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ETF-Handel: "Schwerpunkt USA und global"
28.08.24 11:02
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Kauflaune hält an, so die Deutsche Börse AG.
"Wir sehen meist Käufe, es ist aber ruhig", berichte Andreas Schröer von Lang & Schwarz. Das Interesse gelte meist den großen Indices, allen voran MSCI World und S&P 500. Seit dem Montag sehe er zudem vermehrt Käufe für Hongkongs Tech-Aktien, etwa mit dem HSBC Hang Seng Tech. Auch Ivo Orlemann von der ICF Bank melde Zuflüsse in MSCI World, S&P 500 oder DAX. "Mal ist auch der MDAX dabei."
Nach den deutlichen Gewinnen in der Vorwoche tendiere der DAX diese Woche seitwärts. Am Dienstagmittag habe der Index bei Punkten, nicht weit vom Allzeithoch von knapp 18.893 Punkten entfernt gelegen. Auch die US-Märkte seien am 26. August 2024 auf hohem Niveau geblieben.
Im Handel mit Branchen-ETFs steche die Verteidigungsbranche heraus, wie Orlemann erkläre, konkret der VanEck Defense. Der Kurs sei seit Auflage des ETFs im April 2023 quasi nur gestiegen, der kurze Rücksetzer mit dem Mini-Crash Anfang August sei schon wieder mehr als wettgemacht. Auffällig seien zudem hohe Umsätze mit Uran-ETFs wie dem VanEck Uranium and Nuclear Technologies und dem HANetf Sprott Uranium Miners, wie Schröer berichte. "Das sind Käufe und Verkäufe."
Der VanEck-ETF biete Zugang zu Unternehmen aus den Bereichen Uranbergbau und Kernenergieinfrastruktur, der HANetf zu Unternehmen, die mit Erschließung, Abbau und Verarbeitung von Uran befasst seien. Der erste komme seit Jahresanfang auf ein Plus von knapp 15 Prozent, der zweite liege mit 9 Prozent im Minus.
Globale und nordamerikanische Aktien seien auch dieses Jahr ganz klare Favoriten am europäischen ETF-Markt, wie Zahlen des ETF-Analyse- und Handelshauses Crossflow zeigen würden. Bis Ende Juli seien von netto insgesamt 87 Milliarden Euro in Aktien-ETFs, 39,5 Milliarden Euro in globale und 32,4 Milliarden Euro in nordamerikanische Aktien geflossen.
Aktien aus der Eurozone seien lediglich auf 3 Milliarden Euro gekommen, europäische Länder außerhalb der Währungsunion auf 4,9 Milliarden Euro. Auch beim verwalteten Vermögen in Aktien-ETFs (insgesamt 1.348 Milliarden Euro) stünden US-Aktien mit 506 Milliarden Euro und globale Aktien mit 488 Milliarden Euro ganz weit vorne.
Das Analysehaus Morningstar habe sich vor kurzem dem Thema US-Aktien und Tech-Werte gewidmet und gefragt: "Besitzen Europas ETF-Anleger zu viel US-Tech?" Der Absturz der Märkte - auch der US-Märkte - Anfang August habe europäischen ETF-Anleger aufgeschreckt, heiße es. "Der US-Markt macht mehr als 70 Prozent der globalen Aktienmärkte aus, das ist der höchste Stand in der Geschichte", erkläre Michael Field von Morningstar. Allein die "Magnificent Seven" stünden für mehr als ein Fünftel. Das Fazit: Die Mischung aus globalen, US-amerikanischen und Technologie-Aktien-ETFs garantiere keine Risikodiversifizierung.
Im Handel mit Gold-ETCs sei trotz des jüngsten Allzeithochs nicht viel los. "Silber-ETCs (ISIN JE00B1VS3333 / WKN A0N6XJ) werden viel gekauft", melde Schröer. Der Silberpreis sei zuletzt gestiegen, habe mit aktuell 29,92 US-Dollar die Hochs aus dem Mai aber noch nicht wieder erreicht. "Immer beliebter werden außerdem die dreifach gehebelten Rohstoffpreis-Tracker", ergänze er.
Eher ruhig sei es Orlemann zufolge derzeit im Krypto-ETN-Handel. Auf Xetra am meisten um ging am 27. August 2024 im ETC Group Physical Bitcoin, im WisdomTree Physical Solana und im 21Shares Bitcoin Core, so die Deutsche Börse AG. Der Bitcoin koste aktuell 62.853 US-Dollar. Das Allzeithoch von über 73.000 US-Dollar aus dem März sei zwar weit entfernt, der aktuelle Kurs ergebe aber immer noch ein Plus von 42 Prozent seit Jahresanfang. (Ausgabe vom 27.08.2024) (28.08.2024/fc/a/e)
"Wir sehen meist Käufe, es ist aber ruhig", berichte Andreas Schröer von Lang & Schwarz. Das Interesse gelte meist den großen Indices, allen voran MSCI World und S&P 500. Seit dem Montag sehe er zudem vermehrt Käufe für Hongkongs Tech-Aktien, etwa mit dem HSBC Hang Seng Tech. Auch Ivo Orlemann von der ICF Bank melde Zuflüsse in MSCI World, S&P 500 oder DAX. "Mal ist auch der MDAX dabei."
Nach den deutlichen Gewinnen in der Vorwoche tendiere der DAX diese Woche seitwärts. Am Dienstagmittag habe der Index bei Punkten, nicht weit vom Allzeithoch von knapp 18.893 Punkten entfernt gelegen. Auch die US-Märkte seien am 26. August 2024 auf hohem Niveau geblieben.
Im Handel mit Branchen-ETFs steche die Verteidigungsbranche heraus, wie Orlemann erkläre, konkret der VanEck Defense. Der Kurs sei seit Auflage des ETFs im April 2023 quasi nur gestiegen, der kurze Rücksetzer mit dem Mini-Crash Anfang August sei schon wieder mehr als wettgemacht. Auffällig seien zudem hohe Umsätze mit Uran-ETFs wie dem VanEck Uranium and Nuclear Technologies und dem HANetf Sprott Uranium Miners, wie Schröer berichte. "Das sind Käufe und Verkäufe."
Globale und nordamerikanische Aktien seien auch dieses Jahr ganz klare Favoriten am europäischen ETF-Markt, wie Zahlen des ETF-Analyse- und Handelshauses Crossflow zeigen würden. Bis Ende Juli seien von netto insgesamt 87 Milliarden Euro in Aktien-ETFs, 39,5 Milliarden Euro in globale und 32,4 Milliarden Euro in nordamerikanische Aktien geflossen.
Aktien aus der Eurozone seien lediglich auf 3 Milliarden Euro gekommen, europäische Länder außerhalb der Währungsunion auf 4,9 Milliarden Euro. Auch beim verwalteten Vermögen in Aktien-ETFs (insgesamt 1.348 Milliarden Euro) stünden US-Aktien mit 506 Milliarden Euro und globale Aktien mit 488 Milliarden Euro ganz weit vorne.
Das Analysehaus Morningstar habe sich vor kurzem dem Thema US-Aktien und Tech-Werte gewidmet und gefragt: "Besitzen Europas ETF-Anleger zu viel US-Tech?" Der Absturz der Märkte - auch der US-Märkte - Anfang August habe europäischen ETF-Anleger aufgeschreckt, heiße es. "Der US-Markt macht mehr als 70 Prozent der globalen Aktienmärkte aus, das ist der höchste Stand in der Geschichte", erkläre Michael Field von Morningstar. Allein die "Magnificent Seven" stünden für mehr als ein Fünftel. Das Fazit: Die Mischung aus globalen, US-amerikanischen und Technologie-Aktien-ETFs garantiere keine Risikodiversifizierung.
Im Handel mit Gold-ETCs sei trotz des jüngsten Allzeithochs nicht viel los. "Silber-ETCs (ISIN JE00B1VS3333 / WKN A0N6XJ) werden viel gekauft", melde Schröer. Der Silberpreis sei zuletzt gestiegen, habe mit aktuell 29,92 US-Dollar die Hochs aus dem Mai aber noch nicht wieder erreicht. "Immer beliebter werden außerdem die dreifach gehebelten Rohstoffpreis-Tracker", ergänze er.
Eher ruhig sei es Orlemann zufolge derzeit im Krypto-ETN-Handel. Auf Xetra am meisten um ging am 27. August 2024 im ETC Group Physical Bitcoin, im WisdomTree Physical Solana und im 21Shares Bitcoin Core, so die Deutsche Börse AG. Der Bitcoin koste aktuell 62.853 US-Dollar. Das Allzeithoch von über 73.000 US-Dollar aus dem März sei zwar weit entfernt, der aktuelle Kurs ergebe aber immer noch ein Plus von 42 Prozent seit Jahresanfang. (Ausgabe vom 27.08.2024) (28.08.2024/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 6,028 € | 5,861 € | 0,167 € | +2,85% | 16.04./21:59 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| IE00BMWXKN31 | A2QHV0 | 8,08 € | 5,50 € | |
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