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ETF-Handel: Richtungssuche
21.08.19 08:57
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Stärkere Schwankungen an den Aktienmärkten spiegeln sich im Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds wider, so die Deutsche Börse AG.
"Mit 65.000 ETF-Transaktionen liegen wir auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Wochen zuvor", beschreibe Frank Mohr von der Commerzbank das Geschehen. Insgesamt überwögen mit 54 Prozent die Abflüsse.
Als typisch für derartige Marktphasen stufe der Händler den Handelsfokus auf große Indices ein. Zu den meist gehandelten Positionen auf der Verkaufs- und Kaufseite mit einem leichten Hang zu Abgaben zählten S&P 500-, EURO STOXX 50- und DAX-Tracker.
Tracker von Indices mit weltweiter Streuung würden auffällig viel nachgefragt. Größeren Verkäufen stünden zahlreiche kleinere Zuflüsse etwa in MSCI World-Produkten gegenüber. Für Mohr liege der höhere Kaufanteil in diesem Segment nicht zuletzt an der bevorzugten Abwicklung von Sparplänen jeweils zu Beginn und Mitte eines Monats. "Für das regelmäßige Sparen werden gern MSCI World-Produkte genommen."
Cornelia Schübel von der UniCredit registriere ebenfalls rege Nachfrage nach globalen Indices wie dem MSCI World (ISIN IE00B0M62Q58 / WKN A0HGV0, ISIN IE00B60SX394 / WKN A0RGCS). Das gelte auch für Tracker des MSCI World Minimum Volatility. "Bei beiden dominieren die Käufe." S&P 500-ETFs gehörten bei der UniCredit ebenso zu den Gewinnern wie der Xtrackers Switzerland. Zumeist Abflüsse gebe es für japanische Werte etwa im JPX Nikkei Net Total Return Index (ISIN LU1646359965 / WKN LYX0W9).
Vergangenen Freitag und zum Wochenbeginn verbuche Rick van Leeuwen von IMC auffällig hohes Interesse an EURO STOXX 50-Produkten. Auch er beobachte Orders mit niedrigerem Volumen auf der Kaufseite. "Viele kleinteiligere Käufe sowie einige größere Abgaben sind dabei." IMC-Kunden trennten sich unterm Strich von MSCI Japan-ETFs und positionierten sich zumeist in S&P 500-Produkten. "Insgesamt haben wir für die Jahreszeit gut zu tun", fasse van Leeuwen zusammen. Der August knüpfe damit nahtlos an den Juli an.
Die Commerzbank-Kunden griffen in Summe zu Schwellenländer-Aktien und deckten sich unter anderem mit MSCI Emerging Markets-Produkten von iShares ein. "Wir hatten einige großvolumige Käufe", melde Mohr. Auch Cornelia Schübel spreche von reger Nachfrage nach Schwellenländer-Aktien (ISIN LU1681045453 / WKN A2H58K, ISIN IE00B0M63177/ A0HGWC), könne allerdings keine Vorliebe erkennen. "Zu- und Abflüsse bewegen sich in etwa auf einem Niveau." Nachhaltigkeit sei einmal mehr ein Thema, wie die Händlerin feststelle. Zu den meist gehandelten Werten zählten beispielsweise MSCI Emerging Markets Socially Responsible-ETFs. "Ein Trend ist auch hier nicht auszumachen."
Im Geschäft mit Sektor-ETFs belegten Technologiewerte (ISIN IE00BWBXM948 / WKN A14QB5) bei der Commerzbank auf der Verkaufsseite den Spitzenrang, gefolgt von Bankaktien und Immobilien. Auch van Leeuwen spreche von Abflüssen aus Bank- und Technologiewerten. Seine Kunden trennten sich zudem von Unternehmen der Grundstoffe-Industrie etwa im STOXX Europe 600 Basic Resources Index (ISIN LU0292100806 / WKN DBX1SB).
Bei Festverzinslichem gehe Schübel zufolge einiges um. Häufig zurückgegeben würden etwa Renten-ETFs mit Schwellenländerwerten. Als Beispiel nenne die Händlerin in US-Dollar geführte Emerging Markets-Bonds (ISIN IE00B2NPKV68 / WKN A0NECU, ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV, ISIN LU1324516050 / WKN A1439E), auch mit Währungsabsicherung zum Euro (ISIN IE00B9M6RS56 / WKN A1W0MQ). Unterm Strich verabschiedeten sich Investoren auch von in Euro geführten bonitätsstarken Unternehmensanleihen (ISIN LU1681041114 / WKN A2H585) mit Restlaufzeiten zwischen einem und drei Jahren. (Ausgabe vom 20.08.2019) (21.08.2019/fc/a/e)
"Mit 65.000 ETF-Transaktionen liegen wir auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Wochen zuvor", beschreibe Frank Mohr von der Commerzbank das Geschehen. Insgesamt überwögen mit 54 Prozent die Abflüsse.
Als typisch für derartige Marktphasen stufe der Händler den Handelsfokus auf große Indices ein. Zu den meist gehandelten Positionen auf der Verkaufs- und Kaufseite mit einem leichten Hang zu Abgaben zählten S&P 500-, EURO STOXX 50- und DAX-Tracker.
Tracker von Indices mit weltweiter Streuung würden auffällig viel nachgefragt. Größeren Verkäufen stünden zahlreiche kleinere Zuflüsse etwa in MSCI World-Produkten gegenüber. Für Mohr liege der höhere Kaufanteil in diesem Segment nicht zuletzt an der bevorzugten Abwicklung von Sparplänen jeweils zu Beginn und Mitte eines Monats. "Für das regelmäßige Sparen werden gern MSCI World-Produkte genommen."
Vergangenen Freitag und zum Wochenbeginn verbuche Rick van Leeuwen von IMC auffällig hohes Interesse an EURO STOXX 50-Produkten. Auch er beobachte Orders mit niedrigerem Volumen auf der Kaufseite. "Viele kleinteiligere Käufe sowie einige größere Abgaben sind dabei." IMC-Kunden trennten sich unterm Strich von MSCI Japan-ETFs und positionierten sich zumeist in S&P 500-Produkten. "Insgesamt haben wir für die Jahreszeit gut zu tun", fasse van Leeuwen zusammen. Der August knüpfe damit nahtlos an den Juli an.
Die Commerzbank-Kunden griffen in Summe zu Schwellenländer-Aktien und deckten sich unter anderem mit MSCI Emerging Markets-Produkten von iShares ein. "Wir hatten einige großvolumige Käufe", melde Mohr. Auch Cornelia Schübel spreche von reger Nachfrage nach Schwellenländer-Aktien (ISIN LU1681045453 / WKN A2H58K, ISIN IE00B0M63177/ A0HGWC), könne allerdings keine Vorliebe erkennen. "Zu- und Abflüsse bewegen sich in etwa auf einem Niveau." Nachhaltigkeit sei einmal mehr ein Thema, wie die Händlerin feststelle. Zu den meist gehandelten Werten zählten beispielsweise MSCI Emerging Markets Socially Responsible-ETFs. "Ein Trend ist auch hier nicht auszumachen."
Im Geschäft mit Sektor-ETFs belegten Technologiewerte (ISIN IE00BWBXM948 / WKN A14QB5) bei der Commerzbank auf der Verkaufsseite den Spitzenrang, gefolgt von Bankaktien und Immobilien. Auch van Leeuwen spreche von Abflüssen aus Bank- und Technologiewerten. Seine Kunden trennten sich zudem von Unternehmen der Grundstoffe-Industrie etwa im STOXX Europe 600 Basic Resources Index (ISIN LU0292100806 / WKN DBX1SB).
Bei Festverzinslichem gehe Schübel zufolge einiges um. Häufig zurückgegeben würden etwa Renten-ETFs mit Schwellenländerwerten. Als Beispiel nenne die Händlerin in US-Dollar geführte Emerging Markets-Bonds (ISIN IE00B2NPKV68 / WKN A0NECU, ISIN IE00B5M4WH52 / WKN A1JADV, ISIN LU1324516050 / WKN A1439E), auch mit Währungsabsicherung zum Euro (ISIN IE00B9M6RS56 / WKN A1W0MQ). Unterm Strich verabschiedeten sich Investoren auch von in Euro geführten bonitätsstarken Unternehmensanleihen (ISIN LU1681041114 / WKN A2H585) mit Restlaufzeiten zwischen einem und drei Jahren. (Ausgabe vom 20.08.2019) (21.08.2019/fc/a/e)
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| 103,80 € | 102,96 € | 0,84 € | +0,82% | 24.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0380865021 | DBX1ET | 108,40 € | 86,37 € | |
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