ETF-Handel: Anleger gehen auf Nummer sicher


18.02.14 11:13
Veritas Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der ETF-Handel der vergangenen Woche hat die Rally an den internationalen Aktienmärkte widergespiegelt, so die Experten von Veritas Investment.

Die europäischen Anleger hätten aber auch sichere Anlageklassen wie Renten und Gold gekauft.

Marcus Russ, Senior-Portfoliomanager bei Veritas und auch Fondsmanager des Veri ETF-Dachfonds kommentiere den ETF-Handel der vergangenen Woche: Die großen internationalen Aktienindices wie der EURO STOXX 50, der DAX und der S&P 500 hätten in der vergangenen Woche durchweg den Weg nach oben eingeschlagen. Das sei auch deutlich vom ETF-Handel reflektiert worden: 870 Millionen Euro hätten europäische Anleger in Aktien-ETFs investiert. Die Vorliebe für die Heimatmärkte sei dabei nicht zu übersehen gewesen. Aktien-ETFs, die Europa abbilden würden, hätten in der Vorwoche Zuflüsse in Höhe von 620 Millionen Euro erzielt. Anzeichen für die große Rotation von Aktien in Anleihen habe es nicht gegeben. Denn auch Renten-ETFs hätten in der vergangenen Woche starke Zuflüsse in Höhe von 1,08 Milliarden Euro verzeichnet. Offenbar wachse das Vertrauen in Europa: In ETFs auf europäische Staatsanleihen seien 340 Millionen Euro geflossen.

Insgesamt betrachtet zeichne der ETF-Handel der Vorwoche kein eindeutiges Stimmungsbild. Nicht nur, dass sowohl Aktien als auch Anleihen gefragt gewesen seien - auch das oftmals als Krisenbewährung betrachtete Edelmetall Gold sei nachgefragt worden: Auf der Rohstoff-Seite hätten seit Langem wieder Zuflüsse in Gold-ETCs gesehen.

Die Märkte seien zwar global beflügelt worden, aber die europäischen Märkte seien fundamental unterstützt worden. Die am Freitag veröffentlichten Zahlen zum Wirtschaftswachstum für Frankreich und Deutschland für das vierte Quartal von 2013 seien deutlich stärker ausgefallen als der Konsens erwartet habe. Zudem würden auch Peripherieländer wie Italien und Spanien Fortschritte machen - in Italien würden die Hoffnungen auf dem neuen Ministerpräsidenten Matteo Renzi und seinen Reformwillen ruhen. Die neu aufkeimende Zuversicht für die beiden Länder, die vor nicht all zu langer Zeit als Club Med bezeichnet worden seien, lasse sich in sinkenden Risikoaufschlägen ablesen, so Marcus Russ abschließend. (18.02.2014/fc/a/e)





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