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ETF-Handel: Die Musik spielt in den USA
27.03.19 13:25
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Ausgesprochen großes Anlegerinteresse mit Tendenz Richtung US-Aktien: So beschreiben ETF-Spezialisten die Aktivitäten mit börsengehandelten Indexfonds in einer Woche zumeist fallender Aktienpreise, so die Deutsche Börse AG.
Die bemerkenswerte Nachfrage nach in Euro begebenen hochverzinslichen Corporate Bonds sehe Bruce Gunn von IMC im Zusammenhang mit dem Renditerutsch zehnjähriger Bundesanleihen unter 0 Prozent.
Einige Anleger würden scheinbar damit rechnen, dass diese Situation nicht von Dauer sein werde. Zu den meist gekauften Rentenwerten würden bei der Commerzbank Bund-Future Short-ETFs gehören, wie Christian Dürr anmerke. Von den ansehnlichen 48.000 Transaktionen kämen ETFs mit festverzinslichen Papieren auf immerhin 17 Prozent und lägen damit deutlich über dem Durchschnitt.
Ansonsten hätten sich die Kunden der Commerzbank auf Portfolios mit US-Werten konzentriert, die 25 Prozent des Gesamtaufkommens in der Anlageklasse ausgemacht hätten. S&P 500-Tracker hätten dabei mit Abstand den Spitzenrang belegt und seien mit einem leichten Verkaufsüberhang in beide Richtungen gespielt worden. Auf Position zwei der meist gehandelten Werte lägen Indexfonds, die sich am breit aufgestellten MSCI World (ISIN nicht bekannt/ WKN A0REWH) orientieren würden. "Hier dominieren die Zuflüsse."
Deutlich entspannter scheinen die Kunden der UniCredit die Aussichten für US-Aktien zu bewerten, so die Deutsche Börse AG. Mit Blick auf S&P 500-ETFs (ISIN IE00B3YCGJ38 / WKN A1CYW7; ISIN IE00B3XXRP09 / WKN A1JX53) mache Florian Lenhart von der UniCredit sehr viel Interesse und stark übergewichtete Käufe aus. Der marktbreite Index habe auf Wochensicht um 0,77 Prozent an Gewicht verloren. Tracker des MSCI Canada kämen wiederum auf beiden Seiten zum Tragen.
Vor dem Hintergrund eines leicht anziehenden NASDAQ 100 hätten sich Investoren laut Lenhart in entsprechenden Produkten (ISIN IE00B53SZB19 / WKN A0YEDL; ISIN IE0032077012 / WKN 801498) positioniert. In der Anlegergunst weit oben hätten auch regional engagierte Indices wie der FTSE North America und MSCI North America (ISIN IE00B14X4M10 / WKN A0J201; ISIN LU0392494992 / WKN ETF113) rangiert, die ebenfalls unterm Strich gekauft würden.
Vom chaotischen Austritt Großbritanniens aus der EU würden sich die UniCredit-Kunden Lenhart zufolge kaum beirren lassen und hätten sich mehrheitlich in britischen Standardwerten im FTSE 100 (ISIN IE00B810Q511 / WKN A1JX54; ISIN IE0005042456/ 552752) engagiert. EURO STOXX 50- ebenso wie MSCI Emu- und MSCI Europe-Tracker würden hingegen rege in beide Richtungen gespielt. An deutschen Aktien im DAX würden die Händler unterdurchschnittliches Interesse verbuchen. "Bei ruhigem Handel stehen Abgaben im Vordergrund", beschreibe Lenhart.
Den Löwenanteil der Umsätze in branchenbezogenen ETFs sehe Dürr im Bereich Technologie. Tracker des MSCI World Information Technology Total Return Net Index (ISIN IE00BM67HT60 / WKN A113FM) seien unterm Strich rausgegangen. Finanzwerte etwa im STOXX Europe 600 Banks Index (ISIN LU1834983477 / WKN LYX01W) kämen hingegen gut an und seien in Summe gesucht. Das gelte auch für Unternehmen aus der Gesundheitsindustrie im STOXX Europe 600 Health Care.
Bei Festverzinslichem stünden Lenhart zufolge meist Zuflüsse in den Büchern. Investoren hätten sich beispielsweise in US-Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten positioniert. Kurzläufer im Markit iBoxx US Treasuries 1-3 Index (ISIN IE00BYXPSP02 / WKN A2DN9Z) kämen dabei ebenso häufig zum Zug wie sieben- bis zehnjährige Schatzanleihen im Barclays US Treasury 10 year Term Index (ISIN IE00B1FZS798 / WKN A0LGP4). Zudem verbuche die UniCredit überwiegend Käufe von Anleihen aufstrebender Staaten im Barclays Capital Emerging Markets Local Currency Core Government Index (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV). (Ausgabe vom 26.03.2019) (27.03.2019/fc/a/e)
Die bemerkenswerte Nachfrage nach in Euro begebenen hochverzinslichen Corporate Bonds sehe Bruce Gunn von IMC im Zusammenhang mit dem Renditerutsch zehnjähriger Bundesanleihen unter 0 Prozent.
Einige Anleger würden scheinbar damit rechnen, dass diese Situation nicht von Dauer sein werde. Zu den meist gekauften Rentenwerten würden bei der Commerzbank Bund-Future Short-ETFs gehören, wie Christian Dürr anmerke. Von den ansehnlichen 48.000 Transaktionen kämen ETFs mit festverzinslichen Papieren auf immerhin 17 Prozent und lägen damit deutlich über dem Durchschnitt.
Ansonsten hätten sich die Kunden der Commerzbank auf Portfolios mit US-Werten konzentriert, die 25 Prozent des Gesamtaufkommens in der Anlageklasse ausgemacht hätten. S&P 500-Tracker hätten dabei mit Abstand den Spitzenrang belegt und seien mit einem leichten Verkaufsüberhang in beide Richtungen gespielt worden. Auf Position zwei der meist gehandelten Werte lägen Indexfonds, die sich am breit aufgestellten MSCI World (ISIN nicht bekannt/ WKN A0REWH) orientieren würden. "Hier dominieren die Zuflüsse."
Vor dem Hintergrund eines leicht anziehenden NASDAQ 100 hätten sich Investoren laut Lenhart in entsprechenden Produkten (ISIN IE00B53SZB19 / WKN A0YEDL; ISIN IE0032077012 / WKN 801498) positioniert. In der Anlegergunst weit oben hätten auch regional engagierte Indices wie der FTSE North America und MSCI North America (ISIN IE00B14X4M10 / WKN A0J201; ISIN LU0392494992 / WKN ETF113) rangiert, die ebenfalls unterm Strich gekauft würden.
Vom chaotischen Austritt Großbritanniens aus der EU würden sich die UniCredit-Kunden Lenhart zufolge kaum beirren lassen und hätten sich mehrheitlich in britischen Standardwerten im FTSE 100 (ISIN IE00B810Q511 / WKN A1JX54; ISIN IE0005042456/ 552752) engagiert. EURO STOXX 50- ebenso wie MSCI Emu- und MSCI Europe-Tracker würden hingegen rege in beide Richtungen gespielt. An deutschen Aktien im DAX würden die Händler unterdurchschnittliches Interesse verbuchen. "Bei ruhigem Handel stehen Abgaben im Vordergrund", beschreibe Lenhart.
Den Löwenanteil der Umsätze in branchenbezogenen ETFs sehe Dürr im Bereich Technologie. Tracker des MSCI World Information Technology Total Return Net Index (ISIN IE00BM67HT60 / WKN A113FM) seien unterm Strich rausgegangen. Finanzwerte etwa im STOXX Europe 600 Banks Index (ISIN LU1834983477 / WKN LYX01W) kämen hingegen gut an und seien in Summe gesucht. Das gelte auch für Unternehmen aus der Gesundheitsindustrie im STOXX Europe 600 Health Care.
Bei Festverzinslichem stünden Lenhart zufolge meist Zuflüsse in den Büchern. Investoren hätten sich beispielsweise in US-Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten positioniert. Kurzläufer im Markit iBoxx US Treasuries 1-3 Index (ISIN IE00BYXPSP02 / WKN A2DN9Z) kämen dabei ebenso häufig zum Zug wie sieben- bis zehnjährige Schatzanleihen im Barclays US Treasury 10 year Term Index (ISIN IE00B1FZS798 / WKN A0LGP4). Zudem verbuche die UniCredit überwiegend Käufe von Anleihen aufstrebender Staaten im Barclays Capital Emerging Markets Local Currency Core Government Index (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV). (Ausgabe vom 26.03.2019) (27.03.2019/fc/a/e)
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