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ETF-Handel: Batterie- und KI-Unternehmen gefragt
27.09.23 12:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - An den Börsen ist die Stimmung gedrückt, eine Verkaufswelle am ETF-Markt ist aber nicht zu sehen, so die Deutsche Börse AG.
"Der Handel verläuft ruhig und ohne klare Tendenz", berichte Ivo Orlemann von der ICF Bank. Auch Leo Puschmann von Lang & Schwarz melde Käufe und Verkäufe gleichermaßen, Frank Mohr von der Société Générale sogar einen klaren Kaufüberhang.
Dabei gelte das Interesse vor allem globalen und US-Aktien, wie Mohr feststelle. Auf den Einkaufslisten stünden beispielsweise MSCI World-ETFs von iShares (ISIN IE00B4L5Y983/ WKN A0RPWH) und S&P 500-Tracker von SPDR (ISIN IE00B6YX5C33/ WKN A1JULM) oder Vanguard (ISIN IE00B3XXRP09/ WKN A1JX53). Eher abgegeben würden ETFs mit Zugang zu europäischen Aktien. Der iShares Core DAX sei wiederum beliebt (ISIN DE0005933931/ WKN 593393). Dabei habe der deutsche Leitindex zuletzt kräftig verloren: Am Dienstagmittag stehe der DAX nur noch bei 15.340 Punkten, Mitte September seien es noch fast 15.900 gewesen, Ende Juli sogar 16.524 Zähler.
Paukenschlag in Europas ETF-Branche: Der spezialisierte Londoner ETF-Emittent Rize ETF werde von ARK Invest übernommen, der Investmentgesellschaft der bekannten US-Investorin Cathie Wood. Damit habe ARK Invest nun erstmals auch in Europa ein Standbein. Wood stehe für risikoreiche Investments in disruptive Technologien wie KI, Robotik und E-Mobilität. Vor allem zu Anfang der Corona-Pandemie sei ihr Flaggschifffonds "Ark Innovation ETF" extrem erfolgreich gewesen. Im Zuge der Übernahme sollten Rize-ETFs schrittweise zur Marke ARK Invest Europe überführt werden. Die Spezialisierung von Rize auf thematische und nachhaltige Produkte solle aber erhalten bleiben. Auf Xetra gebe es aktuell 11 ETFs von Rize, fast alle zu ausgefallenen Themen wie Sustainable Future of Food, medizinisches Cannabis, Kreislaufwirtschaft oder Haustierbedarf.
Im Geschäft mit Branchen-ETFs würden einmal mehr Technologie-Tracker punkten. "Die sind immer beliebt", stelle Puschmann von Lang & Schwarz fest. Immer wieder nachgefragt bei der ICF: der L&G Battery Value Chain (ISIN IE00BF0M2Z96/ WKN A2H5GK). Der bilde Unternehmen auf der gesamten Lieferkette der Batterieproduktion ab, von der Rohstoffförderung bis hin zu Entwicklung. Auf Dreijahressicht komme er auf ein Kursplus von 22 Prozent pro Jahr. Kund*innen der Société Générale würden gerne auf Unternehmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz setzen, etwa mit dem Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data (ISIN IE00BGV5VN51/ WKN A2N6LC) und dem WisdomTree Artificial Intelligence (ISIN IE00BDVPNG13/ WKN A2N7KX). Die würden auf Dreijahressicht immerhin auf 17 Prozent und 11 Prozent im Jahr kommen. Ebenfalls gesucht: Energie-ETFs (ISIN IE00BM67HM91/ WKN A113FF). Abgestoßen würden hingegen Immobilien-ETFs wie der iShares Developed Markets Property Yield (ISIN IE00B1FZS350/ WKN A0LEW8).
Favoriten im Bereich der Anleihen-ETFs seien weiter Geldmarkt- und geldmarktnahe Tracker, wie Mohr berichte, konkret der Lyxor Euro Overnight Return (ISIN FR0010510800/ WKN LYX0B6), der iShares EUR Ultrashort Bond (ISIN IE00BCRY6557/ WKN A1W375) und der Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap (ISIN LU0290358497/ WKN DBX0AN).
Der Markt für aktive ETFs wachse stark und werde auch weiter kräftig wachsen, das sei das Ergebnis einer Studie des Analysehauses Scope Fund Analysis. Noch seien diese besonderen ETFs in Europa - anders als in den USA - ein Nischenprodukt. Rund 26 Milliarden Euro hätten der Studie zufolge Ende Juni 2023 in den in Deutschland vertriebenen Produkten gesteckt. Zum Vergleich: In den insgesamt über 2.000 auf Xetra gehandelten ETFs seien fast 1,2 Billionen Euro investiert. "Doch das Segment wachst sowohl produkt- als auch anbieterseitig kräftig - nicht zuletzt, weil Anleger zunehmend erkennen, dass die ETF-Hülle auch für aktiv verwaltete Strategien geeignet ist", schreibe Scope. Die Bewertung sei noch schwierig, da die meisten aktiven ETFs noch jung seien. "Nach Vorliegen eines Track Records von mindestens drei, besser fünf Jahren könnten aktive ETF jedoch künftig insbesondere für institutionelle Kunden und private Selbstentscheider sehr interessant werden." Der Grund: die Chance auf Mehrrendite bei gleichzeitig niedrigen Kosten. Laut Scope könnten aktive ETFs zum Game Changer in der anhaltenden Aktiv-Passiv-Debatte werden. Aktive ETFs würden im Gegensatz zu den klassischen, rein passiven Varianten nicht einfach einem Index folgen. Vielmehr würden sie von einem Fondsmanager aktiv gesteuert, oder sie würden einen eigens entwickelten Index abbilden. Wichtige Anbieter seien JP Morgan und Fidelity, aber auch Pimco, Ossiam und VanEck. (Ausgabe vom 26.09.2023) (27.09.2023/fc/a/e)
"Der Handel verläuft ruhig und ohne klare Tendenz", berichte Ivo Orlemann von der ICF Bank. Auch Leo Puschmann von Lang & Schwarz melde Käufe und Verkäufe gleichermaßen, Frank Mohr von der Société Générale sogar einen klaren Kaufüberhang.
Dabei gelte das Interesse vor allem globalen und US-Aktien, wie Mohr feststelle. Auf den Einkaufslisten stünden beispielsweise MSCI World-ETFs von iShares (ISIN IE00B4L5Y983/ WKN A0RPWH) und S&P 500-Tracker von SPDR (ISIN IE00B6YX5C33/ WKN A1JULM) oder Vanguard (ISIN IE00B3XXRP09/ WKN A1JX53). Eher abgegeben würden ETFs mit Zugang zu europäischen Aktien. Der iShares Core DAX sei wiederum beliebt (ISIN DE0005933931/ WKN 593393). Dabei habe der deutsche Leitindex zuletzt kräftig verloren: Am Dienstagmittag stehe der DAX nur noch bei 15.340 Punkten, Mitte September seien es noch fast 15.900 gewesen, Ende Juli sogar 16.524 Zähler.
Im Geschäft mit Branchen-ETFs würden einmal mehr Technologie-Tracker punkten. "Die sind immer beliebt", stelle Puschmann von Lang & Schwarz fest. Immer wieder nachgefragt bei der ICF: der L&G Battery Value Chain (ISIN IE00BF0M2Z96/ WKN A2H5GK). Der bilde Unternehmen auf der gesamten Lieferkette der Batterieproduktion ab, von der Rohstoffförderung bis hin zu Entwicklung. Auf Dreijahressicht komme er auf ein Kursplus von 22 Prozent pro Jahr. Kund*innen der Société Générale würden gerne auf Unternehmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz setzen, etwa mit dem Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data (ISIN IE00BGV5VN51/ WKN A2N6LC) und dem WisdomTree Artificial Intelligence (ISIN IE00BDVPNG13/ WKN A2N7KX). Die würden auf Dreijahressicht immerhin auf 17 Prozent und 11 Prozent im Jahr kommen. Ebenfalls gesucht: Energie-ETFs (ISIN IE00BM67HM91/ WKN A113FF). Abgestoßen würden hingegen Immobilien-ETFs wie der iShares Developed Markets Property Yield (ISIN IE00B1FZS350/ WKN A0LEW8).
Favoriten im Bereich der Anleihen-ETFs seien weiter Geldmarkt- und geldmarktnahe Tracker, wie Mohr berichte, konkret der Lyxor Euro Overnight Return (ISIN FR0010510800/ WKN LYX0B6), der iShares EUR Ultrashort Bond (ISIN IE00BCRY6557/ WKN A1W375) und der Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap (ISIN LU0290358497/ WKN DBX0AN).
Der Markt für aktive ETFs wachse stark und werde auch weiter kräftig wachsen, das sei das Ergebnis einer Studie des Analysehauses Scope Fund Analysis. Noch seien diese besonderen ETFs in Europa - anders als in den USA - ein Nischenprodukt. Rund 26 Milliarden Euro hätten der Studie zufolge Ende Juni 2023 in den in Deutschland vertriebenen Produkten gesteckt. Zum Vergleich: In den insgesamt über 2.000 auf Xetra gehandelten ETFs seien fast 1,2 Billionen Euro investiert. "Doch das Segment wachst sowohl produkt- als auch anbieterseitig kräftig - nicht zuletzt, weil Anleger zunehmend erkennen, dass die ETF-Hülle auch für aktiv verwaltete Strategien geeignet ist", schreibe Scope. Die Bewertung sei noch schwierig, da die meisten aktiven ETFs noch jung seien. "Nach Vorliegen eines Track Records von mindestens drei, besser fünf Jahren könnten aktive ETF jedoch künftig insbesondere für institutionelle Kunden und private Selbstentscheider sehr interessant werden." Der Grund: die Chance auf Mehrrendite bei gleichzeitig niedrigen Kosten. Laut Scope könnten aktive ETFs zum Game Changer in der anhaltenden Aktiv-Passiv-Debatte werden. Aktive ETFs würden im Gegensatz zu den klassischen, rein passiven Varianten nicht einfach einem Index folgen. Vielmehr würden sie von einem Fondsmanager aktiv gesteuert, oder sie würden einen eigens entwickelten Index abbilden. Wichtige Anbieter seien JP Morgan und Fidelity, aber auch Pimco, Ossiam und VanEck. (Ausgabe vom 26.09.2023) (27.09.2023/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 81,89 € | 81,34 € | 0,55 € | +0,68% | 16.04./22:02 |
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| IE00BDVPNG13 | A2N7KX | 82,57 € | 45,83 € | |
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