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ETF-Handel: "Tech-Branche glänzt weiter"
11.06.24 16:40
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der zumindest hierzulande etwas schwächere Aktienmarkt bremst die Kauflaune im ETF-Handel kaum aus, so die Deutsche Börse AG.
Holger Heinrich von der Baader Bank berichte von deutlich höheren Umsätzen und viel mehr Käufen als Verkäufen. "Es ist weiter sehr viel los in Branchen-, besonders in Technologie-ETFs", erkläre Leo Puschmann von Lang & Schwarz. Frank Mohr von der Société Générale sehe aber auch Gewinnmitnahmen. "Auch das Handelsvolumen geht etwas zurück, wohl wegen der Marktsituation." Der DAX stehe am Dienstagmittag bei 18.440 Punkten, deutlich unter dem jüngsten Allzeithoch von knapp 18.893 Zählern Mitte Mai. In den USA hätten S&P 500 und NASDAQ 100 allerdings gestern wieder fast auf ihren Rekordhochs geschlossen.
Dennoch sei es bei den sonst rege gehandelten US-Aktien Heinrich zufolge zuletzt ruhiger zugegangen. Meist gehe es um die großen Indices S&P 500, etwa mit dem UBS S&P 500 ESG (ISIN IE00BHXMHL11 / WKN A2PEVA). "Generell bleibt das Thema ESG im Blick der Anleger", erläutere Heinrich, auch in Bezug auf MSCI World-Tracker wie den Amundi MSCI World SRI Climate Net Zero Ambition PAB EUR Hedged.
Allzu hart dürfe der ESG-Filter aber nicht sein: Der Abverkauf von Aktien-ETFs mit besonders strengen ESG-Regeln habe sich dem ETF-Analysehaus Crossflow zufolge im Mai fortgesetzt - mit Rückgaben in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Seit Jahresbeginn seien es nunmehr 8,1 Milliarden Euro, die aus dem "strengen" ETFs abgeflossen seien. Dabei seien Aktien-ETFs Crossflow zufolge im Mai extrem beliebt gewesen: Mit netto 16,2 Milliarden Euro sei es zu den zweithöchsten monatlichen Investitionen seit drei Jahren gekommen. Nur im Januar 2022 seien es noch mehr gewesen.
"Das ist schon ein Statement beziehungsweise ein Vertrauensbeweis der Anleger, wenn man bedenkt, dass sich die bekanntesten Benchmark-Indices nahe ihrer Allzeithochs bewegen", kommentiere Crossflow. Auf der Rentenseite seien "überschaubare" 3,1 Milliarden Euro netto in den ETF-Markt geflossen - und zwar breit verteilt.
Was das aktuelle Geschäft mit europäischen Aktien angehe, werde Heinrich zufolge differenziert: "In Europa standen interessanterweise Österreich, Niederlande und Frankreich (ISIN LU1681046931 / WKN A2H59J) auf dem Verkaufszettel, während Griechenland (ISIN FR0010405431 / WKN LYX0BF) und Deutschland (ISIN DE000A0Q4R69 / WKN A0Q4R6) eher gekauft wurden", bemerke der Händler. Ansonsten seien Value- und Minimum Volatility-ETFs gefragt. Puschmann mache eine steigende Nachfrage nach europäischen Aktien aus (ISIN LU0908500753 / WKN LYX0Q0).
Außerdem setze sich der Trend hin zu indischen Aktien fort. "Nach der Wahl wird nachgekauft", stelle Puschmann fest. Favorit bleibe hier der iShares MSCI India, der mittlerweile über 4 Milliarden Euro verwalte. Auch andere Schwellenländer-ETFs seien wieder beliebter, etwa der iShares MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B4L5YC18 / WKN A0RPWJ).
Angesichts anhaltender Rally gehe der Blick weiterhin gen Tech-Aktien. Puschmann melde viel Interesse am iShares S&P 500 Information Technology. Der komme seit Jahresanfang auf ein Kursplus von 26 Prozent.
"Bei US-Aktien war der Fokus auf den Sektor Aerospace & Defence auffällig, ebenso auf Versorger", berichte Holger Heinrich. Was World-ETFs angehe, hätten sich Wasserstoff-ETFs wie der Global X Hydrogen umsatzstark gezeigt. Der im Februar 2022 aufgelegte ETF habe nach einer langen Verlustserie zuletzt etwas zulegen können. Seit Jahresanfang stehe aber immer noch ein Minus von 8 Prozent zu Buche.
Wieder mehr los sei im Handel mit Krypto-Verbriefungen, wie Puschmann erkläre. "Das betrifft alle Währungen." Der Bitcoin habe sein Allzeithoch von über 73.000 US-Dollar Mitte März zwar nicht mehr erreicht, halte sich mit aktuell 67.840 US-Dollar aber auf hohem Niveau. Bei den Rohstoffen werde viel auf den Silberpreis gesetzt, ergänze Puschmann, gerne auch mit Hebel. Ein Beispiel sei der WisdomTree Silver 3x Daily Short. (11.06.2024/fc/a/e)
Holger Heinrich von der Baader Bank berichte von deutlich höheren Umsätzen und viel mehr Käufen als Verkäufen. "Es ist weiter sehr viel los in Branchen-, besonders in Technologie-ETFs", erkläre Leo Puschmann von Lang & Schwarz. Frank Mohr von der Société Générale sehe aber auch Gewinnmitnahmen. "Auch das Handelsvolumen geht etwas zurück, wohl wegen der Marktsituation." Der DAX stehe am Dienstagmittag bei 18.440 Punkten, deutlich unter dem jüngsten Allzeithoch von knapp 18.893 Zählern Mitte Mai. In den USA hätten S&P 500 und NASDAQ 100 allerdings gestern wieder fast auf ihren Rekordhochs geschlossen.
Dennoch sei es bei den sonst rege gehandelten US-Aktien Heinrich zufolge zuletzt ruhiger zugegangen. Meist gehe es um die großen Indices S&P 500, etwa mit dem UBS S&P 500 ESG (ISIN IE00BHXMHL11 / WKN A2PEVA). "Generell bleibt das Thema ESG im Blick der Anleger", erläutere Heinrich, auch in Bezug auf MSCI World-Tracker wie den Amundi MSCI World SRI Climate Net Zero Ambition PAB EUR Hedged.
Allzu hart dürfe der ESG-Filter aber nicht sein: Der Abverkauf von Aktien-ETFs mit besonders strengen ESG-Regeln habe sich dem ETF-Analysehaus Crossflow zufolge im Mai fortgesetzt - mit Rückgaben in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Seit Jahresbeginn seien es nunmehr 8,1 Milliarden Euro, die aus dem "strengen" ETFs abgeflossen seien. Dabei seien Aktien-ETFs Crossflow zufolge im Mai extrem beliebt gewesen: Mit netto 16,2 Milliarden Euro sei es zu den zweithöchsten monatlichen Investitionen seit drei Jahren gekommen. Nur im Januar 2022 seien es noch mehr gewesen.
Was das aktuelle Geschäft mit europäischen Aktien angehe, werde Heinrich zufolge differenziert: "In Europa standen interessanterweise Österreich, Niederlande und Frankreich (ISIN LU1681046931 / WKN A2H59J) auf dem Verkaufszettel, während Griechenland (ISIN FR0010405431 / WKN LYX0BF) und Deutschland (ISIN DE000A0Q4R69 / WKN A0Q4R6) eher gekauft wurden", bemerke der Händler. Ansonsten seien Value- und Minimum Volatility-ETFs gefragt. Puschmann mache eine steigende Nachfrage nach europäischen Aktien aus (ISIN LU0908500753 / WKN LYX0Q0).
Außerdem setze sich der Trend hin zu indischen Aktien fort. "Nach der Wahl wird nachgekauft", stelle Puschmann fest. Favorit bleibe hier der iShares MSCI India, der mittlerweile über 4 Milliarden Euro verwalte. Auch andere Schwellenländer-ETFs seien wieder beliebter, etwa der iShares MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B4L5YC18 / WKN A0RPWJ).
Angesichts anhaltender Rally gehe der Blick weiterhin gen Tech-Aktien. Puschmann melde viel Interesse am iShares S&P 500 Information Technology. Der komme seit Jahresanfang auf ein Kursplus von 26 Prozent.
"Bei US-Aktien war der Fokus auf den Sektor Aerospace & Defence auffällig, ebenso auf Versorger", berichte Holger Heinrich. Was World-ETFs angehe, hätten sich Wasserstoff-ETFs wie der Global X Hydrogen umsatzstark gezeigt. Der im Februar 2022 aufgelegte ETF habe nach einer langen Verlustserie zuletzt etwas zulegen können. Seit Jahresanfang stehe aber immer noch ein Minus von 8 Prozent zu Buche.
Wieder mehr los sei im Handel mit Krypto-Verbriefungen, wie Puschmann erkläre. "Das betrifft alle Währungen." Der Bitcoin habe sein Allzeithoch von über 73.000 US-Dollar Mitte März zwar nicht mehr erreicht, halte sich mit aktuell 67.840 US-Dollar aber auf hohem Niveau. Bei den Rohstoffen werde viel auf den Silberpreis gesetzt, ergänze Puschmann, gerne auch mit Hebel. Ein Beispiel sei der WisdomTree Silver 3x Daily Short. (11.06.2024/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 44,125 € | 44,03 € | 0,095 € | +0,22% | 17.04./08:04 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| IE00BHXMHL11 | A2PEVA | 44,34 € | 32,50 € | |
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