ETF-Handel: Weiter "Trump-Trades"


20.11.24 11:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - S&P 500, Russell 2000, Bitcoin - der ETF- und ETN-Handel steht weiter ganz im Zeichen der US-Wahl und (vermeintlicher) Trump-Profiteure, so die Deutsche Börse AG.

"Bei uns sind US-Aktien unverändert Schwerpunkt", berichte Holger Heinrich, der für die Baader Bank ETFs handele. Er sehe immer noch deutlich mehr Käufe als Verkäufe - bei etwas rückläufigen Umsätzen. "Es geht meist um S&P 500- und MSCI World-ETFs sowie Krypto-ETNs - mit vielen Käufen", erkläre Moritz Kretschmann von Lang & Schwarz und melde eine extrem umsatzstarke Woche.

Der DAX habe sich zuletzt seitwärts bewegt, sei am Dienstagmorgen aber unter die 19.000 Punkte-Marke gefallen. S&P 500 und Dow Jones hätten Anfang vergangener Woche noch neue Allzeithochs erreicht, tendierten jetzt aber etwas schwächer. Aktuell sei gespanntes Warten angesagt: Am heutigen Mittwoch nach Börsenschluss werde Nvidia seine Quartalszahlen vorlegen, die die weitere Stimmung an den Börsen prägen könnten.

Laut Frank Mohr von der Société Générale kämen vor allem US-Aktien gut an, etwa Nasdaq-Tracker wie der iShares Nasdaq 100 (ISIN IE00B53SZB19). Heinrich zufolge würden Russell 2000-ETFs (ISIN IE00B60SX402) und S&P 500-Tracker viel gekauft, etwa von Xtrackers, mal ohne, mal mit Währungsabsicherung (ISIN LU2009147757; ISIN IE00BM67HW99). Verkauft würden ETFs mit ESG-Bezug, etwa der Ossiam Bloomberg USA PAB (ISIN IE000IIED424). Auch was ETFs mit weltweiten Investments angehe, seien Smallcaps beliebt, etwa der noch relativ neue Avantis Global Small Cap Value von American Century (ISIN IE0003R87OG3), außerdem Minimum Volatility- und High Dividend-Indexfonds.

"Europäische ETFs sind insgesamt nicht sehr gefragt", stelle Heinrich außerdem fest. Auch hier würden ETFs mit ESG-Bezug eher abgegeben. Ausnahme im Bereich Europa: ETFs mit Großbritannien-Bezug, etwa der Xtrackers FTSE 100 Income (ISIN LU0292097234). Ruhiger gehe es im Handel mit Schwellenländer-ETFs zu. "Man sieht Käufe und Verkäufe, aber auf niedrigerem Niveau", bemerke Kretschmann.

Nachhaltige Anlagen hätten es zurzeit nicht mehr so leicht wie vor einigen Jahren. Der Grund: Als nicht nachhaltig eingestufte Branchen liefen gut, seien aber ausgeschlossen - etwa die Verteidigungs- oder die Öl- und Gasbranche. Das Analysehaus Morningstar habe nun die zehn bestbewerteten nachhaltigen ETFs 2024 vorgestellt, darunter auch einige ohne Kürzel wie ESG, SRI oder PAB. Spitzenreiter sei der Xtrackers MSCI World Information Technology (ISIN IE00BM67HT60), gefolgt vom SPDR MSCI World Technology, iShares MSCI World Information Technology Sector ESG, Fidelity US Quality Income und HSBC Nasdaq Global Semiconductor. Die Renditen seit Jahresanfang lägen zwischen 34 Prozent für das Produkt von iShares und 21 Prozent für den Fidelity-ETF.

Im Handel mit Branchen-ETFs seien Tech-Aktien mit Abstand die Favoriten, wie Mohr feststelle. Ein Beispiel: der Xtrackers MSCI World Information Technology (ISIN IE00BM67HT60). Hohe Umsätze wiesen zudem Gesundheits- (ISIN IE00B43HR379) auf, mit meist Abgaben, und Finanz-ETFs (ISIN IE00B4JNQZ49), mit Zuflüssen. Sehr beliebt bleibe Kretschmann zufolge der Goldminen-ETF VanEck Junior Gold Miners (ISIN IE00BQQP9G91). Der Goldpreis sei Ende Oktober auf das neue Allzeithoch von knapp 2.790 US-Dollar gestiegen, sei dann aber gefallen.

Laut Kretschmann seien Gold- und Silber-ETCs sehr gefragt, auch mit Hebel, etwa der WisdomTree Gold 3x Daily Leveraged (ISIN IE00B8HGT870) und dessen Short-Variante (ISIN IE00B6X4BP29) sowie die Pendants auf Silber (ISIN IE00B7XD2195; ISIN IE00B8JG1787). "Hier wird intraday viel gehandelt."

Geldmarkt-ETFs blieben umsatzstark, wie Mohr melde, etwa der Lyxor Smart Overnight Return (ISIN LU1190417599) - mittlerweile aber mit Zu- und Abflüssen gleichermaßen. "Hier wird Liquidität geparkt und dann auch wieder abgezogen."

Hohe Umsätze weise der Handel mit Krypto-ETNs auf. Kretschmann zufolge werde viel auf Bitcoin- sowie Solana- (ISIN CH1114873776) und Ethereum-ETNs (ISIN DE000A3GMKD7) gesetzt. Der Bitcoin sei vergangenen Mittwoch auf das neue Rekordhoch von 93.208 US-Dollar geklettert, am Dienstagmittag seien es immer noch 91.700 US-Dollar gewesen. (Ausgabe vom 19.11.2024) (20.11.2024/fc/a/e)






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