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ETF-Handel Windrichtung ungewiss
06.03.12 09:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Robuste Umsätze verbuchten die Spezialisten in den vergangenen fünf Handelstagen im Handel mit ETFs, so die Deutsche Börse AG.
"Wir hatten einen Kaufüberhang im Verhältnis 56 zu 44 Prozent", melde etwa Frank Mohr von der Commerzbank. "ETF-Anleger, darunter auch viele Privatanleger, reagierten auf das freundliche Umfeld im Aktienmarkt", meine der Händler. Die Stimmung an den Börsen sei insbesondere durch die hohe Liquidität im Markt nach der großzügigen Geldspritze der Europäischen Zentralbank in der vergangenen Woche beflügelt worden.
Seit Beginn dieser Woche hätten sich die Aktienbörsen eine Verschnaufpause gegönnt, wie Florian Perini anmerke. Der steigende Ölpreis sowie das überraschend hohe Defizitziel der spanischen Regierung mache der Händler von Flow Traders für die Schwäche an den Märkten mitverantwortlich. Zudem seien die Aussichten für einen freiwilligen Forderungsverzicht der privaten Gläubiger Griechenlands geschrumpft. "Möglicherweise müssen die Hellenen mithilfe der "Collective Action Clauses" die Teilnahme der Privatgläubiger erzwingen." In dem Fall würden Kreditausfallversicherungen in Höhe von über drei Milliarden US-Dollar zum Tragen kommen.
"Auch deshalb sind die Umsätze im ETF-Handel zuletzt schwächer ausgefallen", meine Perini, der unterm Strich von einem Abgabedruck spreche. "Allenfalls im Bereich der Schwellenländer-ETFs gab es zuletzt noch mehr Zu- als Abflüsse." Seit Montag drehe sich aber auch dort teilweise das Bild.
In Portfolios mit europäischen und deutschen (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001; ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01) Unternehmen würden Mohr und Schönbrodt auf Wochensicht deutliche Zuflüsse registrieren. Und in US-amerikanische, denn: "ETFs auf US-Indices sind in dieser Woche ganz oben in der Umsatzstatistik dabei", bemerke Mohr, der vier US-Indices unter den Top-Ten führe.
Durchweg ausgeglichen gestalte sich der Handel für Perini in den großen Indices der Industrieländer. Zu- wie Abflüsse gebe es zum Beispiel für Indexfonds auf den S&P 500, den EURO STOXX 50 (ISIN DE0005933956 / WKN 593395; ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET; ISIN IE0008471009 / WKN 935927) und den DAX. Im Gleichgewicht sehe Flow Traders den Handel mit Trackern, die den MSCI World und den MSCI Japan nachbilden würden.
Von einem eindeutigen Käuferbild spreche Mark Schönbrodt von der DekaBank bei Indexfonds mit Emerging Markets-Aktien. Anleger hätten sich derzeit insbesondere mit Trackern kleinerer und mittlerer Unternehmen (ISIN LU0322253906 / WKN DBX1AU; ISIN DE0005933998 / WKN 593399) aus den Schwellenländern (ISIN LU0322253906 / WKN DBX1AU; ISIN DE0005933998 / WKN 593399) eingedeckt. Auch beim marktbreiten MSCI Emerging Market (ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT; ISIN DE000ETFL342 / WKN ETFL34) hätten Investoren vermehrt zugegriffen. Mehr Käufe als Verkäufe habe es zudem für brasilianische Bluechips (ISIN DE000A0HG2M1 / WKN A0HG2M) gegeben.
Hingegen registriere Perini einen ausgeglichenen Handel mit breiter aufgestellten Emerging Market Trackern (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM; ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT). Ausgewogen gehe es auch bei Indexfonds mit asiatischen Standardwerten (ISIN LU0322252171 / WKN DBX1AE; ISIN LU0292107991 / WKN DBX1MA) zu. Länder-ETFs aus dem asiatischen Raum etwa aus Korea, Malaysia und Vietnam seien bei Investoren zuletzt gut angekommen.
Bei den Sektoren hätten Mohr zufolge die Chemiebranche (ISIN FR0010345470 / WKN LYX0AY; ISIN LU0378435555 / WKN ETF064) und die Gesundheitsindustrie (ISIN FR0010344879 / WKN LYX0AS) gepunktet. Ganz vorn mit dabei sei auch in dieser Woche der Bankensektor mit Käufen beispielsweise von Trackern des EURO STOXX Banks und des STOXX 600 Europe Banks (ISIN LU0292103651 / WKN DBX1SF; ISIN LU0378435399 / WKN ETF062). Mehrheitlich Käufe registriere Perini zudem im Energiesektor (ISIN DE000A0Q4R02 / WKN A0Q4R0). Aktien aus der Grundstoffindustrie würden Flow Traders zufolge tendenziell abgestoßen. Auch von der Reise- (ISIN FR0010344838 / WKN LYX0A2) und Konsumgüterindustrie hätten sich Investoren in Summe verabschiedet.
Begleitet worden seien die verstärkten Engagements in Aktien-ETFs von Abgaben etwa bei festverzinslichen Wertpapieren. "Anleger beschafften sich dadurch Liquidität für Zukäufe im Aktiensegment", glaube Mohr. Insbesondere Tracker deutscher Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten seien in Ungnade gefallen, wie Mark Schönbrodt bemerke. "Diese tragen bei uns zu einem leichten Verkaufsüberhang im ETF-Handel insgesamt bei." Anleger hätten sich beispielsweise in Summe von hiesigen 5- bis 10-jährigen (ISIN DE000ETFL201 / WKN ETFL20) und 2,5 bis 5,5-jährigen (ISIN DE0006289481 / WKN 628948) Bonds getrennt. Abgestoßen worden seien auch deutsche Staatsanleihen mit Restlaufzeiten von ein bis drei Jahren (ISIN DE000ETFL185 / WKN ETFL18) und eineinhalb bis zweieinhalb Jahren (ISIN DE000ETFL201 / WKN ETFL20).
Bei Geldmarktfonds, die den eb.rexx Money Market abbilden würden, verbuche die Commerzbank tendenziell einen ausgeglichenen Handel. Abgegeben worden seien indes der ComStage ETF Commerzbank EONIA Index (ISIN LU0378437684 / WKN ETF100). "Die Mittel werden eher in risikoreichere Aktienanlagen gesteckt", vermute Mohr
Körbe mit festverzinslichen Unternehmensanleihen seien laut Schönbrodt in der vergangenen Woche gut gelaufen. "Wir haben in diesem Sektor fast nur Käufe verbucht." Einmal mehr hätten sich Anleger beispielsweise für bonitätsstarke Unternehmen interessiert, soweit sie die Finanzwerte außen vor lassen würden (ISIN DE000ETFL383 / WKN ETFL38; ISIN DE000A0YEEX4 / WKN A0YEEX). Einen Kaufüberhang gebe es zudem für ETFlab iBoxx EUR Liquid Corporates Diversified, der Finanzwerte sehr wohl mit berücksichtige. Ebenfalls gesucht sei der iShares Markit iBoxx EURO Corporate Bond, der aus 40 Unternehmensanleihen mit guter Bonität bestehe. (06.03.2012/fc/a/e)
"Wir hatten einen Kaufüberhang im Verhältnis 56 zu 44 Prozent", melde etwa Frank Mohr von der Commerzbank. "ETF-Anleger, darunter auch viele Privatanleger, reagierten auf das freundliche Umfeld im Aktienmarkt", meine der Händler. Die Stimmung an den Börsen sei insbesondere durch die hohe Liquidität im Markt nach der großzügigen Geldspritze der Europäischen Zentralbank in der vergangenen Woche beflügelt worden.
Seit Beginn dieser Woche hätten sich die Aktienbörsen eine Verschnaufpause gegönnt, wie Florian Perini anmerke. Der steigende Ölpreis sowie das überraschend hohe Defizitziel der spanischen Regierung mache der Händler von Flow Traders für die Schwäche an den Märkten mitverantwortlich. Zudem seien die Aussichten für einen freiwilligen Forderungsverzicht der privaten Gläubiger Griechenlands geschrumpft. "Möglicherweise müssen die Hellenen mithilfe der "Collective Action Clauses" die Teilnahme der Privatgläubiger erzwingen." In dem Fall würden Kreditausfallversicherungen in Höhe von über drei Milliarden US-Dollar zum Tragen kommen.
"Auch deshalb sind die Umsätze im ETF-Handel zuletzt schwächer ausgefallen", meine Perini, der unterm Strich von einem Abgabedruck spreche. "Allenfalls im Bereich der Schwellenländer-ETFs gab es zuletzt noch mehr Zu- als Abflüsse." Seit Montag drehe sich aber auch dort teilweise das Bild.
In Portfolios mit europäischen und deutschen (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001; ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01) Unternehmen würden Mohr und Schönbrodt auf Wochensicht deutliche Zuflüsse registrieren. Und in US-amerikanische, denn: "ETFs auf US-Indices sind in dieser Woche ganz oben in der Umsatzstatistik dabei", bemerke Mohr, der vier US-Indices unter den Top-Ten führe.
Von einem eindeutigen Käuferbild spreche Mark Schönbrodt von der DekaBank bei Indexfonds mit Emerging Markets-Aktien. Anleger hätten sich derzeit insbesondere mit Trackern kleinerer und mittlerer Unternehmen (ISIN LU0322253906 / WKN DBX1AU; ISIN DE0005933998 / WKN 593399) aus den Schwellenländern (ISIN LU0322253906 / WKN DBX1AU; ISIN DE0005933998 / WKN 593399) eingedeckt. Auch beim marktbreiten MSCI Emerging Market (ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT; ISIN DE000ETFL342 / WKN ETFL34) hätten Investoren vermehrt zugegriffen. Mehr Käufe als Verkäufe habe es zudem für brasilianische Bluechips (ISIN DE000A0HG2M1 / WKN A0HG2M) gegeben.
Hingegen registriere Perini einen ausgeglichenen Handel mit breiter aufgestellten Emerging Market Trackern (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM; ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT). Ausgewogen gehe es auch bei Indexfonds mit asiatischen Standardwerten (ISIN LU0322252171 / WKN DBX1AE; ISIN LU0292107991 / WKN DBX1MA) zu. Länder-ETFs aus dem asiatischen Raum etwa aus Korea, Malaysia und Vietnam seien bei Investoren zuletzt gut angekommen.
Bei den Sektoren hätten Mohr zufolge die Chemiebranche (ISIN FR0010345470 / WKN LYX0AY; ISIN LU0378435555 / WKN ETF064) und die Gesundheitsindustrie (ISIN FR0010344879 / WKN LYX0AS) gepunktet. Ganz vorn mit dabei sei auch in dieser Woche der Bankensektor mit Käufen beispielsweise von Trackern des EURO STOXX Banks und des STOXX 600 Europe Banks (ISIN LU0292103651 / WKN DBX1SF; ISIN LU0378435399 / WKN ETF062). Mehrheitlich Käufe registriere Perini zudem im Energiesektor (ISIN DE000A0Q4R02 / WKN A0Q4R0). Aktien aus der Grundstoffindustrie würden Flow Traders zufolge tendenziell abgestoßen. Auch von der Reise- (ISIN FR0010344838 / WKN LYX0A2) und Konsumgüterindustrie hätten sich Investoren in Summe verabschiedet.
Begleitet worden seien die verstärkten Engagements in Aktien-ETFs von Abgaben etwa bei festverzinslichen Wertpapieren. "Anleger beschafften sich dadurch Liquidität für Zukäufe im Aktiensegment", glaube Mohr. Insbesondere Tracker deutscher Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten seien in Ungnade gefallen, wie Mark Schönbrodt bemerke. "Diese tragen bei uns zu einem leichten Verkaufsüberhang im ETF-Handel insgesamt bei." Anleger hätten sich beispielsweise in Summe von hiesigen 5- bis 10-jährigen (ISIN DE000ETFL201 / WKN ETFL20) und 2,5 bis 5,5-jährigen (ISIN DE0006289481 / WKN 628948) Bonds getrennt. Abgestoßen worden seien auch deutsche Staatsanleihen mit Restlaufzeiten von ein bis drei Jahren (ISIN DE000ETFL185 / WKN ETFL18) und eineinhalb bis zweieinhalb Jahren (ISIN DE000ETFL201 / WKN ETFL20).
Bei Geldmarktfonds, die den eb.rexx Money Market abbilden würden, verbuche die Commerzbank tendenziell einen ausgeglichenen Handel. Abgegeben worden seien indes der ComStage ETF Commerzbank EONIA Index (ISIN LU0378437684 / WKN ETF100). "Die Mittel werden eher in risikoreichere Aktienanlagen gesteckt", vermute Mohr
Körbe mit festverzinslichen Unternehmensanleihen seien laut Schönbrodt in der vergangenen Woche gut gelaufen. "Wir haben in diesem Sektor fast nur Käufe verbucht." Einmal mehr hätten sich Anleger beispielsweise für bonitätsstarke Unternehmen interessiert, soweit sie die Finanzwerte außen vor lassen würden (ISIN DE000ETFL383 / WKN ETFL38; ISIN DE000A0YEEX4 / WKN A0YEEX). Einen Kaufüberhang gebe es zudem für ETFlab iBoxx EUR Liquid Corporates Diversified, der Finanzwerte sehr wohl mit berücksichtige. Ebenfalls gesucht sei der iShares Markit iBoxx EURO Corporate Bond, der aus 40 Unternehmensanleihen mit guter Bonität bestehe. (06.03.2012/fc/a/e)
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| DE0005933956 | 593395 | 62,45 € | 48,21 € | |
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