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ETF-Handel: America first!
08.03.17 10:30
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Amerika zieht weiterhin viel Interesse auf sich - auch am ETF-Markt, so die Deutsche Börse AG.
"Gefragt sind vor allem S&P-Tracker", berichte Andreas Bartels von der Commerzbank. Das bestätige auch Oliver Kilian von der UniCredit. "US-Bluechips und Smallcaps, alles wird gekauft." Der Dow Jones habe vor knapp einer Woche ein neues Rekordhoch von 21.169 Zählern erreicht, am letzten Montag habe der Index bei 20.958 Punkten geschlossen.
Der DAX, der vergangenen Mittwoch über die Marke von 12.000 Punkten geklettert sei, habe gestern Mittag wieder leicht darunter bei 11.954 Zählern gelegen. Einmal mehr würden die politischen Unsicherheiten in Europa belasten: In den Niederlanden werde bereits kommende Woche gewählt, in Frankreich im April.
Die Umsätze würden den Händler zufolge hoch bleiben. "Die Karnevalstage in der vergangenen Woche haben wir nicht zu spüren bekommen", stelle Bartels fest. Er melde knapp 44.000 Transaktionen für die Vorwoche, bei einem eindeutigen Käuferüberhang. Bei der UniCredit sei es lediglich "etwas ruhiger" gewesen.
Kilian berichte von Zuflüssen in die großen S&P-ETFs (ISIN LU0496786574 / WKN LYX0FS, ISIN IE00B3ZW0K18 / WKN A1C5E9) sowie Smallcap-Tracker wie den iShares S&P Small Cap 600 und den SPDR Russell 2000 US Small Cap. Bei der Commerzbank würden sich Anleger ebenfalls in US-Aktien positionieren - und auch MSCI World-Trackern.
Anders sehe es bei europäischen Aktien aus, von denen würden sich Investoren überwiegend trennen, wie die Händler feststellen würden. "In DAX-ETFs beobachten wir eine abwartende Haltung", bemerke Bartels. Kilian zufolge seien EURO STOXX-Indexfonds aus den Portfolios geflogen, etwa der iShares EURO STOXX 50, der Source EURO STOXX 50 und auch MSCI Europe- und DAX-ETFs.
Erstaunlich weit oben auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen fünf Handelstage fänden sich Schwellenländer-ETFs wie der db x-trackers MSCI Emerging Markets. Bartels melde Zu- und Abflüsse gleichermaßen. Der MSCI Emerging Markets habe zuletzt nachgegeben, komme seit Mitte November aber immer noch auf ein Plus von fast 16 Prozent.
Im Handel mit Branchen-ETFs sei es wie fast immer: Im Fokus seien Banken. "Hier stehen zwei Drittel Käufer einem Drittel Verkäufern gegenüber", konkretisiere Bartels. Auch auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt fänden sich Bankaktien weit oben, etwa der iShares EURO STOXX Banks, der Source EURO STOXX Optimized Banks (ISIN IE00B3Q19T94 / WKN A1JFG7) und der iShares STOXX Europe 600 Banks. Die Banken-Tracker hätten ihre Verlustserie vom Januar und Februar beendet und zuletzt wieder zugelegt. Seit vergangenem Sommer kämen sie auf beträchtliche Gewinne, der iShares STOXX Europe 600 Banks zum Beispiel auf 44 Prozent seit Juli 2016. Bartels melde darüber hinaus noch Zuflüsse in Technologie- und Gesundheitswerte, vor allem US-amerikanische.
Auf der Fixed Income-Seite würden sich ETFs, mit denen auf die Entwicklung des Euro-Bund-Future und damit auf die Zinsentwicklung in Deutschland gesetzt werde, viel Zuspruch erfreuen. Laut Commerzbank betreffe das etwa den ComStage Commerzbank Bund-Future Short (ISIN LU0530119774 / WKN ETF562) und den ComStage Commerzbank Bund-Future Double Short (ISIN LU0530124006 / WKN ETF563). Bei der UniCredit würden die in den vergangenen Wochen aufgebauten Short Bund-Positionen hingegen abgebaut. Der Euro-Bund-Future, der zwischen Dezember und Februar wieder gestiegen sei, habe in den vergangenen zwei Wochen verloren - Hintergrund sei die nun fest erwartete US-Zinserhöhung Mitte März.
Gut komme Bartels zufolge schon seit einiger Zeit der Amundi Floating Rate USD Corporate Hedged Euro an. "Das kaufen offenbar Anleger, die eine Überrendite zu Geldmarktprodukten suchen." Der ETF bilde US-amerikanische Unternehmensanleihen mit variablen Zinsen ab und sei währungsgesichert. Floater (ISIN FR0012005734 / WKN A119G6), allerdings europäische, seien offenbar auch bei der UniCredit ein Thema. "Hier wird die Inflation gespielt", stelle Kilian fest.
Abgesehen davon seien deutsche Staatsanleihen und US-Dollar-High Yield-Bonds beliebt, während sich Anleger von kurzlaufenden US-Staatsanleihen (ISIN IE00B14X4S71 / WKN A0J202), geldmarktnahen Euro-Anleihen und Schwellenländerstaatsanleihen in Lokalwährung (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV) verabschiedet hätten. Umsatzstärkster Fixed Income-ETF auf Xetra sei in den vergangenen fünf Handelstagen der iShares Euro High Yield Corporate Bond gewesen, der an europäische Unternehmensanleihen mit hohen Zinsen gekoppelt sei. (Ausgabe vom 07.03.2017) (08.03.2017/fc/a/e)
"Gefragt sind vor allem S&P-Tracker", berichte Andreas Bartels von der Commerzbank. Das bestätige auch Oliver Kilian von der UniCredit. "US-Bluechips und Smallcaps, alles wird gekauft." Der Dow Jones habe vor knapp einer Woche ein neues Rekordhoch von 21.169 Zählern erreicht, am letzten Montag habe der Index bei 20.958 Punkten geschlossen.
Der DAX, der vergangenen Mittwoch über die Marke von 12.000 Punkten geklettert sei, habe gestern Mittag wieder leicht darunter bei 11.954 Zählern gelegen. Einmal mehr würden die politischen Unsicherheiten in Europa belasten: In den Niederlanden werde bereits kommende Woche gewählt, in Frankreich im April.
Die Umsätze würden den Händler zufolge hoch bleiben. "Die Karnevalstage in der vergangenen Woche haben wir nicht zu spüren bekommen", stelle Bartels fest. Er melde knapp 44.000 Transaktionen für die Vorwoche, bei einem eindeutigen Käuferüberhang. Bei der UniCredit sei es lediglich "etwas ruhiger" gewesen.
Kilian berichte von Zuflüssen in die großen S&P-ETFs (ISIN LU0496786574 / WKN LYX0FS, ISIN IE00B3ZW0K18 / WKN A1C5E9) sowie Smallcap-Tracker wie den iShares S&P Small Cap 600 und den SPDR Russell 2000 US Small Cap. Bei der Commerzbank würden sich Anleger ebenfalls in US-Aktien positionieren - und auch MSCI World-Trackern.
Erstaunlich weit oben auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen fünf Handelstage fänden sich Schwellenländer-ETFs wie der db x-trackers MSCI Emerging Markets. Bartels melde Zu- und Abflüsse gleichermaßen. Der MSCI Emerging Markets habe zuletzt nachgegeben, komme seit Mitte November aber immer noch auf ein Plus von fast 16 Prozent.
Im Handel mit Branchen-ETFs sei es wie fast immer: Im Fokus seien Banken. "Hier stehen zwei Drittel Käufer einem Drittel Verkäufern gegenüber", konkretisiere Bartels. Auch auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt fänden sich Bankaktien weit oben, etwa der iShares EURO STOXX Banks, der Source EURO STOXX Optimized Banks (ISIN IE00B3Q19T94 / WKN A1JFG7) und der iShares STOXX Europe 600 Banks. Die Banken-Tracker hätten ihre Verlustserie vom Januar und Februar beendet und zuletzt wieder zugelegt. Seit vergangenem Sommer kämen sie auf beträchtliche Gewinne, der iShares STOXX Europe 600 Banks zum Beispiel auf 44 Prozent seit Juli 2016. Bartels melde darüber hinaus noch Zuflüsse in Technologie- und Gesundheitswerte, vor allem US-amerikanische.
Auf der Fixed Income-Seite würden sich ETFs, mit denen auf die Entwicklung des Euro-Bund-Future und damit auf die Zinsentwicklung in Deutschland gesetzt werde, viel Zuspruch erfreuen. Laut Commerzbank betreffe das etwa den ComStage Commerzbank Bund-Future Short (ISIN LU0530119774 / WKN ETF562) und den ComStage Commerzbank Bund-Future Double Short (ISIN LU0530124006 / WKN ETF563). Bei der UniCredit würden die in den vergangenen Wochen aufgebauten Short Bund-Positionen hingegen abgebaut. Der Euro-Bund-Future, der zwischen Dezember und Februar wieder gestiegen sei, habe in den vergangenen zwei Wochen verloren - Hintergrund sei die nun fest erwartete US-Zinserhöhung Mitte März.
Gut komme Bartels zufolge schon seit einiger Zeit der Amundi Floating Rate USD Corporate Hedged Euro an. "Das kaufen offenbar Anleger, die eine Überrendite zu Geldmarktprodukten suchen." Der ETF bilde US-amerikanische Unternehmensanleihen mit variablen Zinsen ab und sei währungsgesichert. Floater (ISIN FR0012005734 / WKN A119G6), allerdings europäische, seien offenbar auch bei der UniCredit ein Thema. "Hier wird die Inflation gespielt", stelle Kilian fest.
Abgesehen davon seien deutsche Staatsanleihen und US-Dollar-High Yield-Bonds beliebt, während sich Anleger von kurzlaufenden US-Staatsanleihen (ISIN IE00B14X4S71 / WKN A0J202), geldmarktnahen Euro-Anleihen und Schwellenländerstaatsanleihen in Lokalwährung (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV) verabschiedet hätten. Umsatzstärkster Fixed Income-ETF auf Xetra sei in den vergangenen fünf Handelstagen der iShares Euro High Yield Corporate Bond gewesen, der an europäische Unternehmensanleihen mit hohen Zinsen gekoppelt sei. (Ausgabe vom 07.03.2017) (08.03.2017/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 62,028 € | 61,432 € | 0,596 € | +0,97% | 17.04./22:02 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0496786574 | LYX0FS | 62,31 € | 45,94 € | |
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