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ETF-Handel trotz der Entwicklungen im Irak wieder sehr positiv


17.06.14 09:05
Veritas Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Alles in allem konnten die internationalen Aktienmärkte in der vergangenen Woche leicht zulegen, so die Experten von Veritas Investment.

Allerdings habe die plötzliche Eskalation im Irak, bei der die Terrororganisation ISIS Teile des Nordiraks besetzt habe, die Unsicherheit an die Kapitalmärkte zurückgebracht. Das habe insbesondere die Notierungen für Rohöl nach oben getrieben.

"Trotz der Entwicklungen im Irak hat sich der ETF-Handel in dieser Woche wieder sehr positiv gezeigt. Anleger haben für rund 1,8 Milliarden Euro bei Aktien-ETFs zugegriffen. Dabei haben die unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen der EZB aus der Vorwoche noch nachgewirkt, denn ETFs auf europäische Aktien verzeichneten Zuflüsse von rund 370 Millionen Euro", sage Marcus Russ, Senior-Fondsmanager bei Veritas Investment. "Vor allem bei japanischen Aktien hat sich die Marktlage in den letzten Wochen stark verbessert. In der Folge haben viele technische Indikatoren Kaufsignale generiert."

Insgesamt hätten die Anleger in der vergangenen Woche ETFs für rund 300 Millionen Euro erworben.

"Auch bei den Schwellenländern ist das Kaufinteresse weiterhin hoch, da viele Banken die Allokation erhöht haben. Wir haben Zuflüsse in ETFs auf Aktien auf Schwellenländer in Höhe von rund 315 Millionen Euro beobachtet", so Marcus Russ weiter.

Starke Zuflüsse hätten zudem Sektoren-ETFs verzeichnet, hier hätten Anleger Produkte in Höhe von rund 235 Millionen Euro gekauft, die höchsten Zuflüsse hätten die Sektoren Pharma-, Energie- und Immobilien verzeichnet.

Auch die Rentenseite habe im Fokus gestanden. Hier seien Zuflüsse von rund 430 Millionen Euro verzeichnet worden, vor allem in europäischen Unternehmensanleihen. Die entsprechenden ETFs hätten allein Zuflüsse von rund 230 Millionen Euro verzeichnet.

Auf der Rohstoffseite habe der ETP-Handel nicht von steigenden Rohölnotierungen profitieren können. Insgesamt hätten Rohstoff-ETPs weder Zu- noch Abflüsse verzeichnet. Sollte sich die Lage im Irak weiter zuspitzen, würden die Anleger sicherlich auch bei diesen ETFs wieder zugreifen. (Ausgabe vom 16.06.2014) (17.06.2014/fc/a/e)