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ETF-Handel: Deutsche Firmen in allen Facetten gefragt
19.09.17 15:53
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Von neuen Allzeithochs an der Wall Street und steigenden Kursen am heimischen Aktienmarkt scheinen sich ETF-Anleger nur bedingt mitreißen zu lassen, so die Deutsche Börse AG.
Händler würden von einem gemischten Geschäft mit Indexfonds berichten. "Unsere ETF-Umsätze sind mit dem Ende der Urlaubszeit deutlich angezogen", melde Oliver Kilian von der UniCredit. Auch der Montag könne sich sehen lassen. "Gestern erreichten die Umsätze ein Drittel des Gesamtaufkommens der vergangenen Woche."
Dem gegenüber würden sich die Kunden der Commerzbank tendenziell zurückhalten. "Mit 27.000 ETF-Trades blicken wir auf eine vergleichsweise verhaltene Woche", bemerke Frank Mohr. Über alle Anlageklassen hinweg überwögen mit 53 Prozent die Abgaben.
Allem voran würden sich Anleger laut Commerzbank für Unternehmen der Industrienationen interessieren. EURO STOXX 50- (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN LU0378434079 / WKN ETF050) und S&P 500-Tracker hätten die Bestenliste angeführt. "Beide werden bei uns stark gehandelt und in Summe abgestoßen", präzisiere Frank Mohr. Gleichzeitig seien französische Standardaktien im CAC unterm Strich in den Portfolios gelandet.
Die Gemengelage decke sich zum Teil mit den Beobachtungen von Kilian, der ebenfalls überwiegend Abflüsse bei EURO STOXX 50- (ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02, ISIN DE0005933956 / WKN 593395) und S&P 500-Produkten, aber auch MSCI Europe-ETFs ausmache. STOXX Europe 600-Werte würden auf beiden Seiten gespielt. Hinsichtlich der weiteren Aussichten für Aktien mittelgroßer Unternehmen aus Hongkong, Singapur, Australien und Neuseeland scheinen Investoren tendenziell zuversichtlich, so die Deutsche Börse AG. Etwa verbuche die UniCredit unterm Strich Zuflüsse für MSCI Pacific ex Japan-Tracker (ISIN IE00B52MJY50 / WKN A0YEDR).
An hiesigen Aktien würden Investoren anscheinend zumeist Gefallen finden. Kilian spreche von Kaufüberhängen etwa bei DAX- (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01), MDAX- und TecDAX-ETFs.
Die Bilanz des TecDAX könne sich in diesem Jahr mit einem Plus von über 30 Prozent durchaus sehen lassen. Demgegenüber hätten MDAX und DAX jeweils gut 14 und 9 Prozent geschafft. Die gesamte Technologiebranche werde Analysten zufolge von Kursgewinnen bei Schwergewichten wie Apple und Alphabet getrieben. Hinzu komme, dass viele Unternehmen im hiesigen Branchenindex üblicherweise weniger von Exporten gelebt hätten und deshalb den teuren Euro besser wegstecken könnten.
ETFs mit Schwellenländer-Aktien seien nach Beobachtung von Kilian auf überschaubare Gegenliebe gestoßen. Breit engagierte Portfolios wie Tracker des MSCI Emerging Markets würden auf niedrigem Niveau mit einem leichten Kaufüberhang gehandelt.
Mit Blick auf die Branchen informiere Mohr über deutlichen Zuspruch zu Finanzwerten (ISIN FR0010930644 / WKN A1C7AK), Technologie- und Energieaktien. "Die drei Bereiche machen rund 50 Prozent der Umsätze mit Sektor-ETFs aus." Von europäischen Immobilien etwa im FTSE Epra/Nareit Developed Europe Net Total Return Index würden Anleger in Summe Abschied nehmen, wie Kilian bemerke.
Das Geschäft mit Renten-ETFs nehme laut Mohr mit einem Anteil von 15 Prozent am ETF-Gesamtaufkommen an Fahrt auf. Zu den meist gehandelten und in Summe verkauften Werten hätten ein- bis dreijährige Staatsanleihen der Euroländer im Barclays Capital 1-3 Year Euro Treasury Bond Index (ISIN IE00B6YX5F63 / WKN A1JKSV) gehört. Ebenso hätten sich Investoren tendenziell von ihren Bund-Future-Short-Positionen verabschiedet.
Zu den beliebtesten Einzelwerten bei der UniCredit zähle der Pimco US Dollar Short Maturity Source ETF (ISIN IE00B67B7N93 / WKN A1JE9L), der primär in kurzlaufende, auf US-Dollar lautende festverzinsliche Wertpapiere investiere. "Anleger griffen in Summe zu." Ebenso hätten sich Investoren per Saldo für Anleihen aufstrebender Staaten in lokaler Währung (ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV) interessiert. "Produkte mit Unternehmensanleihen werden in kleineren Stückzahlen rege hin- und hergehandelt."
Gefragte Produkte mit Inflationsschutz beispielsweise basiert auf dem Barclays Euro Government Inflation Linked Bond-Index hätten zum Wochenbeginn eine große Rolle gespielt. Die von der in München ansässigen deutschen UniCredit-Tochter berechnete diesjährige Preissteigerung von 3,1 Prozent auf der gegenwärtig stattfindenden Wiesn hätten Anleger damit wohl nicht auffangen können. Denn diese liege weit über der allgemeinen Teuerung. Der so genannte Wiesn Visitor Price-Index enthalte die Preisbewegungen für zwei Maß Bier, ein halbes Hendl und eine Fahrkarte der Münchner Verkehrsgesellschaft. (19.09.2017/fc/a/e)
Händler würden von einem gemischten Geschäft mit Indexfonds berichten. "Unsere ETF-Umsätze sind mit dem Ende der Urlaubszeit deutlich angezogen", melde Oliver Kilian von der UniCredit. Auch der Montag könne sich sehen lassen. "Gestern erreichten die Umsätze ein Drittel des Gesamtaufkommens der vergangenen Woche."
Dem gegenüber würden sich die Kunden der Commerzbank tendenziell zurückhalten. "Mit 27.000 ETF-Trades blicken wir auf eine vergleichsweise verhaltene Woche", bemerke Frank Mohr. Über alle Anlageklassen hinweg überwögen mit 53 Prozent die Abgaben.
Allem voran würden sich Anleger laut Commerzbank für Unternehmen der Industrienationen interessieren. EURO STOXX 50- (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN LU0378434079 / WKN ETF050) und S&P 500-Tracker hätten die Bestenliste angeführt. "Beide werden bei uns stark gehandelt und in Summe abgestoßen", präzisiere Frank Mohr. Gleichzeitig seien französische Standardaktien im CAC unterm Strich in den Portfolios gelandet.
Die Gemengelage decke sich zum Teil mit den Beobachtungen von Kilian, der ebenfalls überwiegend Abflüsse bei EURO STOXX 50- (ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02, ISIN DE0005933956 / WKN 593395) und S&P 500-Produkten, aber auch MSCI Europe-ETFs ausmache. STOXX Europe 600-Werte würden auf beiden Seiten gespielt. Hinsichtlich der weiteren Aussichten für Aktien mittelgroßer Unternehmen aus Hongkong, Singapur, Australien und Neuseeland scheinen Investoren tendenziell zuversichtlich, so die Deutsche Börse AG. Etwa verbuche die UniCredit unterm Strich Zuflüsse für MSCI Pacific ex Japan-Tracker (ISIN IE00B52MJY50 / WKN A0YEDR).
Die Bilanz des TecDAX könne sich in diesem Jahr mit einem Plus von über 30 Prozent durchaus sehen lassen. Demgegenüber hätten MDAX und DAX jeweils gut 14 und 9 Prozent geschafft. Die gesamte Technologiebranche werde Analysten zufolge von Kursgewinnen bei Schwergewichten wie Apple und Alphabet getrieben. Hinzu komme, dass viele Unternehmen im hiesigen Branchenindex üblicherweise weniger von Exporten gelebt hätten und deshalb den teuren Euro besser wegstecken könnten.
ETFs mit Schwellenländer-Aktien seien nach Beobachtung von Kilian auf überschaubare Gegenliebe gestoßen. Breit engagierte Portfolios wie Tracker des MSCI Emerging Markets würden auf niedrigem Niveau mit einem leichten Kaufüberhang gehandelt.
Mit Blick auf die Branchen informiere Mohr über deutlichen Zuspruch zu Finanzwerten (ISIN FR0010930644 / WKN A1C7AK), Technologie- und Energieaktien. "Die drei Bereiche machen rund 50 Prozent der Umsätze mit Sektor-ETFs aus." Von europäischen Immobilien etwa im FTSE Epra/Nareit Developed Europe Net Total Return Index würden Anleger in Summe Abschied nehmen, wie Kilian bemerke.
Das Geschäft mit Renten-ETFs nehme laut Mohr mit einem Anteil von 15 Prozent am ETF-Gesamtaufkommen an Fahrt auf. Zu den meist gehandelten und in Summe verkauften Werten hätten ein- bis dreijährige Staatsanleihen der Euroländer im Barclays Capital 1-3 Year Euro Treasury Bond Index (ISIN IE00B6YX5F63 / WKN A1JKSV) gehört. Ebenso hätten sich Investoren tendenziell von ihren Bund-Future-Short-Positionen verabschiedet.
Zu den beliebtesten Einzelwerten bei der UniCredit zähle der Pimco US Dollar Short Maturity Source ETF (ISIN IE00B67B7N93 / WKN A1JE9L), der primär in kurzlaufende, auf US-Dollar lautende festverzinsliche Wertpapiere investiere. "Anleger griffen in Summe zu." Ebenso hätten sich Investoren per Saldo für Anleihen aufstrebender Staaten in lokaler Währung (ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV) interessiert. "Produkte mit Unternehmensanleihen werden in kleineren Stückzahlen rege hin- und hergehandelt."
Gefragte Produkte mit Inflationsschutz beispielsweise basiert auf dem Barclays Euro Government Inflation Linked Bond-Index hätten zum Wochenbeginn eine große Rolle gespielt. Die von der in München ansässigen deutschen UniCredit-Tochter berechnete diesjährige Preissteigerung von 3,1 Prozent auf der gegenwärtig stattfindenden Wiesn hätten Anleger damit wohl nicht auffangen können. Denn diese liege weit über der allgemeinen Teuerung. Der so genannte Wiesn Visitor Price-Index enthalte die Preisbewegungen für zwei Maß Bier, ein halbes Hendl und eine Fahrkarte der Münchner Verkehrsgesellschaft. (19.09.2017/fc/a/e)
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