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ETF-Handel: Das Rendite-Plus zählt
24.07.19 12:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Keine Spur von sommerlicher Zurückhaltung: So beschreiben Market Maker den Handel mit Exchange Traded Funds, so die Deutsche Börse AG.
"Es ist zwar ferienbedingt etwas ruhiger, dennoch kommen wir vergangene Woche auf gut 50.000 ETF-Transaktionen", melde Carsten Schröder von der Commerzbank. Während sich über alle Anlageklassen hinweg Zu- und Abflüsse in etwa die Waage hielten, hätten Investoren den europäischen und US-Finanzsektor trotz überraschend guter Quartalszahlen von US-Großbanken überproportional abgestraft. Zu den meist gehandelten Werten auf der Abgabenseite zähle Schröder Tracker des S&P 500 Financial Sector und STOXX Europe 600 Banks.
Rick van Leeuwen von IMC sehe die erwarteten US-Leitzinssenkungen als eine Ursache für die Skepsis gegenüber Finanzwerten. Das schmälere künftige Zinserträge. Die Ergebnisse der Schweizer UBS und spanischen Santander Bank hätten im Übrigen überzeugt, machten sich im ETF-Handel von IMC aber noch nicht bemerkbar. Insgesamt verbuche van Leeuwen einen Schub hin zu europäischen Unternehmensanleihen als auch - zulasten von US-Werten. "S&P 500-Tracker gehören bei uns auf Wochensicht zu den Verlierern", melde der Händler. Produkte, die sich am FTSE Developed Europe ex UK und MSCI Europe ex UK (ISIN FR0010988642 / WKN A1H68W, ISIN IE00BYX5K108 / WKN A2AN46) orientieren würden, kämen gut an und landeten unterm Strich in den Depots.
Auch die Commerzbank-Kunden verabschiedeten sich in Summe von ihren S&P 500-Positionen, griffen aber tendenziell zu S&P 500 Euro Hedged-ETFs mit Absicherung zum Euro. Tracker (ISIN IE00B53SZB19 / WKN A0YEDL) des technologielastigen NASDAQ führe Schröder auf der Kaufseite.
"Raus aus Aktien, rein in renditeträchtige Anleihen", fasse Oliver Kilian den ETF-Handel bei der UniCredit zusammen. Seine Kunden positionierten sich klar in Bonds mit Aussicht auf höhere Erträge und setzten dabei verstärkt auf Schwellenländer-Anleihen etwa im J.P. Morgan EMBI Global Core Index (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV), gern auch mit Währungsabsicherungs-Komponente. Daneben engagierten sich Investoren besonders häufig in ein- bis fünfjährigen britischen Staatsanleihen im SPDR Barclays 1-5 Year Gilt. Ein- bis dreijährige europäische Staatsanleihen (ISIN LU1650487413 / WKN LYX0XH) mit Investment Grade würden derweil abgestoßen.
Auffällig nenne Schröder die Zuflüsse zu Produkten, die sich am iTraxx Crossover 5-year Short Total Return Index (ISIN LU0321462870 / WKN DBX0AU) orientieren würden, der die Rendite für einen Kreditsicherungsnehmer hinsichtlich fünfjähriger Kreditderivate messe. Der Index umfasse 125 europäische Unternehmen mit Investment Grade. Produkte auf den Deutsche Börse Eurogove Germany 5-10 Index sowie kurzlaufende Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade (ISIN IE00BCRY6557 / WKN A1W375) würden eher abgestoßen.
Von breit investierenden Produkten mit Schwellenländer-Aktien im MSCI Emerging Markets Index (ISIN LU1681045370 / WKN A2H58J, ISIN LU1681045453 / WKN A2H58K) verabschiedeten sich die UniCredit-Kunden in Summe. "In dem Segment verbuchen wir zum Teil starke Abflüsse", präzisiere Kilian. MSCI All Country World-ETFs mit Large und Mid Caps aus dem MSCI World und MSCI Emerging Markets würden rege mit einem leichten Abgabedruck gehandelt. An indischen Aktien im MSCI India fänden Investoren per Saldo Gefallen. "Käufe stehen klar im Vordergrund." (Ausgabe vom 23.07.2019) (24.07.2019/fc/a/e)
"Es ist zwar ferienbedingt etwas ruhiger, dennoch kommen wir vergangene Woche auf gut 50.000 ETF-Transaktionen", melde Carsten Schröder von der Commerzbank. Während sich über alle Anlageklassen hinweg Zu- und Abflüsse in etwa die Waage hielten, hätten Investoren den europäischen und US-Finanzsektor trotz überraschend guter Quartalszahlen von US-Großbanken überproportional abgestraft. Zu den meist gehandelten Werten auf der Abgabenseite zähle Schröder Tracker des S&P 500 Financial Sector und STOXX Europe 600 Banks.
Rick van Leeuwen von IMC sehe die erwarteten US-Leitzinssenkungen als eine Ursache für die Skepsis gegenüber Finanzwerten. Das schmälere künftige Zinserträge. Die Ergebnisse der Schweizer UBS und spanischen Santander Bank hätten im Übrigen überzeugt, machten sich im ETF-Handel von IMC aber noch nicht bemerkbar. Insgesamt verbuche van Leeuwen einen Schub hin zu europäischen Unternehmensanleihen als auch - zulasten von US-Werten. "S&P 500-Tracker gehören bei uns auf Wochensicht zu den Verlierern", melde der Händler. Produkte, die sich am FTSE Developed Europe ex UK und MSCI Europe ex UK (ISIN FR0010988642 / WKN A1H68W, ISIN IE00BYX5K108 / WKN A2AN46) orientieren würden, kämen gut an und landeten unterm Strich in den Depots.
"Raus aus Aktien, rein in renditeträchtige Anleihen", fasse Oliver Kilian den ETF-Handel bei der UniCredit zusammen. Seine Kunden positionierten sich klar in Bonds mit Aussicht auf höhere Erträge und setzten dabei verstärkt auf Schwellenländer-Anleihen etwa im J.P. Morgan EMBI Global Core Index (ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV), gern auch mit Währungsabsicherungs-Komponente. Daneben engagierten sich Investoren besonders häufig in ein- bis fünfjährigen britischen Staatsanleihen im SPDR Barclays 1-5 Year Gilt. Ein- bis dreijährige europäische Staatsanleihen (ISIN LU1650487413 / WKN LYX0XH) mit Investment Grade würden derweil abgestoßen.
Auffällig nenne Schröder die Zuflüsse zu Produkten, die sich am iTraxx Crossover 5-year Short Total Return Index (ISIN LU0321462870 / WKN DBX0AU) orientieren würden, der die Rendite für einen Kreditsicherungsnehmer hinsichtlich fünfjähriger Kreditderivate messe. Der Index umfasse 125 europäische Unternehmen mit Investment Grade. Produkte auf den Deutsche Börse Eurogove Germany 5-10 Index sowie kurzlaufende Euro-Unternehmensanleihen mit Investment Grade (ISIN IE00BCRY6557 / WKN A1W375) würden eher abgestoßen.
Von breit investierenden Produkten mit Schwellenländer-Aktien im MSCI Emerging Markets Index (ISIN LU1681045370 / WKN A2H58J, ISIN LU1681045453 / WKN A2H58K) verabschiedeten sich die UniCredit-Kunden in Summe. "In dem Segment verbuchen wir zum Teil starke Abflüsse", präzisiere Kilian. MSCI All Country World-ETFs mit Large und Mid Caps aus dem MSCI World und MSCI Emerging Markets würden rege mit einem leichten Abgabedruck gehandelt. An indischen Aktien im MSCI India fänden Investoren per Saldo Gefallen. "Käufe stehen klar im Vordergrund." (Ausgabe vom 23.07.2019) (24.07.2019/fc/a/e)
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