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ETF-Handel: Kauflaune zum Jahresschluss
21.12.16 08:32
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die gute Stimmung am Aktienmarkt ist auch im ETF-Markt angekommen, so die Deutsche Börse AG.
Besonders Aktien-ETFs würden zum Jahresende in den Portfolios der Anleger landen. Händler würden von sehr hohen Umsätzen berichten. "Wir hatten vergangene Woche 43.000 Trades, das war wohl der höchste Stand nach der Trump-Wahl", erkläre Andreas Bartels von der Commerzbank. Laut Cornelia Schübel von der UniCredit habe vor allem das Handelsvolumen mit ETFs, die US-Aktien abbilden würden, nochmals angezogen. "Das lag sicher auch an der US-Notenbanksitzung vergangene Woche."
Der DAX bewege sich weiter nach oben: Am Dienstagmorgen liege der Index bei 11.431 Punkten, vor einer Woche waren es noch 11.284 Punkte. An der Wall Street sei der Trump-Rally hingegen mittlerweile die Puste ausgegangen: Der Dow Jones habe gestern bei 19.930 Punkten und damit in etwa auf dem Niveau vom vergangenen Dienstag geschlossen. Die US-Notenbank habe vergangene Woche - wie erwartet - die Leitzinsen angehoben und darüber hinaus, das sei überraschend gewesen, drei weitere Zinsschritte im kommenden Jahr signalisiert.
Bartels melde einen klaren Käuferüberhang auf der Aktienseite. Zugegriffen worden sei vor allem in EURO STOXX 50- (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0378434079 / WKN ETF050) und MSCI Europe-Trackern, aber auch in DAX- (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0378438732 / WKN ETF001) und S&P 500-ETFs. Bei der UniCredit hätten ebenfalls EURO STOXX-ETFs im Mittelpunkt des Interesses (ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET) gestanden, doch auch bei DAX-Trackern sei zugegriffen worden, ebenso bei S&P 500-Indexfonds (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN FR0010892224 / WKN A1C0B5).
Verkäufe habe Bartels kaum gesehen. "Allenfalls von FTSE 100-ETFs trennten sich Anleger." Der ETF, der sich auf britische Aktien beziehe, sei nach dem Kurseinbruch infolge des Brexit-Votums im Sommer wieder deutlich gestiegen. Die UniCredit habe Abflüsse aus einem FTSE MIB-ETF beobachtet, der vergangene Woche noch sehr beliebt gewesen sei. Der ETF, der 40 italienische Aktien abbilde, habe sich nach den Unsicherheiten durch das Verfassungsreferendum am 4. Dezember ebenfalls wieder erholt.
Auch in Schwellenländeraktien hätten die Zuflüsse dominiert, hier hätten sich Investoren auf breit aufgestellte Emerging Markets-Indexfonds konzentriert. "Einzelne Länder sind derzeit kein Thema", erkläre Bartels. Schwellenländer-Tracker wie der iShares MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC) hätten die Verluste nach dem Wahlsieg von Donald Trump mittlerweile fast wieder wiedermachen können, für die vergangenen zwölf Monate komme der ETF auf ein Plus von 10,3 Prozent.
Besondere Beachtung würden wieder einmal die Banken finden: Bei der UniCredit hätten Anleger auf den iShares EURO STOXX Banks gesetzt. Der habe in den vergangenen drei Monaten um 31 Prozent zugelegt, liege auf Zwölfmonatssicht aber noch leicht im Minus.
Im Handel mit Anleihe-ETFs sei es viel ruhiger zugegangen - ein eindeutiger Trend sei nicht auszumachen. Schübel berichte von Zuflüssen in US-amerikanischen High Yield-Unternehmensanleihen, europäischen Unternehmensanleihen mit und ohne Finanztiteln (ISIN IE00B4L5ZY03 / WKN A0RPWP) sowie Staatsanleihen aus der Eurozone. Von US-Treasuries mit Laufzeit von ein bis drei Jahren und Staatsanleihen der Schwellenländer in Lokalwährung hätten sich Anleger hingegen verabschiedet. Bartels melde Abgaben von Bundesanleihen mit mittlerer und längerer Laufzeit sowie High Yield-Bonds. (Ausgabe vom 20.12.2016) (21.12.2016/fc/a/e)
Besonders Aktien-ETFs würden zum Jahresende in den Portfolios der Anleger landen. Händler würden von sehr hohen Umsätzen berichten. "Wir hatten vergangene Woche 43.000 Trades, das war wohl der höchste Stand nach der Trump-Wahl", erkläre Andreas Bartels von der Commerzbank. Laut Cornelia Schübel von der UniCredit habe vor allem das Handelsvolumen mit ETFs, die US-Aktien abbilden würden, nochmals angezogen. "Das lag sicher auch an der US-Notenbanksitzung vergangene Woche."
Der DAX bewege sich weiter nach oben: Am Dienstagmorgen liege der Index bei 11.431 Punkten, vor einer Woche waren es noch 11.284 Punkte. An der Wall Street sei der Trump-Rally hingegen mittlerweile die Puste ausgegangen: Der Dow Jones habe gestern bei 19.930 Punkten und damit in etwa auf dem Niveau vom vergangenen Dienstag geschlossen. Die US-Notenbank habe vergangene Woche - wie erwartet - die Leitzinsen angehoben und darüber hinaus, das sei überraschend gewesen, drei weitere Zinsschritte im kommenden Jahr signalisiert.
Verkäufe habe Bartels kaum gesehen. "Allenfalls von FTSE 100-ETFs trennten sich Anleger." Der ETF, der sich auf britische Aktien beziehe, sei nach dem Kurseinbruch infolge des Brexit-Votums im Sommer wieder deutlich gestiegen. Die UniCredit habe Abflüsse aus einem FTSE MIB-ETF beobachtet, der vergangene Woche noch sehr beliebt gewesen sei. Der ETF, der 40 italienische Aktien abbilde, habe sich nach den Unsicherheiten durch das Verfassungsreferendum am 4. Dezember ebenfalls wieder erholt.
Auch in Schwellenländeraktien hätten die Zuflüsse dominiert, hier hätten sich Investoren auf breit aufgestellte Emerging Markets-Indexfonds konzentriert. "Einzelne Länder sind derzeit kein Thema", erkläre Bartels. Schwellenländer-Tracker wie der iShares MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC) hätten die Verluste nach dem Wahlsieg von Donald Trump mittlerweile fast wieder wiedermachen können, für die vergangenen zwölf Monate komme der ETF auf ein Plus von 10,3 Prozent.
Besondere Beachtung würden wieder einmal die Banken finden: Bei der UniCredit hätten Anleger auf den iShares EURO STOXX Banks gesetzt. Der habe in den vergangenen drei Monaten um 31 Prozent zugelegt, liege auf Zwölfmonatssicht aber noch leicht im Minus.
Im Handel mit Anleihe-ETFs sei es viel ruhiger zugegangen - ein eindeutiger Trend sei nicht auszumachen. Schübel berichte von Zuflüssen in US-amerikanischen High Yield-Unternehmensanleihen, europäischen Unternehmensanleihen mit und ohne Finanztiteln (ISIN IE00B4L5ZY03 / WKN A0RPWP) sowie Staatsanleihen aus der Eurozone. Von US-Treasuries mit Laufzeit von ein bis drei Jahren und Staatsanleihen der Schwellenländer in Lokalwährung hätten sich Anleger hingegen verabschiedet. Bartels melde Abgaben von Bundesanleihen mit mittlerer und längerer Laufzeit sowie High Yield-Bonds. (Ausgabe vom 20.12.2016) (21.12.2016/fc/a/e)
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| DE0005933956 | 593395 | 62,45 € | 48,21 € | |
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