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ETF-Handel: Vorliebe für Aktien der Industrienationen
14.12.16 08:34
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Bewegungsfreude an den Aktienmärkten mobilisiert den Handel mit Exchange Traded Funds, so die Deutsche Börse AG.
"Wir verbuchen auf Wochensicht mit allen ETF-Anlageklassen gute Umsätze", beschreibe Marcel Sattler von der ICF Bank. Vor dem Hintergrund einer Verlängerung des Anleihen-Kaufprogramms vonseiten der Europäischen Zentralbank seien die Börsen derzeit zu Höchstleistungen aufgelaufen. DAX und EURO STOXX 50 hätten in der vergangenen Woche über 6 Prozent zugelegt und neue Jahresbeststände markiert. Dow Jones Industrial und S&P 500 seien um gut 3 Prozent auf neue Allzeithochs gestiegen. Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Politik von Trump, der Regierungskrise in Italien oder dem Austritt von Großbritannien aus der EU scheinen Anleger derzeit eher auszublenden, so die Deutsche Börse AG.
Frank Mohr spreche von einer der besten ETF-Handelswochen in diesem Jahr. "Knapp 40.000 ETF-Trades hatten wir nicht häufig", bemerke der Händler der Commerzbank. "Über alle Anlageklassen hinweg überwiegen mit 60 Prozent die Käufe, wobei Anleger insgesamt Aktien der Industrienationen bevorzugen."
DAX-Tracker (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA, ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06) verschiedener Anbieter würden bei der Commerzbank mit deutlichem Abstand die ETF-Umsatzstatistik anführen. "Hier verbuchen wir doppelt so viel Käufe wie Verkäufe." Ebenfalls gut an kämen EURO STOXX 50-Produkte (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0378434079 / WKN ETF050). Gleichzeitig registriere Sattler einige Gewinnmitnahmen bei DAX-Investments. So mancher Aussteiger habe da wohl zu früh reagiert.
Oliver Kilian bestätige einen starken Käufermarkt für deutsche Bluechip-Tracker und registriere Interesse an breiter aufgestellten Werten im EURO STOXX 600. Die Kunden der UniCredit hätten zudem verstärkt auf italienische Aktien etwa im FTSE MIB gesetzt. "Für viele Marktbeobachter kam die Nachfrage nach dem gescheitertem Referendum überraschend", schätze der Händler. Vereinzelt hätten sich Käufer für Standardwerte im französischen CAC 40 (ISIN FR0010878033 / WKN A0RADL) entschieden.
Die Vorliebe für US-Unternehmen beschreibe Mohr als vergleichsweise hoch. "Nach wie vor fließen Anlegermittel über den Atlantik." Deutlich mehr Käufe als Verkäufe melde der Händler etwa bei Indexfonds auf den MSCI USA (ISIN DE000A1H53M7 / WKN A1H53M, ISIN DE000ETFL268 / WKN ETFL26) und den S&P 500 (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN LU0490618542 / WKN DBX0F2). Investoren hätten sich zudem für ETFs auf den marktbreiten MSCI World (ISIN US4642863926 / WKN A1W4HS, ISIN DE000A1C9KL8 / WKN A1C9KL) interessiert. "Hier dominierten ebenfalls die Zuflüsse."
Zwar verbuche auch Kilian einen Kaufüberhang für Tracker des S&P 500 (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, ISIN DE000A1C22M3 / WKN A1C22M). Insgesamt sehe der Händler die Vorliebe für ETFs mit US-Aktien aber etwas abflachen. Seit Wochenbeginn überzeuge ein kostengünstiges S&P 500-Produkt von Vanguard.
Bei den Sektor-Produkten würden sich Mohrs Kunden in erster Linie Banken etwa im STOXX Europe 600 Banks-ETFs (ISIN DE000A0F5UJ7 / WKN A0F5UJ, ISIN FR0010345371 / WKN LYX0AP, ISIN LU0378435399 / WKN ETF062) fokussieren, die mit einem Umsatzanteil von 36 Prozent in diesem Bereich auf der Beliebtheitsskala ganz oben stünden. Den Kaufüberhang erkläre der Händler mit der spürbaren Erholung der Bankaktien. Rang zwei hätten Energieversorger (ISIN FR0010930644 / WKN A1C7AK) mit rund 10 Prozent belegt, gefolgt von Indexfonds der Gesundheitsbranche, die an den STOXX Europe 600 Health Care gekoppelt seien. Beide führe Mohr mit mehr Käufen als Verkäufen.
Den Bereich Fixed Income beschreibe Kilian als eher ruhig mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Zu- und Abflüssen. "Hier scheint allgemeine Ratlosigkeit zu herrschen." Einerseits hätten sich Anleger mit Unternehmensanleihen ohne Finanzwerte (ISIN IE00B4L5ZY03 / WKN A0RPWP) eingedeckt. Gleichzeitig hätten sich Investoren von Corporate Bonds im Markit iBoxx EUR Liquid Non-Financials Diversified verabschiedet. Letzerer enthalte bis zu 40 liquide Anleihen von Unternehmen, deren Hauptgeschäftsfeld abseits der Finanzwirtschaft liege. Europäische Staatsanleihen aus dem Euroraum etwa im EuroMTS Investment Grade Broad All Maturities Index (ISIN FR0010754192 / WKN A0RNV5) seien auf niedrigem Niveau zumeist in den Anlegerdepots gelandet.
Mohr spreche von anhaltendem Zuspruch für Bonds mit kurzer Restlaufzeit. Überwiegend Abnehmer gebe es für geldmarktnahe Werte beispielsweise im Commerzbank Eonia Index (ISIN LU0378437684 / WKN ETF100). (Ausgabe vom 13.12.2016) (14.12.2016/fc/a/e)
"Wir verbuchen auf Wochensicht mit allen ETF-Anlageklassen gute Umsätze", beschreibe Marcel Sattler von der ICF Bank. Vor dem Hintergrund einer Verlängerung des Anleihen-Kaufprogramms vonseiten der Europäischen Zentralbank seien die Börsen derzeit zu Höchstleistungen aufgelaufen. DAX und EURO STOXX 50 hätten in der vergangenen Woche über 6 Prozent zugelegt und neue Jahresbeststände markiert. Dow Jones Industrial und S&P 500 seien um gut 3 Prozent auf neue Allzeithochs gestiegen. Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Politik von Trump, der Regierungskrise in Italien oder dem Austritt von Großbritannien aus der EU scheinen Anleger derzeit eher auszublenden, so die Deutsche Börse AG.
Frank Mohr spreche von einer der besten ETF-Handelswochen in diesem Jahr. "Knapp 40.000 ETF-Trades hatten wir nicht häufig", bemerke der Händler der Commerzbank. "Über alle Anlageklassen hinweg überwiegen mit 60 Prozent die Käufe, wobei Anleger insgesamt Aktien der Industrienationen bevorzugen."
DAX-Tracker (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA, ISIN LU0378438732 / WKN ETF001, ISIN DE000ETFL060 / WKN ETFL06) verschiedener Anbieter würden bei der Commerzbank mit deutlichem Abstand die ETF-Umsatzstatistik anführen. "Hier verbuchen wir doppelt so viel Käufe wie Verkäufe." Ebenfalls gut an kämen EURO STOXX 50-Produkte (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0378434079 / WKN ETF050). Gleichzeitig registriere Sattler einige Gewinnmitnahmen bei DAX-Investments. So mancher Aussteiger habe da wohl zu früh reagiert.
Die Vorliebe für US-Unternehmen beschreibe Mohr als vergleichsweise hoch. "Nach wie vor fließen Anlegermittel über den Atlantik." Deutlich mehr Käufe als Verkäufe melde der Händler etwa bei Indexfonds auf den MSCI USA (ISIN DE000A1H53M7 / WKN A1H53M, ISIN DE000ETFL268 / WKN ETFL26) und den S&P 500 (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN LU0490618542 / WKN DBX0F2). Investoren hätten sich zudem für ETFs auf den marktbreiten MSCI World (ISIN US4642863926 / WKN A1W4HS, ISIN DE000A1C9KL8 / WKN A1C9KL) interessiert. "Hier dominierten ebenfalls die Zuflüsse."
Zwar verbuche auch Kilian einen Kaufüberhang für Tracker des S&P 500 (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, ISIN DE000A1C22M3 / WKN A1C22M). Insgesamt sehe der Händler die Vorliebe für ETFs mit US-Aktien aber etwas abflachen. Seit Wochenbeginn überzeuge ein kostengünstiges S&P 500-Produkt von Vanguard.
Bei den Sektor-Produkten würden sich Mohrs Kunden in erster Linie Banken etwa im STOXX Europe 600 Banks-ETFs (ISIN DE000A0F5UJ7 / WKN A0F5UJ, ISIN FR0010345371 / WKN LYX0AP, ISIN LU0378435399 / WKN ETF062) fokussieren, die mit einem Umsatzanteil von 36 Prozent in diesem Bereich auf der Beliebtheitsskala ganz oben stünden. Den Kaufüberhang erkläre der Händler mit der spürbaren Erholung der Bankaktien. Rang zwei hätten Energieversorger (ISIN FR0010930644 / WKN A1C7AK) mit rund 10 Prozent belegt, gefolgt von Indexfonds der Gesundheitsbranche, die an den STOXX Europe 600 Health Care gekoppelt seien. Beide führe Mohr mit mehr Käufen als Verkäufen.
Den Bereich Fixed Income beschreibe Kilian als eher ruhig mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Zu- und Abflüssen. "Hier scheint allgemeine Ratlosigkeit zu herrschen." Einerseits hätten sich Anleger mit Unternehmensanleihen ohne Finanzwerte (ISIN IE00B4L5ZY03 / WKN A0RPWP) eingedeckt. Gleichzeitig hätten sich Investoren von Corporate Bonds im Markit iBoxx EUR Liquid Non-Financials Diversified verabschiedet. Letzerer enthalte bis zu 40 liquide Anleihen von Unternehmen, deren Hauptgeschäftsfeld abseits der Finanzwirtschaft liege. Europäische Staatsanleihen aus dem Euroraum etwa im EuroMTS Investment Grade Broad All Maturities Index (ISIN FR0010754192 / WKN A0RNV5) seien auf niedrigem Niveau zumeist in den Anlegerdepots gelandet.
Mohr spreche von anhaltendem Zuspruch für Bonds mit kurzer Restlaufzeit. Überwiegend Abnehmer gebe es für geldmarktnahe Werte beispielsweise im Commerzbank Eonia Index (ISIN LU0378437684 / WKN ETF100). (Ausgabe vom 13.12.2016) (14.12.2016/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 199,34 € | 199,12 € | 0,22 € | +0,11% | 16.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0005933931 | 593393 | 211,25 € | 175,00 € | |
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