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ETF-Monitor: Erholung nach dem Japan-Schock
24.09.24 13:00
Deka Investment
München (www.fondscheck.de) - Der Monat August begann mit einem kräftigen Absturz der japanischen Börse, die rund 12 Prozent verlor und die alle Märkte mit ins Minus zog, so die Experten von Deka Investment.
Aber das Desaster habe nicht lange gewährt. Anlegerinnen und Anleger hätten dies als Kaufgelegenheit eingestuft. So hätten sich die Börsen im August wieder gut erholen können und seien teilweise an ihre alten Rekorde herangekommen.
Am stärksten habe der MSCI World geperformt, der überwiegend amerikanische Märkte repräsentiere. Er habe 2,5 Prozent zugelegt. Etwas weniger mit 2,3 Prozent habe der S&P 500 gewonnen. Dann sei schon der DAX mit einem Plus von 2,2 Prozent und der EURO STOXX 50 mit 1,8 Prozent gekommen. Für die Emerging Markets seien es 1,4 Prozent gewesen. Treiber der Erholung seien diesmal nicht die Technologiewerte gewesen. Der NASDAQ Composite habe nur 0,7 Prozent geschafft.
Beim Nikkei 225, der die Malaise ausgelöst habe, habe es nur für ein Minus von 1,2 Prozent gereicht. China habe weiter gelitten, vor allem durch die Zuspitzung mit Sonderzöllen auf chinesische Autos in den USA, die so gegen die hochsubventionierte chinesische Industrie vorgegangen seien. Auch die EU habe Maßnahmen angekündigt. Der Shanghai Composite habe 3,3 Prozent verloren.
Auch Rohstoffe hätten gelitten. Der S&P Global Base Metal habe 3,3 Prozent abgegeben. Der Ölpreis für die Sorte Brent habe 2,4 Prozent verloren. Nur der Goldpreis habe getan, was er schon seit Monaten tue. Er sei weiter gestiegen und habe ein Plus von 2,3 Prozent markiert. Bei den Währungen habe der Dollar seine Schwächetendenzen fortgesetzt und gegenüber dem Euro zwei Prozent verloren.
Bei den in Europa gehandelten Fonds und Notes hätten diesmal Short-Produkte auf die Rohstoffe dominiert, die je nach Hebel bis 100 Prozent gewonnen hätten. Bei den klassischen Länder-ETFs seien die ASEAN-Staaten Philippinen, Indonesien und Malaysia gesucht gewesen. Sie hätten rund 7,5 Prozent gewonnen. In Europa sei nach langer Flaute wieder der Immobilienmarkt im Fokus gewesen, was den entsprechenden ETFs ein Gewinn von 5,5 Prozent verholfen habe. Fonds, die diese gehalten hätten, hätten sich um rund fünf Prozent nach oben schieben können.
Auf der Verliererseite seien dann spiegelbildlich die Rohstoffe mit gehebelten Long-Produkten zu finden gewesen, die im Extremfall bis 80 Prozent verloren hätten. Notes mit Kryptowährungen hätten wieder mal eins aufs Dach bekommen und im Durchschnitt 25 Prozent abgegeben. Ausgewählte Tech-Themen wie Blockchain seien abgestoßen worden, was diesen bis 15 Prozent minus beschert habe. Bei den Länderfonds seien ETFs auf Korea und China auf der Negativliste gewesen. Sie hätten zwischen vier und fünf Prozent abgegeben.
Bei den Flows hätten klar die Aktien dominiert, die 7,4 Milliarden an frischem Geld hätten verbuchen können. Gut gesucht gewesen seien auch Anleihen mit 4,3 Milliarden Euro. Der Geldmarkt habe sein Nettomittelaufkommen um 1,2 Milliarden Euro gesteigert, während aus den Rohstoffen 213,2 Millionen Euro abgeflossen seien.
Verlierer seien diesmal die US-Standardaktien gewesen, die 2,6 Milliarden Euro abgegeben hätten. Angesichts der günstigeren Inflationsdaten in den USA seien Dollar-Inflationsanleihen abgegeben worden, ein Minus von 667,2 Millionen Euro. US-Small-Cap-Aktien sei weniger zugetraut worden, was einen Verlust von 494,9 Millionen Euro bedeutet habe. Kurzlaufende Euro-Unternehmensanleihen seien abgestoßen worden, die so 488,8 Millionen Euro verloren hätten. Globale Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen hätten auf 452,1 Millionen Euro verzichten müssen.
Aufgeteilt nach Anlagekategorien, seien es im August wieder die globalen Aktien-Standardwerte gewesen, die 4,8 Milliarden Euro hinzugowannen hätten. Gefolgt worden seien sie von Euro-Unternehmensanleihen mit 1,5 Milliarden Euro. Kurzlaufende US-Dollar-Anleihen seien angesichts der bevorstehenden Zinssenkung gesucht gewesen, was diesen Flows von 1,4 Milliarden beschert habe. Auch die Eurozone habe wieder Fans gehabt. Standardaktien der Region hätten 1,2 Milliarden frische Gelder erhalten. Schließlich seien geldmarktnahe Produkte gesucht gewesen, was zu einem Zuwachs von 1,1 Milliarden Euro geführt habe. (Ausgabe 9/2024) (24.09.2024/fc/a/e)
Aber das Desaster habe nicht lange gewährt. Anlegerinnen und Anleger hätten dies als Kaufgelegenheit eingestuft. So hätten sich die Börsen im August wieder gut erholen können und seien teilweise an ihre alten Rekorde herangekommen.
Am stärksten habe der MSCI World geperformt, der überwiegend amerikanische Märkte repräsentiere. Er habe 2,5 Prozent zugelegt. Etwas weniger mit 2,3 Prozent habe der S&P 500 gewonnen. Dann sei schon der DAX mit einem Plus von 2,2 Prozent und der EURO STOXX 50 mit 1,8 Prozent gekommen. Für die Emerging Markets seien es 1,4 Prozent gewesen. Treiber der Erholung seien diesmal nicht die Technologiewerte gewesen. Der NASDAQ Composite habe nur 0,7 Prozent geschafft.
Beim Nikkei 225, der die Malaise ausgelöst habe, habe es nur für ein Minus von 1,2 Prozent gereicht. China habe weiter gelitten, vor allem durch die Zuspitzung mit Sonderzöllen auf chinesische Autos in den USA, die so gegen die hochsubventionierte chinesische Industrie vorgegangen seien. Auch die EU habe Maßnahmen angekündigt. Der Shanghai Composite habe 3,3 Prozent verloren.
Bei den in Europa gehandelten Fonds und Notes hätten diesmal Short-Produkte auf die Rohstoffe dominiert, die je nach Hebel bis 100 Prozent gewonnen hätten. Bei den klassischen Länder-ETFs seien die ASEAN-Staaten Philippinen, Indonesien und Malaysia gesucht gewesen. Sie hätten rund 7,5 Prozent gewonnen. In Europa sei nach langer Flaute wieder der Immobilienmarkt im Fokus gewesen, was den entsprechenden ETFs ein Gewinn von 5,5 Prozent verholfen habe. Fonds, die diese gehalten hätten, hätten sich um rund fünf Prozent nach oben schieben können.
Auf der Verliererseite seien dann spiegelbildlich die Rohstoffe mit gehebelten Long-Produkten zu finden gewesen, die im Extremfall bis 80 Prozent verloren hätten. Notes mit Kryptowährungen hätten wieder mal eins aufs Dach bekommen und im Durchschnitt 25 Prozent abgegeben. Ausgewählte Tech-Themen wie Blockchain seien abgestoßen worden, was diesen bis 15 Prozent minus beschert habe. Bei den Länderfonds seien ETFs auf Korea und China auf der Negativliste gewesen. Sie hätten zwischen vier und fünf Prozent abgegeben.
Bei den Flows hätten klar die Aktien dominiert, die 7,4 Milliarden an frischem Geld hätten verbuchen können. Gut gesucht gewesen seien auch Anleihen mit 4,3 Milliarden Euro. Der Geldmarkt habe sein Nettomittelaufkommen um 1,2 Milliarden Euro gesteigert, während aus den Rohstoffen 213,2 Millionen Euro abgeflossen seien.
Verlierer seien diesmal die US-Standardaktien gewesen, die 2,6 Milliarden Euro abgegeben hätten. Angesichts der günstigeren Inflationsdaten in den USA seien Dollar-Inflationsanleihen abgegeben worden, ein Minus von 667,2 Millionen Euro. US-Small-Cap-Aktien sei weniger zugetraut worden, was einen Verlust von 494,9 Millionen Euro bedeutet habe. Kurzlaufende Euro-Unternehmensanleihen seien abgestoßen worden, die so 488,8 Millionen Euro verloren hätten. Globale Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen hätten auf 452,1 Millionen Euro verzichten müssen.
Aufgeteilt nach Anlagekategorien, seien es im August wieder die globalen Aktien-Standardwerte gewesen, die 4,8 Milliarden Euro hinzugowannen hätten. Gefolgt worden seien sie von Euro-Unternehmensanleihen mit 1,5 Milliarden Euro. Kurzlaufende US-Dollar-Anleihen seien angesichts der bevorstehenden Zinssenkung gesucht gewesen, was diesen Flows von 1,4 Milliarden beschert habe. Auch die Eurozone habe wieder Fans gehabt. Standardaktien der Region hätten 1,2 Milliarden frische Gelder erhalten. Schließlich seien geldmarktnahe Produkte gesucht gewesen, was zu einem Zuwachs von 1,1 Milliarden Euro geführt habe. (Ausgabe 9/2024) (24.09.2024/fc/a/e)


