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ETF-Handel: Appetit auf Öl- und Goldförderer
12.04.23 13:30
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die gute Entwicklung am Aktienmarkt sorgt für Umsätze im ETF-Handel und einen klaren Käuferüberhang, so die Deutsche Börse AG.
"Trotz Feiertag waren die Umsätze so hoch wie in einer normalen Woche", berichte Frank Mohr von der Société Générale mit Blick auf die Karwoche. Grund sei wohl auch der Start in den April und das neue Quartal. "Da werden viele Sparpläne ausgeführt."
Der DAX habe die Verluste aus dem März längst wieder wettgemacht. Am Dienstagmittag, dem ersten Handelstag nach dem Osterwochenende, habe der Index bei 15.680 Punkten und damit nahe des Jahreshochs gestanden. Mit einem Plus von 11,6 Prozent seit Jahresanfang habe der DAX den S&P 500 abgehängt, der Index komme auf "nur" 7,5 Prozent. Der NASDAQ 100 habe sich mit plus 20 Prozent allerdings noch besser entwickelt.
Im ETF-Handel würden bei den großen Indices einmal mehr MSCI World- und S&P 500-Produkte dominieren. Die Hälfte der Umsätze sei Mohr zufolge vergangene Woche auf Welt-Tracker entfallen, vor allem den iShares Core MSCI World, der mittlerweile 44 Milliarden Euro verwalte. "Die Käufe überwogen ganz klar."
Ebenfalls gefragt: MSCI World-Tracker von Amundi, MSCI ACWI-ETFs mit SRI-Filter von der UBS sowie S&P 500-ETFs von Invesco, SPDR und iShares. Torben Bendt, der bei Lang & Schwarz Indextracker handele, berichte von vielen Zuflüssen in den Vanguard FTSE All-World. Wieder eher auf den Verkaufslisten fänden sich asiatische Aktien, etwa mit dem HSBC Hang Seng Tech.
Im Handel mit Branchen-ETFs drehe sich laut Mohr viel um Basiskonsumgüter. Viel gekauft würden etwa der Xtrackers MSCI World Consumer Staples und der SPDR S&P US Consumer Staples Select. "Das sieht man eher selten." Ebenfalls Zuflüsse melde Mohr für Aktien aus der Technologie-, Finanz- und Energiebranche.
Technologie-ETFs mit Schwerpunkt Blockchain würden nach einem verlustreichen Jahr 2022 in diesem Jahr zu den Aktien-ETFs mit der besten Entwicklung gehören, wie die regelmäßig von justETF veröffentlichte Liste der besten Aktienindices zeige. Platz eins belege der MVIS global Digital Asset Equity, Grundlage des VanEck Crypto and Blockchain Innovators, Platz zwei der Solactive Blockchain, Grundlage des Global X Blockchain, Platz drei der NYSE FactSet Global Blockchain Technologies Capped, Grundlage für den iShares Blockchain Technology. Sie würden in diesem Jahr auf ein Plus von 61 Prozent, 60 Prozent und 52 Prozent kommen.
Was die Energiebranche angehe, mache sich der Preissprung von Öl bemerkbar. Die überraschend angekündigte Kürzung der Fördermenge durch die Staaten des Ölverbunds Opec+, aber auch der jüngste Rückgang der Ölreserven in den USA hätten den Ölpreis stark steigen lassen. Ein Barrel der Sorte Brent koste aktuell knapp 85 US-Dollar, Mitte März seien es nur 72 US-Dollar gewesen.
Bendt berichte von mehr Käufen des iShares Oil & Gas Exploration & Production-ETF. Öl-ETCs würden hingegen mal gekauft, mal verkauft, beispielsweise der dreifach gehebelte Short-ETC (ISIN IE00BLRPRK35 / WKN A3GL7F) von WisdomTree auf Brent Crude. Ebenfalls rege in beide Richtungen gehandelt: Gehebelte Gas-ETCs, short und long (ISIN IE00B76BRD76 / WKN A1VBKC; ISIN JE00BDD9Q956 / WKN A2BC4J).
Auch der Goldpreisanstieg schlage sich in den ETF-Umsätzen nieder. Der Preis für die Feinunze sei zuletzt auf 2.032 US-Dollar gestiegen, nicht weit vom Rekordhoch bei 2.075 US-Dollar vom August 2020 entfernt. Bei Lang & Schwarz würden Anleger*innen derzeit verstärkt zugreifen bei Goldminen-ETFs, etwa von L&G.
Das Thema Inflation beschäftige Anleger*innen offenbar weiter: Mohr berichte von Käufen für den Amundi Euro Inflation. Der biete Zugang zu inflationsgebundenen Staatsanleihen aus der Eurozone. Abgegeben werde hingegen der Amundi US Treasury 7-10 Hedged Euro (ISIN LU2153616169 / WKN A2P22R). Im Bereich der Unternehmensanleihen hätten Anleger*innen gerne auf europäische Papiere gesetzt, etwa mit dem iShares Core EUR Corp Bond. (Ausgabe vom 11.04.2023) (12.04.2023/fc/a/e)
"Trotz Feiertag waren die Umsätze so hoch wie in einer normalen Woche", berichte Frank Mohr von der Société Générale mit Blick auf die Karwoche. Grund sei wohl auch der Start in den April und das neue Quartal. "Da werden viele Sparpläne ausgeführt."
Der DAX habe die Verluste aus dem März längst wieder wettgemacht. Am Dienstagmittag, dem ersten Handelstag nach dem Osterwochenende, habe der Index bei 15.680 Punkten und damit nahe des Jahreshochs gestanden. Mit einem Plus von 11,6 Prozent seit Jahresanfang habe der DAX den S&P 500 abgehängt, der Index komme auf "nur" 7,5 Prozent. Der NASDAQ 100 habe sich mit plus 20 Prozent allerdings noch besser entwickelt.
Im ETF-Handel würden bei den großen Indices einmal mehr MSCI World- und S&P 500-Produkte dominieren. Die Hälfte der Umsätze sei Mohr zufolge vergangene Woche auf Welt-Tracker entfallen, vor allem den iShares Core MSCI World, der mittlerweile 44 Milliarden Euro verwalte. "Die Käufe überwogen ganz klar."
Ebenfalls gefragt: MSCI World-Tracker von Amundi, MSCI ACWI-ETFs mit SRI-Filter von der UBS sowie S&P 500-ETFs von Invesco, SPDR und iShares. Torben Bendt, der bei Lang & Schwarz Indextracker handele, berichte von vielen Zuflüssen in den Vanguard FTSE All-World. Wieder eher auf den Verkaufslisten fänden sich asiatische Aktien, etwa mit dem HSBC Hang Seng Tech.
Technologie-ETFs mit Schwerpunkt Blockchain würden nach einem verlustreichen Jahr 2022 in diesem Jahr zu den Aktien-ETFs mit der besten Entwicklung gehören, wie die regelmäßig von justETF veröffentlichte Liste der besten Aktienindices zeige. Platz eins belege der MVIS global Digital Asset Equity, Grundlage des VanEck Crypto and Blockchain Innovators, Platz zwei der Solactive Blockchain, Grundlage des Global X Blockchain, Platz drei der NYSE FactSet Global Blockchain Technologies Capped, Grundlage für den iShares Blockchain Technology. Sie würden in diesem Jahr auf ein Plus von 61 Prozent, 60 Prozent und 52 Prozent kommen.
Was die Energiebranche angehe, mache sich der Preissprung von Öl bemerkbar. Die überraschend angekündigte Kürzung der Fördermenge durch die Staaten des Ölverbunds Opec+, aber auch der jüngste Rückgang der Ölreserven in den USA hätten den Ölpreis stark steigen lassen. Ein Barrel der Sorte Brent koste aktuell knapp 85 US-Dollar, Mitte März seien es nur 72 US-Dollar gewesen.
Bendt berichte von mehr Käufen des iShares Oil & Gas Exploration & Production-ETF. Öl-ETCs würden hingegen mal gekauft, mal verkauft, beispielsweise der dreifach gehebelte Short-ETC (ISIN IE00BLRPRK35 / WKN A3GL7F) von WisdomTree auf Brent Crude. Ebenfalls rege in beide Richtungen gehandelt: Gehebelte Gas-ETCs, short und long (ISIN IE00B76BRD76 / WKN A1VBKC; ISIN JE00BDD9Q956 / WKN A2BC4J).
Auch der Goldpreisanstieg schlage sich in den ETF-Umsätzen nieder. Der Preis für die Feinunze sei zuletzt auf 2.032 US-Dollar gestiegen, nicht weit vom Rekordhoch bei 2.075 US-Dollar vom August 2020 entfernt. Bei Lang & Schwarz würden Anleger*innen derzeit verstärkt zugreifen bei Goldminen-ETFs, etwa von L&G.
Das Thema Inflation beschäftige Anleger*innen offenbar weiter: Mohr berichte von Käufen für den Amundi Euro Inflation. Der biete Zugang zu inflationsgebundenen Staatsanleihen aus der Eurozone. Abgegeben werde hingegen der Amundi US Treasury 7-10 Hedged Euro (ISIN LU2153616169 / WKN A2P22R). Im Bereich der Unternehmensanleihen hätten Anleger*innen gerne auf europäische Papiere gesetzt, etwa mit dem iShares Core EUR Corp Bond. (Ausgabe vom 11.04.2023) (12.04.2023/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 627,9393 € | 627,25 € | 0,6893 € | +0,11% | 17.04./08:18 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU1681043599 | A2H59Q | 628,50 € | 477,31 € | |
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