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ETF-Handel brummt weiter
19.01.10 09:16
Deutsche Börse AG
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der ETF-Handel brummt weiter, so die Deutsche Börse AG.
Die meisten Marktteilnehmer würden von einer guten Nachfrage nach den Standard-Indexfonds, aber auch von Verkäufen berichten. "Nach einer starken ersten Handelswoche in diesem Jahr haben sich die Umsätze auf einem ordentlichen Niveau stabilisiert", erkläre etwa Eric Wiegand von der Deutschen Bank. Bernardus Roelofs von Flow Traders zufolge würden viele die aktuelle Kursschwäche am Aktienmarkt für einen Einstieg nutzen.
Banken-ETFs hätten in der vergangenen Woche allerdings eindeutig auf der Verkaufsliste gestanden. "Der enttäuschende Ausblick von J.P. Morgan und die in den USA infolge der Finanzkrise diskutierte zusätzliche Besteuerung der Banken hat die Branche unter Druck gesetzt", erläutere Roelofs. Finger weg von den Produkten, hätten sich daher zahlreiche Investoren gedacht: Auf den Markt geworfen worden seien etwa der Lyxor ETF DJ STOXX 600 Banks und der iShares DJ STOXX 600 Banks (ISIN DE0006289341 / WKN 628934).
Daneben sei auch ein Immobilien-ETF, nämlich der iShares FTSE EPRA/NAREIT Developed Markets Property Yield Fund, tendenziell abgegeben worden, wie Flow Traders konstatiere. Offenbar wollten Anleger hier Gewinne mitnehmen: Der ETF, der die Entwicklung börsennotierter Immobiliengesellschaften weltweit abbilde, habe auf Sicht von sechs Monaten um 28 Prozent zugelegt. Die Deutsche Bank sehe besonderes Interesse an den Branchen Lebensmittel und Getränke sowie Infrastruktur (ISIN LU0292105359 / WKN DBX1FB und ISIN LU0322253229 / WKN DBX1AP).
"Die steigenden Agrarrohstoffpreise machen die Lebensmittelbranche für viele Investoren attraktiv", erkläre Wiegand. Frank Mohr von der Commerzbank zufolge seien die Branchen Freizeit (ISIN LU0378437254 / WKN ETF078) sowie Medien (ISIN LU0378436363 / WKN ETF071) derzeit angesagt.
Bei den Blue-Chip-ETFs würden laut Wiegand insbesondere Produkte, die US-Indices oder den DJ EURO STOXX 50 abbilden würden, gesucht. "Man ist sich allerdings zunehmend uneinig über die Marktentwicklung, das Interesse an Short-Produkten, etwa auf den DJ EURO STOXX 50 und den DAX, ist wieder gestiegen", ergänze er. In der Umsatzstatistik der Börse Frankfurt habe der db x-trackers ShortDAX dann auch ziemlich weit oben gestanden, konkret auf Platz zwei.
Frank Mohr könne bei den ETFs auf Standardindices keinen klaren Trend ausmachen, er beobachte Zu- und Abflüsse. "Der Trend geht klar hin zu einzelnen Themen, also einzelnen Ländern oder Branchen - im Moment und voraussichtlich im ganzen Jahr", schätze er. Zuletzt hätten Anleger etwa bei einem neuen Kanada-ETF, Emittentin sei die UBS, beherzt zugegriffen. Gut weggegangen sei außerdem der UBS-ETF MSCI Japan. "Der Kanada-ETF war der erste auf das Land, hier gab es wohl Nachholbedarf", erkläre Mohr.
Schwellenländer-Produkte stünden bei den Anlegern weiter hoch im Kurs. Der Deutschen Bank zufolge liege der Fokus auf Russland, Taiwan und dem breiten Markt, konkret dem db x-trackers MSCI Russia Capped (ISIN LU0322252502 / WKN DBX1RC), dem db x-trackers Taiwan und dem db x-trackers MSCI Emerging Markets. "In Sachen Russland lockt wahrscheinlich der wieder gestiegene Ölpreis, bei Taiwan zieht wohl China", erläutere Wiegand.
Roelofs bestätige das Interesse an Emerging Markets und berichte von Umschichtungen innerhalb des Schwellenländerportfolios: Etwa seien die marktbreiten Indices und Korea-Produkte eher gekauft, und der Lyxor ETF China Enterprise und die ETFs (ISIN LU0322252171 / WKN DBX1AE und ISIN FR0010312124 / WKN LYX0AB) auf den MSCI Asia Pacific ex Japan eher verkauft worden. An der Börse Frankfurt hätten sich in den vergangenen fünf Handelstagen, wie üblich, die breiten Schwellenländer-Produkte umsatzstark gezeigt, also die ETFs (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM und ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT) der Deutschen Bank und von iShares.
Renten-ETFs könnten nach wie vor kaum einen Investor hinter dem Ofen hervorlocken. "Geldmarktprodukte werden weiter abgestoßen", berichte etwa die Deutsche Bank, allenfalls Kurzläufer fänden Anhänger. Das sehe auch die Commerzbank nicht anders: "Der Schwerpunkt liegt weiter ganz klar auf Aktien", meine Frank Mohr. (19.01.2010/fc/a/f)
Die meisten Marktteilnehmer würden von einer guten Nachfrage nach den Standard-Indexfonds, aber auch von Verkäufen berichten. "Nach einer starken ersten Handelswoche in diesem Jahr haben sich die Umsätze auf einem ordentlichen Niveau stabilisiert", erkläre etwa Eric Wiegand von der Deutschen Bank. Bernardus Roelofs von Flow Traders zufolge würden viele die aktuelle Kursschwäche am Aktienmarkt für einen Einstieg nutzen.
Banken-ETFs hätten in der vergangenen Woche allerdings eindeutig auf der Verkaufsliste gestanden. "Der enttäuschende Ausblick von J.P. Morgan und die in den USA infolge der Finanzkrise diskutierte zusätzliche Besteuerung der Banken hat die Branche unter Druck gesetzt", erläutere Roelofs. Finger weg von den Produkten, hätten sich daher zahlreiche Investoren gedacht: Auf den Markt geworfen worden seien etwa der Lyxor ETF DJ STOXX 600 Banks und der iShares DJ STOXX 600 Banks (ISIN DE0006289341 / WKN 628934).
Daneben sei auch ein Immobilien-ETF, nämlich der iShares FTSE EPRA/NAREIT Developed Markets Property Yield Fund, tendenziell abgegeben worden, wie Flow Traders konstatiere. Offenbar wollten Anleger hier Gewinne mitnehmen: Der ETF, der die Entwicklung börsennotierter Immobiliengesellschaften weltweit abbilde, habe auf Sicht von sechs Monaten um 28 Prozent zugelegt. Die Deutsche Bank sehe besonderes Interesse an den Branchen Lebensmittel und Getränke sowie Infrastruktur (ISIN LU0292105359 / WKN DBX1FB und ISIN LU0322253229 / WKN DBX1AP).
Bei den Blue-Chip-ETFs würden laut Wiegand insbesondere Produkte, die US-Indices oder den DJ EURO STOXX 50 abbilden würden, gesucht. "Man ist sich allerdings zunehmend uneinig über die Marktentwicklung, das Interesse an Short-Produkten, etwa auf den DJ EURO STOXX 50 und den DAX, ist wieder gestiegen", ergänze er. In der Umsatzstatistik der Börse Frankfurt habe der db x-trackers ShortDAX dann auch ziemlich weit oben gestanden, konkret auf Platz zwei.
Frank Mohr könne bei den ETFs auf Standardindices keinen klaren Trend ausmachen, er beobachte Zu- und Abflüsse. "Der Trend geht klar hin zu einzelnen Themen, also einzelnen Ländern oder Branchen - im Moment und voraussichtlich im ganzen Jahr", schätze er. Zuletzt hätten Anleger etwa bei einem neuen Kanada-ETF, Emittentin sei die UBS, beherzt zugegriffen. Gut weggegangen sei außerdem der UBS-ETF MSCI Japan. "Der Kanada-ETF war der erste auf das Land, hier gab es wohl Nachholbedarf", erkläre Mohr.
Schwellenländer-Produkte stünden bei den Anlegern weiter hoch im Kurs. Der Deutschen Bank zufolge liege der Fokus auf Russland, Taiwan und dem breiten Markt, konkret dem db x-trackers MSCI Russia Capped (ISIN LU0322252502 / WKN DBX1RC), dem db x-trackers Taiwan und dem db x-trackers MSCI Emerging Markets. "In Sachen Russland lockt wahrscheinlich der wieder gestiegene Ölpreis, bei Taiwan zieht wohl China", erläutere Wiegand.
Roelofs bestätige das Interesse an Emerging Markets und berichte von Umschichtungen innerhalb des Schwellenländerportfolios: Etwa seien die marktbreiten Indices und Korea-Produkte eher gekauft, und der Lyxor ETF China Enterprise und die ETFs (ISIN LU0322252171 / WKN DBX1AE und ISIN FR0010312124 / WKN LYX0AB) auf den MSCI Asia Pacific ex Japan eher verkauft worden. An der Börse Frankfurt hätten sich in den vergangenen fünf Handelstagen, wie üblich, die breiten Schwellenländer-Produkte umsatzstark gezeigt, also die ETFs (ISIN LU0292107645 / WKN DBX1EM und ISIN DE000A0HGZT7 / WKN A0HGZT) der Deutschen Bank und von iShares.
Renten-ETFs könnten nach wie vor kaum einen Investor hinter dem Ofen hervorlocken. "Geldmarktprodukte werden weiter abgestoßen", berichte etwa die Deutsche Bank, allenfalls Kurzläufer fänden Anhänger. Das sehe auch die Commerzbank nicht anders: "Der Schwerpunkt liegt weiter ganz klar auf Aktien", meine Frank Mohr. (19.01.2010/fc/a/f)
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