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ETF-Handel: US-amerikanische Aktien-ETFs im Fokus


03.09.14 14:26
Veritas Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die andauernden geopolitischen Risiken, die nochmals sinkende Teuerungsrate und die Eintrübung der konjunkturellen Perspektiven haben die Hoffnungen gestärkt, dass die EZB, früher als bisher für möglich gehalten, neue expansive Maßnahmen bekannt geben könnte, so die Experten von Veritas Investment.

Gestützt worden seien diese Hoffnungen durch den EZB-Präsidenten, der mit seinen Aussagen Anfang der Woche die internationalen Aktienmärkte befeuert habe. Die Verschärfung der Krise in der Ukraine, bei der angeblich russische Truppen in das Land einmarschiert seien, sowie neue Sanktionsdrohungen der EU gegen Russland, hätten gegen Ende der Woche zu Kursverlusten an den europäischen Börsen geführt. Der US-amerikanische Aktienmarkt habe dennoch - gestützt durch gute Konjunkturdaten wie z.B. das BIP für das 2. Quartal mit einem Plus von 4,2% - ein neues Allzeithoch erreicht.

"Wie bereits in den Vorwochen haben die Anleger wieder bei Aktien-ETFs für rund 600 Millionen Euro zugegriffen", sage Marcus Russ, Senior-Fondsmanager bei Veritas Investment. "Auffällig sind die Umschichtungen raus aus europäischen Aktien-ETFs für rund 360 Millionen Euro und rein in ETFs auf US-amerikanische Aktien für rund 460 Millionen Euro. Auch bei ETFs auf Aktien aus Schwellenländern haben wir wieder Zuflüsse von rund 185 Millionen Euro beobachtet. Trotz der Krise in der Ukraine und deren negative Auswirkungen auf Osteuropa haben die Anleger bei Aktien-ETFs für rund 80 Millionen Euro aus der Region EMEA zugegriffen."

Im Zeichen der geopolitischen Unsicherheiten hätten Renten-ETFs ebenfalls profitiert und Zuflüsse von rund 250 Millionen Euro verzeichnen können. Im Fokus hätten vor allem Staatsanleihen gestanden. Auch auf der Rohstoffseite seien die Anleger "bullish" gewesen und hätten für rund 100 Millionen Euro ETPs erworben. Insbesondere Produkte auf den Agrarsektor für rund 215 Millionen Euro. Trotz der geopolitischen Krise habe der Goldpreis in den vergangenen Wochen kaum zulegen können. Entsprechende ETPs hätten Rückflüsse von rund 125 Millionen Euro verzeichnet. (03.09.2014/fc/a/e)