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ETF-Handel: "Alle rennen dem Markt hinterher"
28.11.23 15:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - In den USA wurde am vergangenen Donnerstag vor allem eins gemacht: Truthahn gegessen, so die Deutsche Börse AG.
Das habe auch Auswirkungen auf die Börse gehabt, an der es selbst am Freitag nur einen verkürzten Handel gegeben habe. Für den ETF-Handel auf Xetra berichte Holger Heinrich von der Baader Bank infolgedessen von "nachlassenden Umsätzen" und wie schon in der Woche zuvor ca. 20 Prozent mehr Käufen als Verkäufen. Auch Andreas Schröer von Lang & Schwarz und Jan Duisberg von der ICF Bank würden von geringeren Handelsvolumina sprechen.
"Die Leute machen nur das Nötigste", erkläre Duisberg, der nach dem "inversen Crash" in den ersten drei Novemberwochen Nachholbedarf bei der Kundschaft vermute. "Alle rennen dem Markt hinterher, aber keiner ist damit so richtig glücklich". Vor allem beim DAX gebe es bislang "nicht die geringste Konsolidierungsneigung", was Duisberg nach dem "brutalen Anstieg" als ungewöhnlich bezeichne. Weil viele Marktteilnehmer*innen von der plötzlichen Rally auf dem falschen Fuß erwischt worden seien, rechne der Händler auch bis zum Ende des Jahres weiterhin mit einer stabilen Entwicklung des Marktes bei überschaubaren Umsätzen. "Eine Korrektur von mehr als 3 bis 4 Prozent würde mich überraschen".
Bei der ICF Bank würden sich die Anleger*innen vor allem auf die Bereiche Europa und US-Technologie konzentrieren. "Ganz gute Umsätze" sehe Duisberg beim Invesco Euro Stoxx 50. Zudem sei wie zuletzt fast immer der WisdomTree NASDAQ 100 3x Daily Leveraged stark nachgefragt.
In den Büchern der Baader Bank seien in den vergangenen Tagen ebenfalls verstärkt Produkte auf US-Indices aufgetaucht. Ganz vorne dabei seien der Invesco S&P 500 ESG (ISIN IE000QF66PE6 / WKN A3C4XF), der Invesco EQQQ Nasdaq-100 Euro Hedged (ISIN IE00BYVTMS52 / WKN A2DT9V) und der Deka MSCI USA gewesen. Interesse habe zudem an Papieren bestanden, die die zweite Reihe des Aktienmarktes (Russell 2000) abdecken würden.
"Bei den global investierenden ETFs waren es hauptsächlich ESG-Produkte, die gehandelt wurden", erkläre Heinrich, der exemplarisch den JPM Global Research Enhanced Index Equity ESG (ISIN IE00BF4G6Y48 / WKN A2DWM6) hervorhebe. Aus dem Hause Lang & Schwarz berichte Schröer auf weltweiter Anlageebene von steigenden Umsätzen beim iShares Core MSCI World. "Hier wird sowohl gekauft als auch verkauft".
Im Bereich der Commodities bezeichne Schröer den Handel insgesamt als "sehr ruhig". Ausnahmen würden Edelmetalle bieten, vor allem Xetra-Gold. Der Goldpreis habe vor zwei Wochen seine Korrekturphase beendet und sei gerade auf den höchsten Stand seit Mai gestiegen. Laut Jörg Scherer, technischer Analyst bei HSBC, könnte die Feinunze in einem der nächsten Schritte das Allzeithoch bei 2.072 US-Dollar nehmen. Ein Überwinden dieser Marke wäre "ein entscheidendes Ausrufezeichen" und würde auf Sicht der nächsten Jahre ein charttechnisches Potenzial bis knapp 2.800 Dollar freisetzen.
Ein gesteigertes Interesse an Gold werde auch bei der ICF Bank registriert. "Beim WisdomTree Physical Gold ist immer schön was los", erkläre Duisberg. Ebenfalls gute Umsätze bringe der Invesco Physical Gold (ISIN IE00B579F325 / WKN A1AA5X). "Hier wird vor allem gekauft".
Krypto-Assets würden derzeit auf beiden Seiten des Marktes gehandelt. Ströer zum Beispiel sehe sowohl Käufe als auch Verkäufe vom VanEck Crypto and Blockchain Innovators. Zudem hätten Kryptos aus der zweiten Reihe Interesse geweckt, wie der 21Shares Solana Staking ETP (ISIN CH1114873776 / WKN A3GSS0).
Die ICF Bank melde indes "ganz gute Umsätze" mit dem VanEck Ethereum ETN. Auch der 21Shares Bitcoin Core ETP werde "ein bisschen nachgefragt".
Von den Themen-ETFs würden im Hause der Baader Bank Dekarbonisierung sowie Agrar und Food Innovationen Beachtung finden, wie die Händler berichten würden. Gekauft würden dabei bevorzugt der iClima Global Decarbonisation Enablers (ISIN IE00BNC1F287 / WKN A2QG4B) und der Global X Agtech & Food Innovation. (28.11.2023/fc/a/e)
Das habe auch Auswirkungen auf die Börse gehabt, an der es selbst am Freitag nur einen verkürzten Handel gegeben habe. Für den ETF-Handel auf Xetra berichte Holger Heinrich von der Baader Bank infolgedessen von "nachlassenden Umsätzen" und wie schon in der Woche zuvor ca. 20 Prozent mehr Käufen als Verkäufen. Auch Andreas Schröer von Lang & Schwarz und Jan Duisberg von der ICF Bank würden von geringeren Handelsvolumina sprechen.
"Die Leute machen nur das Nötigste", erkläre Duisberg, der nach dem "inversen Crash" in den ersten drei Novemberwochen Nachholbedarf bei der Kundschaft vermute. "Alle rennen dem Markt hinterher, aber keiner ist damit so richtig glücklich". Vor allem beim DAX gebe es bislang "nicht die geringste Konsolidierungsneigung", was Duisberg nach dem "brutalen Anstieg" als ungewöhnlich bezeichne. Weil viele Marktteilnehmer*innen von der plötzlichen Rally auf dem falschen Fuß erwischt worden seien, rechne der Händler auch bis zum Ende des Jahres weiterhin mit einer stabilen Entwicklung des Marktes bei überschaubaren Umsätzen. "Eine Korrektur von mehr als 3 bis 4 Prozent würde mich überraschen".
Bei der ICF Bank würden sich die Anleger*innen vor allem auf die Bereiche Europa und US-Technologie konzentrieren. "Ganz gute Umsätze" sehe Duisberg beim Invesco Euro Stoxx 50. Zudem sei wie zuletzt fast immer der WisdomTree NASDAQ 100 3x Daily Leveraged stark nachgefragt.
In den Büchern der Baader Bank seien in den vergangenen Tagen ebenfalls verstärkt Produkte auf US-Indices aufgetaucht. Ganz vorne dabei seien der Invesco S&P 500 ESG (ISIN IE000QF66PE6 / WKN A3C4XF), der Invesco EQQQ Nasdaq-100 Euro Hedged (ISIN IE00BYVTMS52 / WKN A2DT9V) und der Deka MSCI USA gewesen. Interesse habe zudem an Papieren bestanden, die die zweite Reihe des Aktienmarktes (Russell 2000) abdecken würden.
Im Bereich der Commodities bezeichne Schröer den Handel insgesamt als "sehr ruhig". Ausnahmen würden Edelmetalle bieten, vor allem Xetra-Gold. Der Goldpreis habe vor zwei Wochen seine Korrekturphase beendet und sei gerade auf den höchsten Stand seit Mai gestiegen. Laut Jörg Scherer, technischer Analyst bei HSBC, könnte die Feinunze in einem der nächsten Schritte das Allzeithoch bei 2.072 US-Dollar nehmen. Ein Überwinden dieser Marke wäre "ein entscheidendes Ausrufezeichen" und würde auf Sicht der nächsten Jahre ein charttechnisches Potenzial bis knapp 2.800 Dollar freisetzen.
Ein gesteigertes Interesse an Gold werde auch bei der ICF Bank registriert. "Beim WisdomTree Physical Gold ist immer schön was los", erkläre Duisberg. Ebenfalls gute Umsätze bringe der Invesco Physical Gold (ISIN IE00B579F325 / WKN A1AA5X). "Hier wird vor allem gekauft".
Krypto-Assets würden derzeit auf beiden Seiten des Marktes gehandelt. Ströer zum Beispiel sehe sowohl Käufe als auch Verkäufe vom VanEck Crypto and Blockchain Innovators. Zudem hätten Kryptos aus der zweiten Reihe Interesse geweckt, wie der 21Shares Solana Staking ETP (ISIN CH1114873776 / WKN A3GSS0).
Die ICF Bank melde indes "ganz gute Umsätze" mit dem VanEck Ethereum ETN. Auch der 21Shares Bitcoin Core ETP werde "ein bisschen nachgefragt".
Von den Themen-ETFs würden im Hause der Baader Bank Dekarbonisierung sowie Agrar und Food Innovationen Beachtung finden, wie die Händler berichten würden. Gekauft würden dabei bevorzugt der iClima Global Decarbonisation Enablers (ISIN IE00BNC1F287 / WKN A2QG4B) und der Global X Agtech & Food Innovation. (28.11.2023/fc/a/e)
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