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ETF-Handel: Hoher Ölpreis, beliebte Ölaktien
18.01.22 16:18
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ganz abschütteln können die Aktienmärkte Sorgen hinsichtlich Inflation und strafferer Geldpolitik nicht, so die Deutsche Börse AG.
Der DAX rutsche am Dienstag wieder deutlich ab und liege am Mittag bei 15.770 Punkten. Vor genau zwei Wochen habe sich der Index mit 16.181 Punkten noch seinem Allzeithoch von 16.289 Zählern genähert.
"Nach Einschätzung der meisten Analysten werden die steigende Inflation und höhere Leitzinsen die Rally aber nicht ausbremsen", erkläre Hubert Heuclin von BNP Paribas. Es könne sogar Rückenwind geben - für Europa. "Anleger*innen könnten nach günstig bewerteten Aktien in Europa Ausschau halten, während in den USA hoch bewertete Aktien durch den Zinsanstieg leiden."
Heuclin melde sehr hohe Zuflüsse in Aktien-ETFs, vor allem für globale Aktien würden sich Kunden der BNP Paribas interessieren. Dabei würden klassische MSCI USA-Tracker, etwa von iShares (ISIN E00B4L5Y983/ WKN A0RPWH), ebenso gut ankommen wie ESG-Varianten, etwa der Xtrackers MSCI World ESG und der iShares MSCI World ESG Enhanced. Klare Zuflüsse melde der Händler außerdem für europäische und US-amerikanische Aktien. Beliebt seien zum Beispiel der iShares Core MSCI Europe und der iShares MSCI EMU ESG Enhanced, sowie - mit sehr hohen Zuflüssen - der Fidelity Sustainable Research Enhanced US Equity, ein Active ETF.
Dagegen würden sich Anleger*innen von Aktien aus der Region Asien/Pazifik ex Japan, etwa mit dem Fidelity Sustainable Research Enhanced Pacific ex-Japan Equity (ISIN IE00BNGFMY78 / WKN A2QD42), ebenfalls ein aktiver ETF trennen.
Seit einigen Jahren würden immer mehr so genannte Active ETFs aufgelegt. Sie würden eine Kombination der Vorteile aktiv verwalteter Fonds mit denen passiver ETFs versprechen. Active ETFs würden nicht einfach einen Index abbilden, vielmehr verwalte das Fondsmanagement das Anlagevermögen mit einer Strategie im Rücken. Active ETFs würden aber genauso gehandelt wie ETFs, also auf Xetra, an der Preisfeststellung seien Market Maker beteiligt. Diese Fondsform sei daher günstiger, flexibler in Kauf und Verkauf, sowie transparenter als herkömmliche aktiv gemanagte Fonds. An der Börse Frankfurt seien aktuell 62 Active ETFs gelistet, hingegen 1.663 "klassische" ETFs.
Extrem gesucht seien weiter Öl- und Gas-ETFs, wie Fabian Wörndl von Lang & Schwarz melde, etwa der INVESCO Stoxx Europe 600 Optimised Oil & Gas und der iShares Stoxx Europe 600 Oil & Gas. Beide würden vom hohen Ölpreis profitieren: Die Notierung für die Nordseesorte Brent liege aktuell bei 87 US-Dollar - das sei der höchste Stand seit Herbst 2014. Schon 2021 seien die Kurse der ETFs, die Öl- und Gasunternehmen abbilden würden, gestiegen. In diesem Jahr gehe es weiter nach oben.
Gesucht seien Heuclin zufolge außerdem europäische Banken-Tracker (ISIN DE0006289309 / WKN 628930), denen die höheren Zinsen zugutekommen dürften. Immerhin sei die Rendite zehnjährige Treasuries im Zuge der Zinserhöhungsspekulationen auf über 1,80 Prozent gestiegen, die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, lange im Negativbereich, nähere sich der Nulllinie. Zuflüsse registriere der Händler außerdem für europäische Grundstoff- (ISIN DE000A0F5UK5 / WKN A0F5UK), Abflüsse hingegen aus Telekommunikationsunternehmen (ISIN DE000A0H08R2 / WKN A0H08R).
Was Themen-ETFs angehe, stehe Wasser einmal mehr im Fokus des Interesses, wie Wörndl außerdem berichte. Anleger*innen hätten zum Beispiel auf den Global X Clean Water und den Lyxor MSCI Water ESG Filtered (ISIN FR0010527275 / WKN LYX0CA) gesetzt. Der Lyxor-ETF bilde die 20 weltweit größten Unternehmen ab, die im Bereich der Wasserkraft und Themen rund um Wasser tätig seien. Auf Dreijahressicht liege die Rendite bei 21,3 Prozent im Jahr.
Ruhig zu gehe es unterdessen im Fixed Income-Bereich. Laut Heuclin würden Anleger*innen derzeit klar auf Unternehmensanleihen, vor allem US-amerikanische (ISIN IE0032895942 / WKN 911950) setzen. Staatsanleihen würden hingegen meist abgestoßen, vor allen solche aus Schwellenländern (ISIN IE00BYXYYK40 / WKN A2DN9U). (18.01.2022/fc/a/e)
Der DAX rutsche am Dienstag wieder deutlich ab und liege am Mittag bei 15.770 Punkten. Vor genau zwei Wochen habe sich der Index mit 16.181 Punkten noch seinem Allzeithoch von 16.289 Zählern genähert.
"Nach Einschätzung der meisten Analysten werden die steigende Inflation und höhere Leitzinsen die Rally aber nicht ausbremsen", erkläre Hubert Heuclin von BNP Paribas. Es könne sogar Rückenwind geben - für Europa. "Anleger*innen könnten nach günstig bewerteten Aktien in Europa Ausschau halten, während in den USA hoch bewertete Aktien durch den Zinsanstieg leiden."
Heuclin melde sehr hohe Zuflüsse in Aktien-ETFs, vor allem für globale Aktien würden sich Kunden der BNP Paribas interessieren. Dabei würden klassische MSCI USA-Tracker, etwa von iShares (ISIN E00B4L5Y983/ WKN A0RPWH), ebenso gut ankommen wie ESG-Varianten, etwa der Xtrackers MSCI World ESG und der iShares MSCI World ESG Enhanced. Klare Zuflüsse melde der Händler außerdem für europäische und US-amerikanische Aktien. Beliebt seien zum Beispiel der iShares Core MSCI Europe und der iShares MSCI EMU ESG Enhanced, sowie - mit sehr hohen Zuflüssen - der Fidelity Sustainable Research Enhanced US Equity, ein Active ETF.
Seit einigen Jahren würden immer mehr so genannte Active ETFs aufgelegt. Sie würden eine Kombination der Vorteile aktiv verwalteter Fonds mit denen passiver ETFs versprechen. Active ETFs würden nicht einfach einen Index abbilden, vielmehr verwalte das Fondsmanagement das Anlagevermögen mit einer Strategie im Rücken. Active ETFs würden aber genauso gehandelt wie ETFs, also auf Xetra, an der Preisfeststellung seien Market Maker beteiligt. Diese Fondsform sei daher günstiger, flexibler in Kauf und Verkauf, sowie transparenter als herkömmliche aktiv gemanagte Fonds. An der Börse Frankfurt seien aktuell 62 Active ETFs gelistet, hingegen 1.663 "klassische" ETFs.
Extrem gesucht seien weiter Öl- und Gas-ETFs, wie Fabian Wörndl von Lang & Schwarz melde, etwa der INVESCO Stoxx Europe 600 Optimised Oil & Gas und der iShares Stoxx Europe 600 Oil & Gas. Beide würden vom hohen Ölpreis profitieren: Die Notierung für die Nordseesorte Brent liege aktuell bei 87 US-Dollar - das sei der höchste Stand seit Herbst 2014. Schon 2021 seien die Kurse der ETFs, die Öl- und Gasunternehmen abbilden würden, gestiegen. In diesem Jahr gehe es weiter nach oben.
Gesucht seien Heuclin zufolge außerdem europäische Banken-Tracker (ISIN DE0006289309 / WKN 628930), denen die höheren Zinsen zugutekommen dürften. Immerhin sei die Rendite zehnjährige Treasuries im Zuge der Zinserhöhungsspekulationen auf über 1,80 Prozent gestiegen, die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, lange im Negativbereich, nähere sich der Nulllinie. Zuflüsse registriere der Händler außerdem für europäische Grundstoff- (ISIN DE000A0F5UK5 / WKN A0F5UK), Abflüsse hingegen aus Telekommunikationsunternehmen (ISIN DE000A0H08R2 / WKN A0H08R).
Was Themen-ETFs angehe, stehe Wasser einmal mehr im Fokus des Interesses, wie Wörndl außerdem berichte. Anleger*innen hätten zum Beispiel auf den Global X Clean Water und den Lyxor MSCI Water ESG Filtered (ISIN FR0010527275 / WKN LYX0CA) gesetzt. Der Lyxor-ETF bilde die 20 weltweit größten Unternehmen ab, die im Bereich der Wasserkraft und Themen rund um Wasser tätig seien. Auf Dreijahressicht liege die Rendite bei 21,3 Prozent im Jahr.
Ruhig zu gehe es unterdessen im Fixed Income-Bereich. Laut Heuclin würden Anleger*innen derzeit klar auf Unternehmensanleihen, vor allem US-amerikanische (ISIN IE0032895942 / WKN 911950) setzen. Staatsanleihen würden hingegen meist abgestoßen, vor allen solche aus Schwellenländern (ISIN IE00BYXYYK40 / WKN A2DN9U). (18.01.2022/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 44,105 € | 43,965 € | 0,14 € | +0,32% | 16.04./22:01 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| IE00BZ02LR44 | A2AQST | 45,40 € | 33,81 € | |
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