Erweiterte Funktionen
ETF-Handel: Chinas Aktien - enttäuschte und hoffnungsvolle Anleger
25.08.21 11:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die deutlichen Kursverluste an Chinas Börsen in den vergangenen Wochen und Monaten treiben auch ETF-Anleger um, so die Deutsche Börse AG.
Die Umsätze mit China-ETFs seien hoch, es werde aber gekauft und verkauft. "Die einen verzweifeln, die anderen sehen das als Chance und steigen ein", berichte Andreas Schröer von Lang & Schwarz. Hohe Umsätze melde der Händler etwa für den Xtrackers MSCI China.
Der habe seit Jahresanfang mittlerweile 13,4 Prozent an Wert verloren. Die Rendite auf Dreijahressicht sei auf 4 Prozent p.a. zusammengeschrumpft. Der umsatzstarke Xtrackers CSI 300 Swap liege seit Jahresanfang hingegen noch mit 3,3 Prozent im Plus, in den vergangenen Jahren habe er 22,6 Prozent im Jahr zugelegt.
Der MSCI China bilde große und mittelgroße Aktien ab, darunter in Shanghai und Shenzen gehandelte Aktien in Renminbi (A-Aktien), in Hongkong gehandelte Festlandsaktien (H-Aktien), in Shanghai oder Shenzhen gehandelte Aktien in ausländischer Währung (B-Aktien) und an Auslandsbörsen gelistete Aktien (ADRs). Mit 730 Indexmitgliedern decke der Index rund 85 Prozent von Chinas Aktien-Universum ab. Der CSI 300 enthalte hingegen nur die 300 größten in Shanghai und Shenzen gehandelten A-Aktien in Renminbi.
Ebenfalls viel gehandelt würden laut Schröer wegen der Nachrichten aus China Emerging Markets-ETFs, zum Beispiel der Vanguard FTSE Emerging Markets. Auch der habe in den vergangenen Monaten kräftig Federn lassen müssen, liege mit 3,5 Prozent seit Jahresanfang aber noch in der Gewinnzone.
Chinas Regulierer würden immer mehr in den Markt eingreifen: Nachdem schon im Oktober vergangenen Jahres Chinas Technologiebranche mit Alibaba und Co ins Visier geraten sei, seien im Juli dieses Jahres private Nachhilfeunternehmen - ein großes Geschäft in China - verboten worden. Der Immobiliensektor stehe unter wachsender Beobachtung.
Nach Einschätzung der Fondsgesellschaft DWS sei mit einem baldigen Ende solcher Vorstöße nicht zu rechnen, sie seien aber auch nicht durchweg schlecht: "Kurzfristig mögen die Eingriffe schaden, langfristig könnten sie die Stabilität erhöhen." Die Regulierung sei im Rahmen der Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik zu sehen, die ein ausgeglicheneres Wachstum und größeren sozialen Ausgleich anstrebe.
China und Nachhaltigkeit - das passe für viele Anleger nicht so recht zusammen. Doch Anleger könnten zunehmend auf China und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit setzen. Ende Juli sei BNP Paribas mit einem neuen Produkt auf nach SRI-Kriterien ausgewählte chinesische Aktien auf den Markt gekommen: Dem BNP Paribas Easy MSCI China Select SRI S-Series 10% Capped in Euro (ISIN LU2314312849 / WKN A3CT5A) oder US-Dollar. Der ermögliche den Zugang zu großen und mittelgroßen chinesischen Unternehmen, die nach dem Best-in-Class-Ansatz innerhalb ihrer Branche das beste ESG-Profil aufweisen würden. Schon älteren Datums sei der ebenfalls chinesische Aktien abbildende UBS MSCI China ESG Universal (ISIN LU1953188833 / WKN A2PESQ). Auf ESG-konforme chinesische Anleihen beziehe sich der L&G ESG China CNY Bond (ISIN IE000F472DU7 / WKN A3CRXS; ISIN IE00BLRPQL76 / WKN A2QFVU).
Industrieländer-ETFs würden unterdessen gefragt bleiben. Schröer melde eine anhaltend hohe Nachfrage nach klassischen ETFs wie MSCI World-, aber auch DAX-Trackern. Der DAX habe sich nach seinem kurzen Rücksetzer vergangene Woche wieder erholt und stehe am Dienstagmittag bei 15.905 Punkten. An den US-Börsen habe sich die am Freitag begonnene Erholung fortgesetzt, S&P 500 und NASDAQ seien sogar auf neue Rekordhochs geklettert.
Anhaltend hohe Umsätze melde Schröer außerdem für Kryptowährungs-ETNs. "Da geht weiter richtig viel um, in beiden Richtungen." Seit Mitte Juli sei der Bitcoin-Kurs wieder gestiegen, aktuell liege er bei 49.747 US-Dollar. Zuvor habe sich der Kurs vom Allzeithoch bei 64.749 US-Dollar im April halbiert auf rund 30.000 US-Dollar im Juli. (Ausgabe vom 24.08.2021) (25.08.2021/fc/a/e)
Die Umsätze mit China-ETFs seien hoch, es werde aber gekauft und verkauft. "Die einen verzweifeln, die anderen sehen das als Chance und steigen ein", berichte Andreas Schröer von Lang & Schwarz. Hohe Umsätze melde der Händler etwa für den Xtrackers MSCI China.
Der habe seit Jahresanfang mittlerweile 13,4 Prozent an Wert verloren. Die Rendite auf Dreijahressicht sei auf 4 Prozent p.a. zusammengeschrumpft. Der umsatzstarke Xtrackers CSI 300 Swap liege seit Jahresanfang hingegen noch mit 3,3 Prozent im Plus, in den vergangenen Jahren habe er 22,6 Prozent im Jahr zugelegt.
Der MSCI China bilde große und mittelgroße Aktien ab, darunter in Shanghai und Shenzen gehandelte Aktien in Renminbi (A-Aktien), in Hongkong gehandelte Festlandsaktien (H-Aktien), in Shanghai oder Shenzhen gehandelte Aktien in ausländischer Währung (B-Aktien) und an Auslandsbörsen gelistete Aktien (ADRs). Mit 730 Indexmitgliedern decke der Index rund 85 Prozent von Chinas Aktien-Universum ab. Der CSI 300 enthalte hingegen nur die 300 größten in Shanghai und Shenzen gehandelten A-Aktien in Renminbi.
Chinas Regulierer würden immer mehr in den Markt eingreifen: Nachdem schon im Oktober vergangenen Jahres Chinas Technologiebranche mit Alibaba und Co ins Visier geraten sei, seien im Juli dieses Jahres private Nachhilfeunternehmen - ein großes Geschäft in China - verboten worden. Der Immobiliensektor stehe unter wachsender Beobachtung.
Nach Einschätzung der Fondsgesellschaft DWS sei mit einem baldigen Ende solcher Vorstöße nicht zu rechnen, sie seien aber auch nicht durchweg schlecht: "Kurzfristig mögen die Eingriffe schaden, langfristig könnten sie die Stabilität erhöhen." Die Regulierung sei im Rahmen der Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik zu sehen, die ein ausgeglicheneres Wachstum und größeren sozialen Ausgleich anstrebe.
China und Nachhaltigkeit - das passe für viele Anleger nicht so recht zusammen. Doch Anleger könnten zunehmend auf China und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit setzen. Ende Juli sei BNP Paribas mit einem neuen Produkt auf nach SRI-Kriterien ausgewählte chinesische Aktien auf den Markt gekommen: Dem BNP Paribas Easy MSCI China Select SRI S-Series 10% Capped in Euro (ISIN LU2314312849 / WKN A3CT5A) oder US-Dollar. Der ermögliche den Zugang zu großen und mittelgroßen chinesischen Unternehmen, die nach dem Best-in-Class-Ansatz innerhalb ihrer Branche das beste ESG-Profil aufweisen würden. Schon älteren Datums sei der ebenfalls chinesische Aktien abbildende UBS MSCI China ESG Universal (ISIN LU1953188833 / WKN A2PESQ). Auf ESG-konforme chinesische Anleihen beziehe sich der L&G ESG China CNY Bond (ISIN IE000F472DU7 / WKN A3CRXS; ISIN IE00BLRPQL76 / WKN A2QFVU).
Industrieländer-ETFs würden unterdessen gefragt bleiben. Schröer melde eine anhaltend hohe Nachfrage nach klassischen ETFs wie MSCI World-, aber auch DAX-Trackern. Der DAX habe sich nach seinem kurzen Rücksetzer vergangene Woche wieder erholt und stehe am Dienstagmittag bei 15.905 Punkten. An den US-Börsen habe sich die am Freitag begonnene Erholung fortgesetzt, S&P 500 und NASDAQ seien sogar auf neue Rekordhochs geklettert.
Anhaltend hohe Umsätze melde Schröer außerdem für Kryptowährungs-ETNs. "Da geht weiter richtig viel um, in beiden Richtungen." Seit Mitte Juli sei der Bitcoin-Kurs wieder gestiegen, aktuell liege er bei 49.747 US-Dollar. Zuvor habe sich der Kurs vom Allzeithoch bei 64.749 US-Dollar im April halbiert auf rund 30.000 US-Dollar im Juli. (Ausgabe vom 24.08.2021) (25.08.2021/fc/a/e)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 16,564 € | 16,656 € | -0,092 € | -0,55% | 17.04./09:42 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0514695690 | DBX0G2 | 18,93 € | 14,00 € | |
Werte im Artikel




