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ETF-Handel: "Auch geografische Schwerpunkte"
20.04.23 16:18
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Märkte laufen gut, so gut, dass auch gerne einmal Kasse gemacht wird, so die Deutsche Börse AG.
"Die Verkäufe überwogen vergangene Woche, das dürften Gewinnmitnahmen gewesen sein", bemerke Frank Mohr von der Société Générale. Speziell US- und MSCI World-Aktien seien abgegeben worden. "Europäische Aktien und die sonst weniger beachteten japanische Aktien wurden hingegen gekauft."
Die Umsätze bezeichne Mohr als gut, trotz abermals verkürzter Handelswoche. Holger Heinrich von der Baader Bank berichte ebenfalls von guten Umsätzen, allerdings mehr Käufen als Verkäufen. "Insgesamt wurde erneut deutlicher mehr und breiter in Europa investiert."
Europäische Aktien würden US-Titel dieses Jahr weiterhin abhängen: Während der EURO STOXX 50 auf ein Plus von 14 Prozent seit Jahresanfang komme, seien es beim S&P 500 nur 8,6 Prozent.
"In Europa ist nahezu die ganze Palette gefragt", erkläre Heinrich. Neben den üblichen ETFs auf große Indices wie EURO STOXX 50 oder STOXX Europe 50 kämen auch Dividenden- und Momentum-Strategien gut an. Lust auf Spezielleres sei ohnehin da: "Mit dem Amundi MSCI Nordic oder dem Lyxor MSCI Greece wurden auch geografische Schwerpunkte gesetzt", ergänze der Händler. Mohr melde Zuflüsse in den Xtrackers MSCI Europe.
Bei Trackern von weltweiten Aktien sei das Bild uneinheitlich. "Bei uns dominieren die Abgaben", erkläre Mohr. Aus den Portfolios fliege etwa der Lyxor MSCI World. Kund*innen der Baader Bank würden sich hingegen weiter kauffreudig zeigen: Minimum Volatility- und Small-Cap-ETFs stünden ganz oben auf dem Einkaufszettel (ISIN IE00BYXPXL17 / WKN A2DN90; ISIN IE00BCBJG560 / WKN A1W56P).
Was US-Aktien angehe, melde Mohr von der Société Générale deutliche Gewinnmitnahmen beim Amundi MSCI USA. Heinrich von der Baader Bank registriere dagegen Zuflüsse in US-ETFs mit Fokus Nachhaltigkeit (ISIN IE00BHZPJ908 / WKN A2PCB3) oder Qualität.
Eher ungewöhnlich: Hohe Umsätze würden laut Société Générale aktuell japanische Aktien aufweisen, oft auch mit ESG-Filter. Etwa hätten Anleger*innen viel auf den iShares MSCI Japan ESG Enhanced und den Xtrackers MSCI Japan ESG gesetzt. Mit einem Kursplus von gut 5 Prozent seit Jahresanfang würden diese europäischen und US-amerikanischen Aktien noch hinterherhinken.
Im März hätten sich die weltweiten Zuflüsse in ETFs auf 46,1 Milliarden Euro summiert, wie Amundi melde. "Dies ist eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat, aber immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt", erkläre der Emittent. Ein Plus hätten vor allem Bond-ETFs verzeichnet, und zwar um 32,9 Milliarden Euro. In Aktien-ETFs seien hingegen nur 9,6 Milliarden Euro geflossen. Die beiden beliebtesten ETF-Strategien: Langlaufende Staatsanleihen und ultrakurze Anleihen.
Umsatzstärkste Branchen seien diesmal die Gesundheits-, die Grundstoff-, die Technologie- und die Energiebranche, wie Mohr erkläre. Gesundheits- und Energie-ETFs stünden überwiegend auf den Einkaufslisten, Grundstoff- (ISIN LU0488317701 / WKN ETF091) und Technologiewerte (ISIN IE00BYZK4552 / WKN A2ANH0) hingegen auf den Abgabeliste. Im Fall der Energiebranche mache sich wohl weiter der Preissprung von Öl bemerkbar: Die überraschend angekündigte Kürzung der Fördermenge durch die Staaten des Ölverbunds Opec+ habe den Preis nach oben schießen lassen.
Weniger beachtet als üblich: Banken-Tracker wie der iShares EURO STOXX Banks 30-15 und der iShares Stoxx Europe 600 Banks. Diese hätten sich nach dem Einbruch im März deutlich erholt, die Niveaus vor Ausbruch der Bankenturbulenzen seien allerdings noch nicht wieder erreicht.
Im Handel mit Anleihen-ETFs drehe sich derzeit viel um Unternehmenspapiere. Kunden der Société Générale würden zum Beispiel gerne auf europäische Corporates setzen, etwa mit dem iShares Core EUR Corp Bond, gerne auch mit Nachhaltigkeitsfilter, etwa mit dem Amundi Index Euro Corporate SRI (ISIN LU1437018168 / WKN A2ATY6).
Was Staatsanleihen angehe, komme derzeit der JPM BetaBuilders US Treasury Bond 0-1yr gut an. Der biete Zugang zu auf US-Dollar lautenden US-Staatsanleihen mit Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (Ausgabe vom 19.04.2023) (20.04.2023/fc/a/e)
"Die Verkäufe überwogen vergangene Woche, das dürften Gewinnmitnahmen gewesen sein", bemerke Frank Mohr von der Société Générale. Speziell US- und MSCI World-Aktien seien abgegeben worden. "Europäische Aktien und die sonst weniger beachteten japanische Aktien wurden hingegen gekauft."
Die Umsätze bezeichne Mohr als gut, trotz abermals verkürzter Handelswoche. Holger Heinrich von der Baader Bank berichte ebenfalls von guten Umsätzen, allerdings mehr Käufen als Verkäufen. "Insgesamt wurde erneut deutlicher mehr und breiter in Europa investiert."
Europäische Aktien würden US-Titel dieses Jahr weiterhin abhängen: Während der EURO STOXX 50 auf ein Plus von 14 Prozent seit Jahresanfang komme, seien es beim S&P 500 nur 8,6 Prozent.
"In Europa ist nahezu die ganze Palette gefragt", erkläre Heinrich. Neben den üblichen ETFs auf große Indices wie EURO STOXX 50 oder STOXX Europe 50 kämen auch Dividenden- und Momentum-Strategien gut an. Lust auf Spezielleres sei ohnehin da: "Mit dem Amundi MSCI Nordic oder dem Lyxor MSCI Greece wurden auch geografische Schwerpunkte gesetzt", ergänze der Händler. Mohr melde Zuflüsse in den Xtrackers MSCI Europe.
Bei Trackern von weltweiten Aktien sei das Bild uneinheitlich. "Bei uns dominieren die Abgaben", erkläre Mohr. Aus den Portfolios fliege etwa der Lyxor MSCI World. Kund*innen der Baader Bank würden sich hingegen weiter kauffreudig zeigen: Minimum Volatility- und Small-Cap-ETFs stünden ganz oben auf dem Einkaufszettel (ISIN IE00BYXPXL17 / WKN A2DN90; ISIN IE00BCBJG560 / WKN A1W56P).
Eher ungewöhnlich: Hohe Umsätze würden laut Société Générale aktuell japanische Aktien aufweisen, oft auch mit ESG-Filter. Etwa hätten Anleger*innen viel auf den iShares MSCI Japan ESG Enhanced und den Xtrackers MSCI Japan ESG gesetzt. Mit einem Kursplus von gut 5 Prozent seit Jahresanfang würden diese europäischen und US-amerikanischen Aktien noch hinterherhinken.
Im März hätten sich die weltweiten Zuflüsse in ETFs auf 46,1 Milliarden Euro summiert, wie Amundi melde. "Dies ist eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat, aber immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt", erkläre der Emittent. Ein Plus hätten vor allem Bond-ETFs verzeichnet, und zwar um 32,9 Milliarden Euro. In Aktien-ETFs seien hingegen nur 9,6 Milliarden Euro geflossen. Die beiden beliebtesten ETF-Strategien: Langlaufende Staatsanleihen und ultrakurze Anleihen.
Umsatzstärkste Branchen seien diesmal die Gesundheits-, die Grundstoff-, die Technologie- und die Energiebranche, wie Mohr erkläre. Gesundheits- und Energie-ETFs stünden überwiegend auf den Einkaufslisten, Grundstoff- (ISIN LU0488317701 / WKN ETF091) und Technologiewerte (ISIN IE00BYZK4552 / WKN A2ANH0) hingegen auf den Abgabeliste. Im Fall der Energiebranche mache sich wohl weiter der Preissprung von Öl bemerkbar: Die überraschend angekündigte Kürzung der Fördermenge durch die Staaten des Ölverbunds Opec+ habe den Preis nach oben schießen lassen.
Weniger beachtet als üblich: Banken-Tracker wie der iShares EURO STOXX Banks 30-15 und der iShares Stoxx Europe 600 Banks. Diese hätten sich nach dem Einbruch im März deutlich erholt, die Niveaus vor Ausbruch der Bankenturbulenzen seien allerdings noch nicht wieder erreicht.
Im Handel mit Anleihen-ETFs drehe sich derzeit viel um Unternehmenspapiere. Kunden der Société Générale würden zum Beispiel gerne auf europäische Corporates setzen, etwa mit dem iShares Core EUR Corp Bond, gerne auch mit Nachhaltigkeitsfilter, etwa mit dem Amundi Index Euro Corporate SRI (ISIN LU1437018168 / WKN A2ATY6).
Was Staatsanleihen angehe, komme derzeit der JPM BetaBuilders US Treasury Bond 0-1yr gut an. Der biete Zugang zu auf US-Dollar lautenden US-Staatsanleihen mit Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (Ausgabe vom 19.04.2023) (20.04.2023/fc/a/e)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 60,11 € | 59,85 € | - € | 0,00% | 17.04./07:44 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0136234068 | 794357 | 62,13 € | 48,21 € | |
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