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ETF-Handel: Korrektur war gestern - ETF-Analyse
11.02.14 15:54
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach zwei von Abgaben geprägten Wochen ist die Zuversicht gestiegen, Aktien-Indexfonds finden wieder Zuspruch, so die Deutsche Börse AG.
"Sowohl in Industrieländer- als auch in Schwellenländer-ETFs sehen wir Zuflüsse", erkläre Marco Salaorno von der Société Générale. Andreas Bartels von der Commerzbank melde einen klaren Käuferüberhang: "Bei uns stehen 57 Prozent Käufen nur 43 Prozent Verkäufe gegenüber. Interesse an Emerging Markets beobachten wir aber nicht."
Dass die Unsicherheit längst nicht mehr so hoch sei, zeige auch der Volatilitätsindex VDAX-New der Deutschen Börse: Der sei zwischenzeitlich auf knapp 22 Punkte geklettert, liege jetzt aber wieder bei 16,5 Punkten. Dennoch hätten die Market Maker weiterhin alle Hände voll zu tun. "Der Januar war schon sehr gut, der Februar ist bislang kein bisschen schlechter", bemerke Bartels. "Wir hatten erfreulich gute Umsätze", meine auch Marcel Sattler von ICF Kursmakler.
Der DAX habe nach dem Ende Januar einsetzenden Kurseinbruch mittlerweile einiges an Boden gutmachen können und notiere am Dienstagmittag bei 9.414 Punkten, vor einer Woche sei der Index bis auf 9.071 Zähler gefallen.
Die Devise der Vorwoche "Wir verkaufen alles" gelte definitiv nicht mehr. Gesucht seien den Händlern zufolge DAX-, EURO STOXX- und MSCI World-Tracker (ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN IE0008471009 / WKN 935927; ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA; ISIN DE0002635307 / WKN 263530). Doch es gebe auch Zweifler: Aysun Cifci von der DekaBank melde für DAX-Indexfonds ein uneinheitliches Bild, für EURO STOXX 50-Indexfonds sogar überwiegend Abflüsse.
Sattler zufolge würden sich in DAX- und EURO STOXX 50-ETFs Zu- und Abflüsse die Waage halten (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02; ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06). Daneben seien auch spekulativ eingestellte Händler aktiv: "Bei zweifach gehebelten DAX-ETFs haben wir auf der Käuferseite ein erhöhtes Orderaufkommen", erkläre Sattler.
Nicht nur Bluechips aus Europas Kernländern würden wieder ziehen, Salaorno zufolge würden Investoren auch in der europäischen Peripherie wieder einsteigen: "Gekauft werden griechische, spanische und italienische Aktien", berichte der Händler und nenne den Lyxor FTSE Athex 20 (ISIN FR0010405431 / WKN LYX0BF) als Beispiel. Der habe seinen Rücksetzer aus den vergangenen Wochen fast komplett wieder wettmachen können: Auf Monatssicht würden Anleger zwar noch auf leichten Verlusten sitzen, auf Sicht von drei beziehungsweise sechs Monaten aber immerhin auf Gewinnen von 7,6 und 25 Prozent.
Beim Amundi MSCI Spain (ISIN FR0010655746 / WKN A0REJT), der an den spanischen Aktienmarkt gekoppelt sei, sei das Bild ähnlich: Der ETF verzeichne für die vergangenen sechs Monate ein Plus von knapp 17 Prozent, auf Jahressicht seien es sogar 27 Prozent.
Auf den Verkaufslisten stünden laut Salaorno US-Aktien, etwa in Form des iShares S&P 500. Laut Commerzbank würden sich Anleger zudem von ihren währungsgesicherten Japan-Engagements trennen und stattdessen auf die nicht gehedgten Varianten (ISIN LU0136240974 / WKN 794361; ISIN DE000A0DPMW9 / WKN A0DPMW) setzen.
Aufgrund des Yen-Verfalls seien Investoren ohne Wechselkursabsicherung im vergangenen Jahr schlecht gefahren, die erfreuliche Entwicklung am japanischen Aktienmarkt sei durch den Yen-Verfall konterkariert worden. Jetzt würden Investoren offenbar davon ausgehen, dass die Yen-Schwäche vorbei sei.
Vor allem Tracker japanischer Aktien seien zuletzt besonders stark unter Druck geraten - genauso wie der Markt in Tokio selbst. Auch Schröttle bestätige diese Tendenz, merke allerdings an, dass Händler an der Tokioter Börse am heutigen Dienstag schon wieder von jeder Menge Kauforders berichtet hätten.
Unter den Schwellenländeraktien würden laut Sengfelder sowohl breite Indices wie der MSCI Emerging Markets verkauft, als auch auf asiatische Aktien fokussierte Indices (ISIN FR0010312124 / WKN LYX0AB; ISIN LU0322252171 / WKN DBX1AE) sowie Indices einzelner Länder, wie etwa Malaysia.
Einen leichten Kaufüberhang melde Sengfelder lediglich für den Lyxor ETF MSCI USA und den iShares S&P 500 UCITS ETF (Acc) (ISIN DE000A0YBR61 / WKN A0YBR6). "Von Euphorie kann man aber auch hier nicht sprechen, es wurde unter dem Strich lediglich etwas mehr gekauft als verkauft", ergänze der Market Maker jedoch.
Daneben werde Salaorno zufolge auf Emerging Markets-ETFs wieder zugegriffen, Käufer hätten sich auf breite Indices konzentriert. "Wenn regionale Schwerpunkte gewählt werden, dann ist es eher Asien (ISIN FR0010312124 / WKN LYX0AB) als Lateinamerika." Die Commerzbank berichte unterdessen von Abgaben - allerdings auf sehr niedrigem Niveau.
"Schwellenländer spielen derzeit kaum eine Rolle, sie machen nur 3 Prozent unserer Umsätze aus", bemerke Bartels. "Große Auswirkungen durch die Emerging Markets-Krise konnten wir hier an der Börse nicht erkennen", bemerke auch Sattler. Der umsatzstarke iShares MSCI Emerging Markets habe seinen Abwärtstrend nicht fortgesetzt, sich aber auch noch nicht merklich erholt: In den vergangenen drei Monaten habe der ETF 7,6 Prozent an Wert verloren.
Eher ruhig zu gehe es im Geschäft mit Renten-ETFs. "Die Musik spielt eindeutig in Aktien", meine Salaorno. Wenn überhaupt gehandelt werde, dann gerne Riskanteres: "Wir sehen etwas mehr Interesse an High Yield-Renten." Der Commerzbank zufolge würden sich Anleger vor allem für deutsche (ISIN DE0006289481 / WKN 628948) und US-amerikanische Staatsanleihen (ISIN IE00BC7GZJ81 / WKN A1W3V0; ISIN LU0721552544 / WKN A1JRC9) kürzerer Laufzeit entscheiden, abgestoßen würden hingegen Unternehmensanleihen- und europäische Staatsanleihen-ETFs. (11.02.2014/fc/a/e)
"Sowohl in Industrieländer- als auch in Schwellenländer-ETFs sehen wir Zuflüsse", erkläre Marco Salaorno von der Société Générale. Andreas Bartels von der Commerzbank melde einen klaren Käuferüberhang: "Bei uns stehen 57 Prozent Käufen nur 43 Prozent Verkäufe gegenüber. Interesse an Emerging Markets beobachten wir aber nicht."
Dass die Unsicherheit längst nicht mehr so hoch sei, zeige auch der Volatilitätsindex VDAX-New der Deutschen Börse: Der sei zwischenzeitlich auf knapp 22 Punkte geklettert, liege jetzt aber wieder bei 16,5 Punkten. Dennoch hätten die Market Maker weiterhin alle Hände voll zu tun. "Der Januar war schon sehr gut, der Februar ist bislang kein bisschen schlechter", bemerke Bartels. "Wir hatten erfreulich gute Umsätze", meine auch Marcel Sattler von ICF Kursmakler.
Der DAX habe nach dem Ende Januar einsetzenden Kurseinbruch mittlerweile einiges an Boden gutmachen können und notiere am Dienstagmittag bei 9.414 Punkten, vor einer Woche sei der Index bis auf 9.071 Zähler gefallen.
Die Devise der Vorwoche "Wir verkaufen alles" gelte definitiv nicht mehr. Gesucht seien den Händlern zufolge DAX-, EURO STOXX- und MSCI World-Tracker (ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN DE0005933931 / WKN 593393; ISIN IE0008471009 / WKN 935927; ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA; ISIN DE0002635307 / WKN 263530). Doch es gebe auch Zweifler: Aysun Cifci von der DekaBank melde für DAX-Indexfonds ein uneinheitliches Bild, für EURO STOXX 50-Indexfonds sogar überwiegend Abflüsse.
Sattler zufolge würden sich in DAX- und EURO STOXX 50-ETFs Zu- und Abflüsse die Waage halten (ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01; ISIN DE000ETFL029 / WKN ETFL02; ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06). Daneben seien auch spekulativ eingestellte Händler aktiv: "Bei zweifach gehebelten DAX-ETFs haben wir auf der Käuferseite ein erhöhtes Orderaufkommen", erkläre Sattler.
Nicht nur Bluechips aus Europas Kernländern würden wieder ziehen, Salaorno zufolge würden Investoren auch in der europäischen Peripherie wieder einsteigen: "Gekauft werden griechische, spanische und italienische Aktien", berichte der Händler und nenne den Lyxor FTSE Athex 20 (ISIN FR0010405431 / WKN LYX0BF) als Beispiel. Der habe seinen Rücksetzer aus den vergangenen Wochen fast komplett wieder wettmachen können: Auf Monatssicht würden Anleger zwar noch auf leichten Verlusten sitzen, auf Sicht von drei beziehungsweise sechs Monaten aber immerhin auf Gewinnen von 7,6 und 25 Prozent.
Auf den Verkaufslisten stünden laut Salaorno US-Aktien, etwa in Form des iShares S&P 500. Laut Commerzbank würden sich Anleger zudem von ihren währungsgesicherten Japan-Engagements trennen und stattdessen auf die nicht gehedgten Varianten (ISIN LU0136240974 / WKN 794361; ISIN DE000A0DPMW9 / WKN A0DPMW) setzen.
Aufgrund des Yen-Verfalls seien Investoren ohne Wechselkursabsicherung im vergangenen Jahr schlecht gefahren, die erfreuliche Entwicklung am japanischen Aktienmarkt sei durch den Yen-Verfall konterkariert worden. Jetzt würden Investoren offenbar davon ausgehen, dass die Yen-Schwäche vorbei sei.
Vor allem Tracker japanischer Aktien seien zuletzt besonders stark unter Druck geraten - genauso wie der Markt in Tokio selbst. Auch Schröttle bestätige diese Tendenz, merke allerdings an, dass Händler an der Tokioter Börse am heutigen Dienstag schon wieder von jeder Menge Kauforders berichtet hätten.
Unter den Schwellenländeraktien würden laut Sengfelder sowohl breite Indices wie der MSCI Emerging Markets verkauft, als auch auf asiatische Aktien fokussierte Indices (ISIN FR0010312124 / WKN LYX0AB; ISIN LU0322252171 / WKN DBX1AE) sowie Indices einzelner Länder, wie etwa Malaysia.
Einen leichten Kaufüberhang melde Sengfelder lediglich für den Lyxor ETF MSCI USA und den iShares S&P 500 UCITS ETF (Acc) (ISIN DE000A0YBR61 / WKN A0YBR6). "Von Euphorie kann man aber auch hier nicht sprechen, es wurde unter dem Strich lediglich etwas mehr gekauft als verkauft", ergänze der Market Maker jedoch.
Daneben werde Salaorno zufolge auf Emerging Markets-ETFs wieder zugegriffen, Käufer hätten sich auf breite Indices konzentriert. "Wenn regionale Schwerpunkte gewählt werden, dann ist es eher Asien (ISIN FR0010312124 / WKN LYX0AB) als Lateinamerika." Die Commerzbank berichte unterdessen von Abgaben - allerdings auf sehr niedrigem Niveau.
"Schwellenländer spielen derzeit kaum eine Rolle, sie machen nur 3 Prozent unserer Umsätze aus", bemerke Bartels. "Große Auswirkungen durch die Emerging Markets-Krise konnten wir hier an der Börse nicht erkennen", bemerke auch Sattler. Der umsatzstarke iShares MSCI Emerging Markets habe seinen Abwärtstrend nicht fortgesetzt, sich aber auch noch nicht merklich erholt: In den vergangenen drei Monaten habe der ETF 7,6 Prozent an Wert verloren.
Eher ruhig zu gehe es im Geschäft mit Renten-ETFs. "Die Musik spielt eindeutig in Aktien", meine Salaorno. Wenn überhaupt gehandelt werde, dann gerne Riskanteres: "Wir sehen etwas mehr Interesse an High Yield-Renten." Der Commerzbank zufolge würden sich Anleger vor allem für deutsche (ISIN DE0006289481 / WKN 628948) und US-amerikanische Staatsanleihen (ISIN IE00BC7GZJ81 / WKN A1W3V0; ISIN LU0721552544 / WKN A1JRC9) kürzerer Laufzeit entscheiden, abgestoßen würden hingegen Unternehmensanleihen- und europäische Staatsanleihen-ETFs. (11.02.2014/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 59,82 € | 59,79 € | 0,03 € | +0,05% | 17.04./07:33 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005933956 | 593395 | 62,45 € | 48,21 € | |
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