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ETF-Handel: Europäische Aktien angesagt
16.06.21 10:49
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Enthusiasmus für Aktien ist derzeit offenbar kaum zu bremsen, so die Deutsche Börse AG.
DAX und S&P 500 hätten trotz Preisdruck zum Wochenbeginn neue Allzeithochs markiert. "Inflation ist anscheinend gut für Vermögenswerte insgesamt", stelle Hubert Heuclin von der BNP Paribas fest. Denn auch die Nachfrage nach Anleihen sei gestiegen. Wie nachhaltig die Entwicklung sei, werde sich zeigen, sobald die Notenbanken damit beginnen würden, ihre Unterstützung zu drosseln. Für anhaltendes wirtschaftliches Wachstum spreche jedenfalls die Tatsache, dass viele Unternehmen nach der Krise wieder mehr investieren würden, statt die Gewinne größtenteils an Aktionäre auszuschütten. "Das wird auch Aktiengewinner hervorbringen."
Im ETF-Handel habe der Schwerpunkt der BNP Paribas-Kunden vergangene Woche eindeutig auf Aktien gelegen. Anleger hätten sich unter anderem in Unternehmen aus der Währungsunion positioniert. Zu den Gewinnern zähle Heuclin Tracker des EURO STOXX 50 etwa von Xtrackers und iShares sowie MSCI EMU. Käufer von Produkten basierend auf dem EURO STOXX Select Dividend 30 (ISIN IE00B0M62S72 / WKN A0HGV4) hätten sich überdurchschnittliche Ausschüttungen von Unternehmen aus dem Euroraum erhofft. Gesamteuropäische Aktienindices wie der MSCI Europe- STOXX Europe 600- und MSCI Europe Enhanced Value-ETFs (ISIN IE00BQN1K901 / WKN A12DPP) hätten in Summe Zuflüsse gesehen. Eine Ausnahme bilde ein MSCI Europe-Produkt von Lyxor. Hier seien Anleger ausgestiegen.
Carsten Schröder von der Société Générale berichte von einer vergleichsweise ruhigen Woche im ETF-Handel mit einem eher durchschnittlichen Aufkommen. Umsatz-Spitzenreiter auf der Kaufseite sei ein MSCI Emerging Markets-Produkt von Xtrackers. Für das Produkt hätten sich auch Heuclins Kunden in größerem Stil entschieden. China sei mit gut einem Drittel im Index am stärksten vertreten, gefolgt von Taiwan und Südkorea mit jeweils über 13 Prozent. Insgesamt würden über 1.400 Unternehmen aus 27 Schwellenländern zum Portfolio gehören, das damit etwa 85 Prozent der Marktkapitalisierung in den aufstrebenden Staaten abdecke. Im Plus sehe Heuclin zudem ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Produkt (ISIN IE00BYVJRP78 / WKN A2AFCZ) basierend auf dem MSCI Emerging Markets SRI Select Reduced Fossil Fuel.
Rang zwei der meist gekauften ETFs belege bei Schröder ein klassisches MSCI-World-Produkt. Heuclin spreche von Nachfrage nach einem Tracker (ISIN IE00BP3QZB59 / WKN A12ATG) des MSCI World Enhanced Value. Gleichzeitig verabschiedeten sich Anleger von Aktien im STOXX Global Select Dividend 100.
Uneinheitlich scheinen Anleger hinsichtlich der künftigen Chancen mit US-Werten, so die Deutsche Börse AG. Nennenswerte Abflüsse sehe Heuclin in einem Tracker des Morningstar US Large-Mid Cap (ISIN LU1781540957 / WKN LYX0YB). Auch von einem S&P 500 ESG-Produkt (ISIN IE00BKS7L097 / WKN A2PX8A) hätten sich Anleger unterm Strich getrennt. Die klassischen S&P 500-Varianten etwa von Vanguard oder INVESCO landeten hingegen zumeist in den Depots. Das gelte auch für ein auf Value-Aktien fokussierten MSCI USA-ETFs.
Engagements in Technologieaktien im MSCI World Information Technology seien für Schröder auch Ausdruck einer sich leicht zurückentwickelnden Angst vor dem Inflationsgespenst. "Die Renditen für Staatsanleihen sind wieder leicht gesunken." Ansonsten würden mit Blick auf die Branchen MSCI World Consumer Discretionary- und Versorger im S&P 500 Capped 35/20 Energy-ETFs eher zurückgegeben.
Andreas Schröer von Lang & Schwarz sehe aktuell auffällig viel Kaufnachfrage nach einem S&P Global Water 50-Produkt (ISIN IE00B1TXK627 / WKN A0MM0S), das Zugang zu den 50 größten und liquidesten börsennotierten Unternehmen weltweit, die in der Wasserversorgung und -aufbereitung aktiv seien. "Insgesamt halten sich im Aktiensegment Zuflüsse und Abflüsse bei uns in etwa die Waage."
Im Handel mit Rentenwerten registriere Schröder Interesse US-Dollar Schwellenländer-Bonds mit Nachhaltigkeitsfaktor. Ebenso kämen kurzlaufende Euro-Staatsanleihen auf der Kaufseite zum Tragen.
Heuclin unterstreiche das andauernde Interesse an chinesischen Staatsanleihen im FTSE Goldman Sachs China Government Bond. (Ausgabe vom 15.06.2021) (16.06.2021/fc/a/e)
DAX und S&P 500 hätten trotz Preisdruck zum Wochenbeginn neue Allzeithochs markiert. "Inflation ist anscheinend gut für Vermögenswerte insgesamt", stelle Hubert Heuclin von der BNP Paribas fest. Denn auch die Nachfrage nach Anleihen sei gestiegen. Wie nachhaltig die Entwicklung sei, werde sich zeigen, sobald die Notenbanken damit beginnen würden, ihre Unterstützung zu drosseln. Für anhaltendes wirtschaftliches Wachstum spreche jedenfalls die Tatsache, dass viele Unternehmen nach der Krise wieder mehr investieren würden, statt die Gewinne größtenteils an Aktionäre auszuschütten. "Das wird auch Aktiengewinner hervorbringen."
Im ETF-Handel habe der Schwerpunkt der BNP Paribas-Kunden vergangene Woche eindeutig auf Aktien gelegen. Anleger hätten sich unter anderem in Unternehmen aus der Währungsunion positioniert. Zu den Gewinnern zähle Heuclin Tracker des EURO STOXX 50 etwa von Xtrackers und iShares sowie MSCI EMU. Käufer von Produkten basierend auf dem EURO STOXX Select Dividend 30 (ISIN IE00B0M62S72 / WKN A0HGV4) hätten sich überdurchschnittliche Ausschüttungen von Unternehmen aus dem Euroraum erhofft. Gesamteuropäische Aktienindices wie der MSCI Europe- STOXX Europe 600- und MSCI Europe Enhanced Value-ETFs (ISIN IE00BQN1K901 / WKN A12DPP) hätten in Summe Zuflüsse gesehen. Eine Ausnahme bilde ein MSCI Europe-Produkt von Lyxor. Hier seien Anleger ausgestiegen.
Carsten Schröder von der Société Générale berichte von einer vergleichsweise ruhigen Woche im ETF-Handel mit einem eher durchschnittlichen Aufkommen. Umsatz-Spitzenreiter auf der Kaufseite sei ein MSCI Emerging Markets-Produkt von Xtrackers. Für das Produkt hätten sich auch Heuclins Kunden in größerem Stil entschieden. China sei mit gut einem Drittel im Index am stärksten vertreten, gefolgt von Taiwan und Südkorea mit jeweils über 13 Prozent. Insgesamt würden über 1.400 Unternehmen aus 27 Schwellenländern zum Portfolio gehören, das damit etwa 85 Prozent der Marktkapitalisierung in den aufstrebenden Staaten abdecke. Im Plus sehe Heuclin zudem ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Produkt (ISIN IE00BYVJRP78 / WKN A2AFCZ) basierend auf dem MSCI Emerging Markets SRI Select Reduced Fossil Fuel.
Uneinheitlich scheinen Anleger hinsichtlich der künftigen Chancen mit US-Werten, so die Deutsche Börse AG. Nennenswerte Abflüsse sehe Heuclin in einem Tracker des Morningstar US Large-Mid Cap (ISIN LU1781540957 / WKN LYX0YB). Auch von einem S&P 500 ESG-Produkt (ISIN IE00BKS7L097 / WKN A2PX8A) hätten sich Anleger unterm Strich getrennt. Die klassischen S&P 500-Varianten etwa von Vanguard oder INVESCO landeten hingegen zumeist in den Depots. Das gelte auch für ein auf Value-Aktien fokussierten MSCI USA-ETFs.
Engagements in Technologieaktien im MSCI World Information Technology seien für Schröder auch Ausdruck einer sich leicht zurückentwickelnden Angst vor dem Inflationsgespenst. "Die Renditen für Staatsanleihen sind wieder leicht gesunken." Ansonsten würden mit Blick auf die Branchen MSCI World Consumer Discretionary- und Versorger im S&P 500 Capped 35/20 Energy-ETFs eher zurückgegeben.
Andreas Schröer von Lang & Schwarz sehe aktuell auffällig viel Kaufnachfrage nach einem S&P Global Water 50-Produkt (ISIN IE00B1TXK627 / WKN A0MM0S), das Zugang zu den 50 größten und liquidesten börsennotierten Unternehmen weltweit, die in der Wasserversorgung und -aufbereitung aktiv seien. "Insgesamt halten sich im Aktiensegment Zuflüsse und Abflüsse bei uns in etwa die Waage."
Im Handel mit Rentenwerten registriere Schröder Interesse US-Dollar Schwellenländer-Bonds mit Nachhaltigkeitsfaktor. Ebenso kämen kurzlaufende Euro-Staatsanleihen auf der Kaufseite zum Tragen.
Heuclin unterstreiche das andauernde Interesse an chinesischen Staatsanleihen im FTSE Goldman Sachs China Government Bond. (Ausgabe vom 15.06.2021) (16.06.2021/fc/a/e)
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| 61,98 € | 61,49 € | 0,49 € | +0,80% | 17.04./12:51 |
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