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ETF-Handel: Europäische und US-Aktien bleiben allgemein gefragt
04.04.23 17:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Aktienpreise steigen weltweit weiter - der DAX hat in der vergangenen Woche bis heute gut 4 Prozent zugelegt und ein neues Jahreshoch gesetzt, MSCI World und Dow Jones legen ebenfalls zu, der NASDAQ 100 sogar etwas mehr, so die Deutsche Börse AG.
Auch im ETF-Handel werde wieder eifrig gekauft. Börsenhändler Jan Duisberg sei trotzdem erstaunt, wie schnell sich die Kurse wieder erholen würden. "So eine V-Formation sieht man selten." Viele würden jetzt auf dem falschen Fuß erwischt, die Angst vor zu starkem Engagement im Markt weiche jetzt der Angst, etwas zu verpassen. "Gerade vor den Ostertagen ohne Handel fürchten professionelle Asset-Manager, nicht dabei zu sein, falls es weiter nach oben geht".
Dennoch: "Anleger scheinen dem Umfeld noch nicht ganz zu trauen", schätze Holger Heinrich, der für die Baader Bank ETFs handele. Er berichte von 40 Prozent weniger Volumen im Vergleich zur Vorwoche. Wer aktiv sei, sei aber eher auf der Kaufseite zu finden. Zuflüsse überwögen die Abflüsse um 20 Prozent.
Auch Fabian Wörndl, der bei Lang & Schwarz Indextracker handele, beobachte bei etlichen ETFs vermehrt Käufe, zum Beispiel vom thesaurierenden Emerging Markets-Klassiker iShares Core MSCI EM IMI USD. Auch der MSCI World geniere ausreichend Nachfrage, wie üblich vor allem nach dem ETF von iShares. Zu allgemeinen Marktlage komme hier sicher hinzu, dass am Montag nicht nur ein neuer Monat begonnen habe, sondern auch das zweite Quartal. Viele Sparpläne würden zu solchen Daten ausgeführt.
Heinrich berichte von Käufen diverser Bluechip-Tracker der STOXX-Indices EURO STOXX 50, Europe 50 und Europe Large 200. Auch Nebenwerte wären gefragt, zum Beispiel über den iShares EURO STOXX Mid.
Und, wie Heinrich ergänze, engagierten sich Investor*innen weiterhin deutlich stärker in europäischen Titeln als in US-amerikanischen.
Aber auch die würden gekauft. Heinrich vermerke Nachfrage nach der ersten Reihe der US-Aktien, gekauft würde z.B. der klassische Dow Jones-ETF von iShares, ein MSCI USA-ETF von Amundi sowie eine etwas strengere ESG-Variante, der iShares MSCI USA ESG Enhanced UCITS ETF. Auch kleinere US-Unternehmen seien gesucht, etwa in Form des SPDR S&P 400 US Mid Cap oder des L&G Russell 2000 US Small Cap Quality (ISIN IE00B3CNHJ55 / WKN A0Q8H2).
US-Technologiewerte hätten gemessen am NASDAQ 100 in den ersten drei Monaten ein Rekordquartal hingelegt mit gut 20 Prozent im Plus.
Für Anleger*innen sei hier immer noch Luft nach oben. Duisberg notiere anhaltende Käufe des INVESCO EQQQ NASDAQ-100 UCITS ETF. "Hier sieht man weiter Nachholbedarf der Tech-Aktien". Gespielt würde das Thema gleichzeitig auf der Short-Seite mit einem dreifach gehebelten ETN (ISIN IE00BLRPRJ20 / WKN A3GL7D) von WisdomTree.
Trendwende: Wörndl sehe Käufe des Banken-ETFs iShares S&P U.S. Banks, der US-amerikanische Geldhäuser tracke.
Etwas exotischer sei für Duisberg die Nachfrage nach einem ETF mit Unternehmen der Wasserwirtschaft, der L&G Hydrogen Economy.
Im Bereich der Rohstoff- und Edelmetallverbriefungen berichte Wörndl von Goldkäufen. Besonders Xetra-Gold sei stark nachgefragt.
Duisberg erweitere das Thema um Kryptowährungen. Sowohl Gold als auch Coins hätten im Zuge der jüngsten Turbulenzen starken Zulauf gehabt, entsprechend wären die Preise gestiegen, die sich bis jetzt, trotz der Erholung am Aktienmarkt, gehalten hätten. Für den Händler sei die Nachfrage nach einem Ripple-Tracker (ISIN CH0454664043 / WKN A2UBKC) von 21Shares und nach einem Bitcoin-Tracker von VanEck bemerkenswert. (04.04.2023/fc/a/e)
Auch im ETF-Handel werde wieder eifrig gekauft. Börsenhändler Jan Duisberg sei trotzdem erstaunt, wie schnell sich die Kurse wieder erholen würden. "So eine V-Formation sieht man selten." Viele würden jetzt auf dem falschen Fuß erwischt, die Angst vor zu starkem Engagement im Markt weiche jetzt der Angst, etwas zu verpassen. "Gerade vor den Ostertagen ohne Handel fürchten professionelle Asset-Manager, nicht dabei zu sein, falls es weiter nach oben geht".
Dennoch: "Anleger scheinen dem Umfeld noch nicht ganz zu trauen", schätze Holger Heinrich, der für die Baader Bank ETFs handele. Er berichte von 40 Prozent weniger Volumen im Vergleich zur Vorwoche. Wer aktiv sei, sei aber eher auf der Kaufseite zu finden. Zuflüsse überwögen die Abflüsse um 20 Prozent.
Auch Fabian Wörndl, der bei Lang & Schwarz Indextracker handele, beobachte bei etlichen ETFs vermehrt Käufe, zum Beispiel vom thesaurierenden Emerging Markets-Klassiker iShares Core MSCI EM IMI USD. Auch der MSCI World geniere ausreichend Nachfrage, wie üblich vor allem nach dem ETF von iShares. Zu allgemeinen Marktlage komme hier sicher hinzu, dass am Montag nicht nur ein neuer Monat begonnen habe, sondern auch das zweite Quartal. Viele Sparpläne würden zu solchen Daten ausgeführt.
Heinrich berichte von Käufen diverser Bluechip-Tracker der STOXX-Indices EURO STOXX 50, Europe 50 und Europe Large 200. Auch Nebenwerte wären gefragt, zum Beispiel über den iShares EURO STOXX Mid.
Und, wie Heinrich ergänze, engagierten sich Investor*innen weiterhin deutlich stärker in europäischen Titeln als in US-amerikanischen.
US-Technologiewerte hätten gemessen am NASDAQ 100 in den ersten drei Monaten ein Rekordquartal hingelegt mit gut 20 Prozent im Plus.
Für Anleger*innen sei hier immer noch Luft nach oben. Duisberg notiere anhaltende Käufe des INVESCO EQQQ NASDAQ-100 UCITS ETF. "Hier sieht man weiter Nachholbedarf der Tech-Aktien". Gespielt würde das Thema gleichzeitig auf der Short-Seite mit einem dreifach gehebelten ETN (ISIN IE00BLRPRJ20 / WKN A3GL7D) von WisdomTree.
Trendwende: Wörndl sehe Käufe des Banken-ETFs iShares S&P U.S. Banks, der US-amerikanische Geldhäuser tracke.
Etwas exotischer sei für Duisberg die Nachfrage nach einem ETF mit Unternehmen der Wasserwirtschaft, der L&G Hydrogen Economy.
Im Bereich der Rohstoff- und Edelmetallverbriefungen berichte Wörndl von Goldkäufen. Besonders Xetra-Gold sei stark nachgefragt.
Duisberg erweitere das Thema um Kryptowährungen. Sowohl Gold als auch Coins hätten im Zuge der jüngsten Turbulenzen starken Zulauf gehabt, entsprechend wären die Preise gestiegen, die sich bis jetzt, trotz der Erholung am Aktienmarkt, gehalten hätten. Für den Händler sei die Nachfrage nach einem Ripple-Tracker (ISIN CH0454664043 / WKN A2UBKC) von 21Shares und nach einem Bitcoin-Tracker von VanEck bemerkenswert. (04.04.2023/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 43,4369 € | 43,402 € | 0,0349 € | +0,08% | 17.04./11:06 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| IE00BKM4GZ66 | A111X9 | 44,18 € | 29,61 € | |
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