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ETF-Handel: Anleger in Kauflaune
25.11.14 16:51
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Neue Rekordstände der US-Leitindices Dow Jones Industrial und S&P 500, aber auch ein DAX wieder in Sichtweite von 10.000 Punkten: Mit der Aufholjagd an den Börsen haben ETF-Händler alle Hände voll zu tun, so die Deutsche Börse AG.
"Das Handelsvolumen bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau", berichte Jörg Sengfelder. Nicht nur der ifo-Geschäftsklimaindex sei besser ausgefallen, insgesamt wachse das Vertrauen in die Weltwirtschaft. Ergänzend hätten die Notenbanken etwa mit Zinssenkungen in China und mit der Erwartung weiterer expansiver geldpolitischer Maßnahmen durch die Europäische Zentralbank die Anlegerfantasie beflügelt. "Wenn Mario Draghi spricht, ist die Richtung klar," meine der Händler von Flow Traders.
"Mit 23.000 Trades und entsprechend hohen Umsätzen liegen wir deutlich über dem Jahresdurchschnitt", bestätige Andreas Bartels von der Commerzbank. Käufe hätten mit einem Anteil von 60 Prozent klar dominiert.
Zugegriffen werde insbesondere bei Aktienprodukten. Bartels zufolge würden Investoren verstärkt auf Tracker breit aufgestellter Indices wie S&P 500 (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, ISIN FR0010892224 / WKN A1C0B5), Dow Jones Industrial Average (ISIN LU0378437502 / WKN ETF010, ISIN FR0007056841 / WKN 541779, ISIN IE00B53L4350 / WKN A0YEDK) und MSCI World (ISIN LU0392494562 / WKN ETF110, ISIN LU0446735416 / WKN A0X970) setzen. Bei Letzterem seien sowohl ausschüttende als auch thesaurierende Varianten in den Anlegerdepots gelandet. Mit Unternehmen aus 45 Industrie- und Schwellenländern locke zudem die Vielfalt des MSCI All Country World viele Kunden an.
Sengfelder betone ebenfalls die Vorliebe für breit gestreute Indices und nenne ergänzend MSCI North America-ETFs als besonders gefragt. Allerdings verzeichne der Händler auch Rückgaben, etwa bei Indexfonds auf den MSCI World.
Genauso gut kämen den Händlern zufolge Unternehmen aus Deutschland und Europa an. Neben DAX- (ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA, ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01, ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) und EURO STOXX 50-Produkten (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02) hätten sich Investoren laut Sengfelder in an MSCI Europe (ISIN IE00B4K48X80 / WKN A0RPWG, ISIN DE000ETFL284 / WKN ETFL28) und STOXX Europe 600 gekoppelte ETFs engagierten. "Auch hier überwogen deutlich die Zuflüsse."
Anleger, die mit ShortDAX-ETFs auf einen nachgebenden deutschen Aktienindex gesetzt hätten, hätten kein glückliches Händchen gehabt. Anders verhalte es sich mit DAX-Werten, die von einem steigenden Kurs überproportional profitiert hätten. "Gehebelte DAX-ETFs wurden bei der Commerzbank rege nachgefragt", melde Bartels.
Die Beliebtheit japanischer Aktien ebbe nach Beobachtung Sengfelders kaum ab. Tracker des MSCI Japan und des iShares Nikkei 225 stünden detulich auf der Kaufseite. Bartels berichte von überwiegendem Zuspruch zum MSCI Japan Euro Hedged (ISIN IE00B42Z5J44 / WKN A1C5E6, ISIN DE000A1H53P0 / WKN A1H53P).
Abgegeben würden hingegen Tracker des MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC). Der ein oder andere Exote komme allerdings auch zum Zuge, wie Sengfelder bemerke. Anleger hätten sich etwa mit dem Lyxor ETF South Africa (ISIN FR0010464446 / WKN LYX0BY) eingedeckt, der an die Performance des FTSE JSE Top 40 gekoppelt sei. Mehr Käufer als Verkäufer registriere Flow Traders für den Lyxor ETF Turkey Dow Jones Turkey Titans 20.
Im Bereich der Sektoren hätten Anleger vergangene Woche wieder eine klare Tendenz Richtung Banken-ETFs gehabt, wie Sengfelder und Bartels melden würden. Gekauft worden seien etwa der iShares EURO STOXX Banks und der Lyxor STOXX Europe 600 Banks. Bei der Commerzbank hätten Investoren außerdem auf ETFs mit Unternehmen der Grundstoffbranche gesetzt, während Flow Traders' Kunden offenbar Potenzial in der Medien- (ISIN DE000A0H08L5 / WKN A0H08L) und Telekom-Branche (ISIN DE000A0H08R2 / WKN A0H08R) erkennen würden.
In den Verkaufslisten des Händlers spiele der Market Vectors Gaming ETF, der seit Jahresbeginn ein Minus von 16 Prozent ausweise, vorn mit. Der Index biete Zugang zu öffentlich gehandelten Aktien von Unternehmen, die mehr als 50 Prozent der Erlöse aus der globalen Spiel-Branche beziehen würden.
Im Rentenbereich mache Bartels einen klaren Trend Richtung langlaufender europäischer Staatsanleihen mit Fälligkeit in sieben und mehr Jahren (ISIN LU0290357259 / WKN DBX0AG, ISIN LU0444606536 / WKN ETF508, ISIN LU0444606619 / WKN ETF509) zulasten von Kurzläufern (ISIN DE0006289473 / WKN 628947) aus. Staatsanleihen aus dem Euroraum mit kurzen Laufzeiten (ISIN DE000A0LGQD2 / WKN A0lGQD, ISIN DE000A0RM462 / WKN A0RM46) würden auch bei Sengfelder zu den Rückläufern gehören, ebenso wie italienische Bonds mit Laufzeiten zwischen null und einem Jahr (ISIN nicht bekannt/ WKN DBX0PK). (25.11.2014/fc/a/e)
"Das Handelsvolumen bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau", berichte Jörg Sengfelder. Nicht nur der ifo-Geschäftsklimaindex sei besser ausgefallen, insgesamt wachse das Vertrauen in die Weltwirtschaft. Ergänzend hätten die Notenbanken etwa mit Zinssenkungen in China und mit der Erwartung weiterer expansiver geldpolitischer Maßnahmen durch die Europäische Zentralbank die Anlegerfantasie beflügelt. "Wenn Mario Draghi spricht, ist die Richtung klar," meine der Händler von Flow Traders.
"Mit 23.000 Trades und entsprechend hohen Umsätzen liegen wir deutlich über dem Jahresdurchschnitt", bestätige Andreas Bartels von der Commerzbank. Käufe hätten mit einem Anteil von 60 Prozent klar dominiert.
Zugegriffen werde insbesondere bei Aktienprodukten. Bartels zufolge würden Investoren verstärkt auf Tracker breit aufgestellter Indices wie S&P 500 (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, ISIN FR0010892224 / WKN A1C0B5), Dow Jones Industrial Average (ISIN LU0378437502 / WKN ETF010, ISIN FR0007056841 / WKN 541779, ISIN IE00B53L4350 / WKN A0YEDK) und MSCI World (ISIN LU0392494562 / WKN ETF110, ISIN LU0446735416 / WKN A0X970) setzen. Bei Letzterem seien sowohl ausschüttende als auch thesaurierende Varianten in den Anlegerdepots gelandet. Mit Unternehmen aus 45 Industrie- und Schwellenländern locke zudem die Vielfalt des MSCI All Country World viele Kunden an.
Sengfelder betone ebenfalls die Vorliebe für breit gestreute Indices und nenne ergänzend MSCI North America-ETFs als besonders gefragt. Allerdings verzeichne der Händler auch Rückgaben, etwa bei Indexfonds auf den MSCI World.
Anleger, die mit ShortDAX-ETFs auf einen nachgebenden deutschen Aktienindex gesetzt hätten, hätten kein glückliches Händchen gehabt. Anders verhalte es sich mit DAX-Werten, die von einem steigenden Kurs überproportional profitiert hätten. "Gehebelte DAX-ETFs wurden bei der Commerzbank rege nachgefragt", melde Bartels.
Die Beliebtheit japanischer Aktien ebbe nach Beobachtung Sengfelders kaum ab. Tracker des MSCI Japan und des iShares Nikkei 225 stünden detulich auf der Kaufseite. Bartels berichte von überwiegendem Zuspruch zum MSCI Japan Euro Hedged (ISIN IE00B42Z5J44 / WKN A1C5E6, ISIN DE000A1H53P0 / WKN A1H53P).
Abgegeben würden hingegen Tracker des MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC). Der ein oder andere Exote komme allerdings auch zum Zuge, wie Sengfelder bemerke. Anleger hätten sich etwa mit dem Lyxor ETF South Africa (ISIN FR0010464446 / WKN LYX0BY) eingedeckt, der an die Performance des FTSE JSE Top 40 gekoppelt sei. Mehr Käufer als Verkäufer registriere Flow Traders für den Lyxor ETF Turkey Dow Jones Turkey Titans 20.
Im Bereich der Sektoren hätten Anleger vergangene Woche wieder eine klare Tendenz Richtung Banken-ETFs gehabt, wie Sengfelder und Bartels melden würden. Gekauft worden seien etwa der iShares EURO STOXX Banks und der Lyxor STOXX Europe 600 Banks. Bei der Commerzbank hätten Investoren außerdem auf ETFs mit Unternehmen der Grundstoffbranche gesetzt, während Flow Traders' Kunden offenbar Potenzial in der Medien- (ISIN DE000A0H08L5 / WKN A0H08L) und Telekom-Branche (ISIN DE000A0H08R2 / WKN A0H08R) erkennen würden.
In den Verkaufslisten des Händlers spiele der Market Vectors Gaming ETF, der seit Jahresbeginn ein Minus von 16 Prozent ausweise, vorn mit. Der Index biete Zugang zu öffentlich gehandelten Aktien von Unternehmen, die mehr als 50 Prozent der Erlöse aus der globalen Spiel-Branche beziehen würden.
Im Rentenbereich mache Bartels einen klaren Trend Richtung langlaufender europäischer Staatsanleihen mit Fälligkeit in sieben und mehr Jahren (ISIN LU0290357259 / WKN DBX0AG, ISIN LU0444606536 / WKN ETF508, ISIN LU0444606619 / WKN ETF509) zulasten von Kurzläufern (ISIN DE0006289473 / WKN 628947) aus. Staatsanleihen aus dem Euroraum mit kurzen Laufzeiten (ISIN DE000A0LGQD2 / WKN A0lGQD, ISIN DE000A0RM462 / WKN A0RM46) würden auch bei Sengfelder zu den Rückläufern gehören, ebenso wie italienische Bonds mit Laufzeiten zwischen null und einem Jahr (ISIN nicht bekannt/ WKN DBX0PK). (25.11.2014/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 60,6539 € | 60,8796 € | -0,2257 € | -0,37% | 27.04./10:15 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| IE0031442068 | 622391 | 60,93 € | 47,14 € | |
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07.01.26
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iShares S&P 500 ETF: Tech-Fokus




