehandelt würden etwa der Xtrackers Short DAX Daily Swap, der Xtrackers EURO STOXX 50 Short Daily Swap (ISIN LU0292106753 / WKN DBX1SS) und der Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap.
Im Handel mit Anleihen-ETFs hätten sich Kunden der Unicredit von kurzlaufenden Staatsanleihen aus Deutschland (ISIN LU0290356871 / WKN DBX0AD), Europa oder den USA getrennt und stattdessen auf High Yield-Unternehmensanleihen wie den iShares Euro High Yield Corporate Bond oder den Amundi Euro High Yield Liquid Bond iboxx (ISIN LU1681040496 / WKN A2H580) gesetzt.
Emittenten wie Xtrackers, Lyxor und iShares hätten übrigens analysiert, wie sich ETFs als Produkt in der Krise geschlagen hätten. "Obwohl in der Krise ETFs zeitweise zu deutlich höheren Geld-/Briefspannen gehandelt wurden, blieb die Liquidität hoch", erkläre etwa Simon Klein von der DWS.
"Die ETF-Märkte haben auch in der Phase der höchsten Volatilität reibungslos funktioniert." Simon zufolge hätten ETFs durch den ETF-Sekundärhandel sogar für zusätzliche Liquidität und Transparenz bei den Investoren gesorgt. Teilweise sei es in bestimmten Segmenten, etwa bei Aktien aus Schwellenländern oder Hochzinsunternehmensanleihen, nämlich nicht möglich gewesen, für Einzelwerte aktuelle Preise zu erhalten. "Bei den entsprechenden ETFs auf diese Märkte fand aber ein Handel statt, da sich für Käufe und Verkäufe von ganzen Wertpapierkörben in Form von ETF-Anteilen immer noch Investoren fanden." Über den ETF-Handel hätten Investoren so eine zuverlässige Indikation zu Preisschwankungen erhalten.
"ETFs dienen als Fenster zum Anleihemarkt und helfen bei der Ermittlung von Echtzeitkursen, wenn der Handel im zugrunde liegenden Anleihemarkt beeinträchtigt ist", erkläre auch iShares. In Stresszeiten habe sich die Transparenz des ETF-Handels an der Börse erneut als wertvoll für aktive Anleger und andere Marktteilnehmer erwiesen.
Auch Lyxor habe eine positive Zwischenbilanz gezogen: "Inmitten der Volatilitätsspitzen vertrauten Anleger auf ETFs, um Positionen in bestimmten Anlageklassen schnell auf- oder abzubauen." Die Geld-/Briefspannen von ETFs auf wichtige Aktienindizes wie den S&P 500 seien im Einklang mit ihren zugrunde liegenden Märkte geblieben. ETFs hätten so ihre Vorteile abermals voll ausgespielt. "Die hohe Liquidität hat es Investoren ermöglicht, zu einem bekannten Kurs zu handeln, etwas, was bei aktiv gemanagten Investmentfonds nicht unbedingt der Fall war."
"Die Geld-Brief-Spannen sind zum Teil deutlich gestiegen", stelle auch ETF-Händler Kilian fest. Im OTC-Handel hätten einige Market Maker kurzzeitig auch keine Kurse mehr gestellt. "Das galt aber nur für institutionelle Kunden." Für Privatanleger an der Börse habe es keine Probleme gegeben. "Niemand, der verkaufen wollte, ist auf seinen ETFs sitzengeblieben." (14.04.2020/fc/a/e)
"Nach dem extrem hohen Handelsaufkommen der Vorwochen ist es zuletzt etwas normaler geworden", berichte Oliver Kilian von der Unicredit Group. Die Volatilität - zum Beispiel gemessen am VDAX New - sei immer noch hoch, bleibe aber deutlich unter den Spitzenwerten von Mitte März. Der DAX liege am Dienstagmorgen nach den Osterfeiertagen bei 10.785 Punkten, im Tief im März sei der Index auf 8.263 Punkte gefallen.
Zwar sei die ganz große Verkaufswelle vorbei, deutsche (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01), europäische (ISIN IE0008471009 / WKN 935927; ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02; ISIN LU0846194776 / WKN DBX0GJ) und US-amerikanische Aktien (ISIN IE0031442068 / WKN 622391) würden aber weiter tendenziell abgegeben, wie Kilian feststelle. "Dagegen setzen Anleger auf MSCI World-ETFs", berichte der Händler. Auch die Low Volatility-Variante (ISIN IE00B8FHGS14 / WKN A1J781) sei sehr gefragt. Gut würden außerdem chinesische Aktien ankommen, etwa mit dem iShares MSCI China.
Viel gehandelt würden, wie üblich, DAX- (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA), EURO STOXX 50-, STOXX Europe 600-, MSCI World- und S&P 500-ETFs (ISIN IE0031442068 / WKN 622391; ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG), wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt zeige. Auffällig hoch würden die Umsätze von Short-ETFs bleiben. Sehr rege gehandelt würden etwa der Xtrackers Short DAX Daily Swap, der Xtrackers EURO STOXX 50 Short Daily Swap (ISIN LU0292106753 / WKN DBX1SS) und der Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap.
Emittenten wie Xtrackers, Lyxor und iShares hätten übrigens analysiert, wie sich ETFs als Produkt in der Krise geschlagen hätten. "Obwohl in der Krise ETFs zeitweise zu deutlich höheren Geld-/Briefspannen gehandelt wurden, blieb die Liquidität hoch", erkläre etwa Simon Klein von der DWS.
"Die ETF-Märkte haben auch in der Phase der höchsten Volatilität reibungslos funktioniert." Simon zufolge hätten ETFs durch den ETF-Sekundärhandel sogar für zusätzliche Liquidität und Transparenz bei den Investoren gesorgt. Teilweise sei es in bestimmten Segmenten, etwa bei Aktien aus Schwellenländern oder Hochzinsunternehmensanleihen, nämlich nicht möglich gewesen, für Einzelwerte aktuelle Preise zu erhalten. "Bei den entsprechenden ETFs auf diese Märkte fand aber ein Handel statt, da sich für Käufe und Verkäufe von ganzen Wertpapierkörben in Form von ETF-Anteilen immer noch Investoren fanden." Über den ETF-Handel hätten Investoren so eine zuverlässige Indikation zu Preisschwankungen erhalten.
"ETFs dienen als Fenster zum Anleihemarkt und helfen bei der Ermittlung von Echtzeitkursen, wenn der Handel im zugrunde liegenden Anleihemarkt beeinträchtigt ist", erkläre auch iShares. In Stresszeiten habe sich die Transparenz des ETF-Handels an der Börse erneut als wertvoll für aktive Anleger und andere Marktteilnehmer erwiesen.
Auch Lyxor habe eine positive Zwischenbilanz gezogen: "Inmitten der Volatilitätsspitzen vertrauten Anleger auf ETFs, um Positionen in bestimmten Anlageklassen schnell auf- oder abzubauen." Die Geld-/Briefspannen von ETFs auf wichtige Aktienindizes wie den S&P 500 seien im Einklang mit ihren zugrunde liegenden Märkte geblieben. ETFs hätten so ihre Vorteile abermals voll ausgespielt. "Die hohe Liquidität hat es Investoren ermöglicht, zu einem bekannten Kurs zu handeln, etwas, was bei aktiv gemanagten Investmentfonds nicht unbedingt der Fall war."
"Die Geld-Brief-Spannen sind zum Teil deutlich gestiegen", stelle auch ETF-Händler Kilian fest. Im OTC-Handel hätten einige Market Maker kurzzeitig auch keine Kurse mehr gestellt. "Das galt aber nur für institutionelle Kunden." Für Privatanleger an der Börse habe es keine Probleme gegeben. "Niemand, der verkaufen wollte, ist auf seinen ETFs sitzengeblieben." (14.04.2020/fc/a/e)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 211,40 € | 211,10 € | 0,30 € | +0,14% | 16.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE000ETFL011 | ETFL01 | 223,80 € | 185,50 € | |
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