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ETF-Handel: Gold zieht, Krypto wird abgestoßen
26.05.21 11:20
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Indexfonds mit Aktien der Industrienationen stehen bei ETF-Anlegern derzeit im Mittelpunkt, so die Deutsche Börse AG.
Insgesamt betrachtet liege das ETF-Aufkommen leicht unter dem Durchschnitt.
Zu den auffälligsten Bewegungen der vergangenen Woche würden für Fabian Wörndl von Lang & Schwarz die starken Zuflüsse zu S&P 500-Produkten gehören. Abgesehen vom S&P 500 sehe Carsten Schröder von der Société Générale Tracker des FTSE All World (ISIN IE00B3RBWM25 / WKN A1JX52) bei den größten Gewinnern.
Für Florian Lenhart von der UniCredit seien neben den breiten Trackern US-amrikanischer Aktien Pharmaunternehmen im MSCI Europe Health Care Capped 35/20 (ISIN IE00BKWQ0H23 / WKN A1191S) und S&P 500 Capped 35/20 Health Care besonders gefragt. Auch MSCI Europe-ETFs landeten häufig in den Depots. Nach Schröders Beobachtung würden sich auffällig viele von ETFs basierend auf dem MSCI Taiwan und auf den MSCI World trennen.
Rohstoffe - insbesondere Gold - seien laut Florian Lenhart bei den Kunden der UniCredit gegenwärtig besonders angesagt. Anleger setzten unter anderem auf Goldproduzenten im S&P Commodity Producers Gold Index (ISIN IE00B6R52036 / WKN A1JKQJ). Auch im Orderbuch Fabian Wörndls von Lang & Schwarz dominiere die Nachfrage nach Xetra-Gold.
Inflationssorgen und ein schwächerer US-Dollar seien nach Ansicht von Eugen Weinberg von der Commerzbank mitverantwortlich für die Goldnachfrage. Seit Monatsbeginn hätten Gold-Tracker fast 34 Tonnen hinzugewonnen. Gleichzeitig habe der Goldpreis von 1.769 auf 1.884 US-Dollar pro Feinunze zugelegt.
Auch branchenbezogen würden Rohstoffe eine Rolle spielen: Schröders Kunden würden Öl- und Gasunternehmen im STOXX Europe 600 Oil & Gas favorisieren.
Angesichts des Preisverfalls kaum überraschend führten Tracker von Krypto-Währungen wie Ethereum und Bitcoin bei Lang & Schwarz die Liste der meist verkauften ETFs an.
Als erstes Unternehmen habe iShares einen ETF auf den DAX ESG Target Net Return Index emittiert und biete damit Zugang zu der neuen nachhaltigen Variante des Deutschen Aktienindex. Gegenüber dem klassischen DAX müsse der Klima-Bruder einen mindestens 30 Prozent niedrigeren CO2-Ausstoß aufweisen. Werde der DAX im September auf 40 Werte erweitert, kämen auch in der ESG-Variante zehn neue Aktien hinzu.
Wie eindrucksvoll der Trend hin zu ESG-Produkten sei - das Kürzel stehe für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung - unterstreiche die ETF-Europastatistik von Amundi für den vergangenen Monat. Demnach kämen ESG-Produkte im Aktienbereich im April mit 4.4 Milliarden Euro auf knapp die Hälfte der gesamten Mittelzuflüsse in der Anlageklasse. Anleger hätten somit wohl weiterhin von klassischen in ESG-ETFs umgeschichtet. Besonders im Fokus gestanden hätten in diesem Zusammenhang laut dem ETF-Emittenten Indexfonds mit Aktien aus Nordamerika.
Über alle Aktien-ETFs hinweg erfreuten sich Amundi zufolge globale Indices mit Nettozuflüssen in der Größenordnung von 5,5 Milliarden Euro großer Beliebtheit, während Anleger Gelder aus Asien, den BRIC-Staaten, Lateinamerika und den globalen Schwellenländern abzogen hätten. Die Pandemie und US-Dollar-Schwäche in diversen Schwellenländern sorgten dem Unternehmen zufolge für Probleme. (Ausgabe vom 25.05.2021) (26.05.2021/fc/a/e)
Insgesamt betrachtet liege das ETF-Aufkommen leicht unter dem Durchschnitt.
Zu den auffälligsten Bewegungen der vergangenen Woche würden für Fabian Wörndl von Lang & Schwarz die starken Zuflüsse zu S&P 500-Produkten gehören. Abgesehen vom S&P 500 sehe Carsten Schröder von der Société Générale Tracker des FTSE All World (ISIN IE00B3RBWM25 / WKN A1JX52) bei den größten Gewinnern.
Für Florian Lenhart von der UniCredit seien neben den breiten Trackern US-amrikanischer Aktien Pharmaunternehmen im MSCI Europe Health Care Capped 35/20 (ISIN IE00BKWQ0H23 / WKN A1191S) und S&P 500 Capped 35/20 Health Care besonders gefragt. Auch MSCI Europe-ETFs landeten häufig in den Depots. Nach Schröders Beobachtung würden sich auffällig viele von ETFs basierend auf dem MSCI Taiwan und auf den MSCI World trennen.
Rohstoffe - insbesondere Gold - seien laut Florian Lenhart bei den Kunden der UniCredit gegenwärtig besonders angesagt. Anleger setzten unter anderem auf Goldproduzenten im S&P Commodity Producers Gold Index (ISIN IE00B6R52036 / WKN A1JKQJ). Auch im Orderbuch Fabian Wörndls von Lang & Schwarz dominiere die Nachfrage nach Xetra-Gold.
Auch branchenbezogen würden Rohstoffe eine Rolle spielen: Schröders Kunden würden Öl- und Gasunternehmen im STOXX Europe 600 Oil & Gas favorisieren.
Angesichts des Preisverfalls kaum überraschend führten Tracker von Krypto-Währungen wie Ethereum und Bitcoin bei Lang & Schwarz die Liste der meist verkauften ETFs an.
Als erstes Unternehmen habe iShares einen ETF auf den DAX ESG Target Net Return Index emittiert und biete damit Zugang zu der neuen nachhaltigen Variante des Deutschen Aktienindex. Gegenüber dem klassischen DAX müsse der Klima-Bruder einen mindestens 30 Prozent niedrigeren CO2-Ausstoß aufweisen. Werde der DAX im September auf 40 Werte erweitert, kämen auch in der ESG-Variante zehn neue Aktien hinzu.
Wie eindrucksvoll der Trend hin zu ESG-Produkten sei - das Kürzel stehe für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung - unterstreiche die ETF-Europastatistik von Amundi für den vergangenen Monat. Demnach kämen ESG-Produkte im Aktienbereich im April mit 4.4 Milliarden Euro auf knapp die Hälfte der gesamten Mittelzuflüsse in der Anlageklasse. Anleger hätten somit wohl weiterhin von klassischen in ESG-ETFs umgeschichtet. Besonders im Fokus gestanden hätten in diesem Zusammenhang laut dem ETF-Emittenten Indexfonds mit Aktien aus Nordamerika.
Über alle Aktien-ETFs hinweg erfreuten sich Amundi zufolge globale Indices mit Nettozuflüssen in der Größenordnung von 5,5 Milliarden Euro großer Beliebtheit, während Anleger Gelder aus Asien, den BRIC-Staaten, Lateinamerika und den globalen Schwellenländern abzogen hätten. Die Pandemie und US-Dollar-Schwäche in diversen Schwellenländern sorgten dem Unternehmen zufolge für Probleme. (Ausgabe vom 25.05.2021) (26.05.2021/fc/a/e)
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