ETF-Handel: Spezielle Themen stehen im Fokus


05.06.24 11:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Konsolidierungsphase an den Aktienmärkten hinterlässt auch im Handel mit Exchange Traded Funds, ETFs, deutliche Spuren, so die Deutsche Börse AG.

"Es wird Woche für Woche etwas ruhiger", erkläre Frank Mohr von der Société Générale. Auffällig sei, dass der unverändert vorhandene Kaufüberhang aktuell etwas geringer ausfalle. Stark nachgefragt würden weiterhin Aktien weltweit über den iShares Core MSCI World und den Amundi MSCI All Country World.

Bei US-Aktien falle dem Händler das relativ große Interesse an dem auch unter dem Namen "Spider" bekannten SPDR S&P 500 auf, während es bei vergleichbaren Indexfonds von iShares oder Vanguard öfter mal zu Verkäufen komme. "Der Spider-ETF profitiert immer noch von den vergleichsweise attraktiven Konditionen nach der Reduzierung der Kosten im November".

Holger Heinrich, der ETFs für die Baader Bank handele, berichte über gute Nachfrage nach Produkten mit den Schwerpunkten Smallcaps und Value. Gesucht würden der Invesco S&P Small Cap 600 und der JPM Active US Value. Bei den global investierenden ETFs würden Produkte mit Wasserstoff-Fokus herausstechen. Hier nenne der Händler den Global X Hydrogen und den Invesco Hydrogen Economy. Beide Indexfonds hätten nach massiven Kursrückgängen in der Vergangenheit in den vergangenen Wochen nun eine spürbare Erholung hingelegt.

Im Handel der Société Générale falle diesmal der DAX auf, der dort längere Zeit nicht mehr vertreten gewesen sei. Mohr sehe vor allem beim Flaggschiff iShares Core DAX wieder mehr Käufe. "Im Vergleich zu früheren Jahren sind die investierten Volumen bei den DAX-Produkten aber immer noch deutlich reduziert", erkläre der ETF-Händler. Als Begründung verweise er unter anderem auf die mittlerweile sehr große Auswahl an Alternativen bei europäischen Aktien-ETFs.

Ein großes Thema an den Börsen sei in diesen Tagen der indische Aktienmarkt, nachdem die Opposition bei den Parlamentswahlen aktuellen Umfragen zufolge stärker als erwartet abgeschnitten habe. Frank Wöllnitz, Händler bei der ICF Bank, registriere in diesem Umfeld deutlich steigende Umsätze bei Indien-ETFs. "Da ist plötzlich richtig Bewegung drin, nachdem vorher so gut wie nie etwas los war". Stark gehandelt werde vor allem der iShares MSCI India.

Auch bei der Baader Bank, einer der Designated Sponsors dieses ETFs, sei gerade am Dienstagmorgen "wesentlich mehr los als üblich" gewesen, wie Heinrich bestätige. "Der indische Markt war zu unserer Eröffnung um 8:00 Uhr ca. 5 Prozent im Minus und hat noch weiter nachgegeben. So wie es aussieht, haben die Kunden es als Chance begriffen". Bei den ETFs sei zwar viel "hin und her" gehandelt, aber unter dem Strich etwas mehr gekauft als verkauft worden. Das gelte nicht nur für den Indexfonds von iShares. Auch in dem Franklin FTSE India habe es laut dem Händler "etwas mehr Umsatz als üblich und auch hier mehr Käufe als Verkäufe" gegeben.

Auffällig seien zunehmende Gewinnmitnahmen rund um Technologie-Aktien. Während laut Mohr der iShares S&P 500 Information Technology mehrheitlich gekauft werde, habe es bei dem zuletzt immer sehr stark nachgefragten Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data zum ersten Mal nach langer Zeit einen leichten Verkaufs-Überhang gegeben. "Wahrscheinlich wurden hier einfach Gewinne mitgenommen", vermute der Händler. Dasselbe treffe auf den Health Care-Sektor zu, für den es "deutliche Abgaben" gegeben habe, zum Beispiel im iShares STOXX Europe 600 Health Care und im Invesco NASDAQ Biotech. (Ausgabe vom 04.06.2024) (05.06.2024/fc/a/e)





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