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ETF-Handel: Alles andere als Panik
17.11.15 17:08
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Auch im ETF-Geschäft blieb die Reaktion auf die Terroranschläge von Paris verhalten, so die Deutsche Börse AG.
"Anleger zeigten sich gelassener als erwartet", erkläre Andreas Bartels von der Commerzbank. Am frühen Montagmorgen sei es noch turbulent zugegangen, schon vorbörslich seien Verkaufsorder eingegangen. "Das war aber schnell vorbei."
Nach einem Kursrückgang vergangene Woche und einem kleinen Plus am gestrigen Montag verbuche der DAX am heutigen Dienstag kräftige Gewinne, am Mittag notiere der DAX bei 10.928 Zählern. Grund seien gute Vorgaben von den US-Börsen: Der Dow Jones Industrial habe gestern mit einem Plus von 1,38 Prozent geschlossen.
Die Umsätze der vergangenen Woche bezeichne Bartels als "normal", die Zahl der Transaktionen habe sich mit 30.000 im durchschnittlichen Bereich bewegt, ebenso die Volumen. Über alle Anlagen hinweg hätten sich Zu- und Abflüsse die Waage gehalten, dabei hätten im Aktienbereich die Käufe, bei den Anleihen die Verkäufe dominiert. Sven Titze von der ICF Bank berichte von einem regen Handel. "Es gab ja auch recht viel Bewegung an den Börsen, die Volatilität ist wieder gestiegen."
Bartels melde Käufe in DAX- und Euro Stoxx-Trackern (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN LU0378438732 / WKN ETF001; ISIN LU0378434079 / WKN ETF050), hohe Zuflüsse habe der Market Maker zudem in Nasdaq-ETFs beobachtet, etwa im iShares NASDAQ 100 (ISIN DE000A0F5UF5 / WKN A0F5UF).
Laut Marco Salaorno von der Société Générale hätten in der zweiten Wochenhälfte allerdings Abgaben in Blue Chips-ETFs dominiert.
Sven Titze von der ICF Bank berichte von einem ausgeglichenen Bild mit Käufen und Verkäufen, zum Beispiel im Deka DAX, im Deka DAX ausschüttend und - auf kleinerer Flamme - im Deka MSCI USA.
Rege gehandelt in beide Richtungen würden außerdem unverändert dreifach gehebelte ETNs von ETF Securities wie der ETFS 3x Daily Long DAX 30 und der ETFS 3x Daily Short DAX 30, ebenfalls der ETFS DAX Daily 2x Long.
Umsatzstark präsentiere sich im Moment auch der Lyxor LevDAX, wie die Umsatzstatistik der Börse Frankfurt für die vergangenen fünf Handelstage zeige.
Am stärksten bemerkbar würden sich die Attentate von Paris Salaorno zufolge in ETFs machen, die russische Aktien abbilden würden. "Da sehen wir umfangreiche Käufe". Anleger hätten sich zum Beispiel im Lyxor Russia und im db x-trackers MSCI Russia Capped (ISIN LU0322252502 / WKN DBX1RC) positioniert.
"Nach den Anschlägen wird offenbar von einem Zusammenrücken auf geopolitischer Ebene ausgegangen." Spekuliert werde auch über eine Lockerung der Sanktionen. Unabhängig davon gehe es für russische Aktien bereits seit Ende August wieder nach oben: Ein ETF-Anteil am Lyxor Russia sei damals zu 18,43 Euro gehandelt worden, aktuell seien es 22,81 Euro. Im März 2011 seien es allerdings noch über 37 Euro gewesen.
Überraschend viel umgegangen sei Bartels zufolge in der vergangenen Woche in Schwellenländer-ETFs. "Dabei war die Woche bei Emerging Markets von Verlusten geprägt."
Die Reise- und Freizeitbranche und der Rüstungssektor - in diesen Bereichen seien die Auswirkungen durch die Pariser Anschläge am Aktienmarkt besonders zu spüren gewesen. Im ETF-Handel sei das aber nicht angekommen, wie Salaorno bemerke. "Da ist es ruhig geblieben."
Wegen des leichten Anstiegs bzw. der Stabilisierung des Ölpreises seien aktuell an die Öl- und Gasbranche gekoppelte ETFs gefragt, etwa der iShares Stoxx Europe 600 Oil & Gas oder das Pendant von Lyxor. Ölwerte wie Exxon Mobil und Chevron, die zuletzt unter Druck geraten seien, hätten am gestrigen Montag zu den größten Gewinnern an den US-Börsen gezählt. Für die entsprechenden ETFs gehe es nach heftigen Kursverlusten zwischen April und September dieses Jahres bereits seit Anfang dieses Monats wieder nach oben.
Bartels melde für die Vorwoche im Übrigen noch hohe Zuflüsse in ETFs-, die an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie gekoppelt seien. In Banken-Indexfonds seien beide Seiten gespielt worden.
Im Anleihebereich habe es bei der Commerzbank vor allem Abflüsse aus kurzlaufenden und geldmarktnahen ETFs gegeben. Auf den Verkaufslisten hätten zum Beispiel der iShares eb.rexx Money Market (ISIN DE000A0Q4RZ9 / WKN A0Q4RZ), der ComStage Eonia (ISIN LU0378437684 / WKN ETF100) und der ComStage Fed Funds Effective Rate gestanden. Gesetzt worden sei hingegen auf den SPDR Barclays Euro Aggregate Bond und den ComStage iBoxx Liquid Sovereigns Diversified Overall. (17.11.2015/fc/a/e)
"Anleger zeigten sich gelassener als erwartet", erkläre Andreas Bartels von der Commerzbank. Am frühen Montagmorgen sei es noch turbulent zugegangen, schon vorbörslich seien Verkaufsorder eingegangen. "Das war aber schnell vorbei."
Nach einem Kursrückgang vergangene Woche und einem kleinen Plus am gestrigen Montag verbuche der DAX am heutigen Dienstag kräftige Gewinne, am Mittag notiere der DAX bei 10.928 Zählern. Grund seien gute Vorgaben von den US-Börsen: Der Dow Jones Industrial habe gestern mit einem Plus von 1,38 Prozent geschlossen.
Die Umsätze der vergangenen Woche bezeichne Bartels als "normal", die Zahl der Transaktionen habe sich mit 30.000 im durchschnittlichen Bereich bewegt, ebenso die Volumen. Über alle Anlagen hinweg hätten sich Zu- und Abflüsse die Waage gehalten, dabei hätten im Aktienbereich die Käufe, bei den Anleihen die Verkäufe dominiert. Sven Titze von der ICF Bank berichte von einem regen Handel. "Es gab ja auch recht viel Bewegung an den Börsen, die Volatilität ist wieder gestiegen."
Bartels melde Käufe in DAX- und Euro Stoxx-Trackern (ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN LU0378438732 / WKN ETF001; ISIN LU0378434079 / WKN ETF050), hohe Zuflüsse habe der Market Maker zudem in Nasdaq-ETFs beobachtet, etwa im iShares NASDAQ 100 (ISIN DE000A0F5UF5 / WKN A0F5UF).
Laut Marco Salaorno von der Société Générale hätten in der zweiten Wochenhälfte allerdings Abgaben in Blue Chips-ETFs dominiert.
Sven Titze von der ICF Bank berichte von einem ausgeglichenen Bild mit Käufen und Verkäufen, zum Beispiel im Deka DAX, im Deka DAX ausschüttend und - auf kleinerer Flamme - im Deka MSCI USA.
Umsatzstark präsentiere sich im Moment auch der Lyxor LevDAX, wie die Umsatzstatistik der Börse Frankfurt für die vergangenen fünf Handelstage zeige.
Am stärksten bemerkbar würden sich die Attentate von Paris Salaorno zufolge in ETFs machen, die russische Aktien abbilden würden. "Da sehen wir umfangreiche Käufe". Anleger hätten sich zum Beispiel im Lyxor Russia und im db x-trackers MSCI Russia Capped (ISIN LU0322252502 / WKN DBX1RC) positioniert.
"Nach den Anschlägen wird offenbar von einem Zusammenrücken auf geopolitischer Ebene ausgegangen." Spekuliert werde auch über eine Lockerung der Sanktionen. Unabhängig davon gehe es für russische Aktien bereits seit Ende August wieder nach oben: Ein ETF-Anteil am Lyxor Russia sei damals zu 18,43 Euro gehandelt worden, aktuell seien es 22,81 Euro. Im März 2011 seien es allerdings noch über 37 Euro gewesen.
Überraschend viel umgegangen sei Bartels zufolge in der vergangenen Woche in Schwellenländer-ETFs. "Dabei war die Woche bei Emerging Markets von Verlusten geprägt."
Die Reise- und Freizeitbranche und der Rüstungssektor - in diesen Bereichen seien die Auswirkungen durch die Pariser Anschläge am Aktienmarkt besonders zu spüren gewesen. Im ETF-Handel sei das aber nicht angekommen, wie Salaorno bemerke. "Da ist es ruhig geblieben."
Wegen des leichten Anstiegs bzw. der Stabilisierung des Ölpreises seien aktuell an die Öl- und Gasbranche gekoppelte ETFs gefragt, etwa der iShares Stoxx Europe 600 Oil & Gas oder das Pendant von Lyxor. Ölwerte wie Exxon Mobil und Chevron, die zuletzt unter Druck geraten seien, hätten am gestrigen Montag zu den größten Gewinnern an den US-Börsen gezählt. Für die entsprechenden ETFs gehe es nach heftigen Kursverlusten zwischen April und September dieses Jahres bereits seit Anfang dieses Monats wieder nach oben.
Bartels melde für die Vorwoche im Übrigen noch hohe Zuflüsse in ETFs-, die an die Lebensmittel- und Getränkeindustrie gekoppelt seien. In Banken-Indexfonds seien beide Seiten gespielt worden.
Im Anleihebereich habe es bei der Commerzbank vor allem Abflüsse aus kurzlaufenden und geldmarktnahen ETFs gegeben. Auf den Verkaufslisten hätten zum Beispiel der iShares eb.rexx Money Market (ISIN DE000A0Q4RZ9 / WKN A0Q4RZ), der ComStage Eonia (ISIN LU0378437684 / WKN ETF100) und der ComStage Fed Funds Effective Rate gestanden. Gesetzt worden sei hingegen auf den SPDR Barclays Euro Aggregate Bond und den ComStage iBoxx Liquid Sovereigns Diversified Overall. (17.11.2015/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 200,20 € | 199,20 € | 1,00 € | +0,50% | 24.04./21:35 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005933931 | 593393 | 211,25 € | 180,66 € | |
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