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ETF-Monitor: Erleichterung mit Jahresendrally


21.12.23 11:30
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Na, wer sagt es denn? Es gibt sie noch, die Jahresendrally, und diesmal begann sie schon im November nach drei Monaten der Kursschwäche, so die Experten von Deka Investment.

Anlass dafür seien sinkende Inflationsdaten und die Hoffnung gewesen, dass der Zinsgipfel erreicht sei und die Notenbanken 2024 ihre restriktive Politik zurückfahren würden. Sorgen wegen zunehmender Konjunkturschwächen seien weggewischt worden. So hätten alle großen Aktienmärkte ordentlich im Plus notiert.

Am stärksten hätten die Techwerte reagiert. Der NASDAQ Composite habe glatt elf Prozent geschafft, der TecDAX sogar etwas mehr als zwölf Prozent. Die breiten Indices hätten mitgezogen. Der DAX habe 9,5% und der S&P 500 8,9% verbuchen können. Der Nikkei habe 8,5 Prozent zugelegt. Für den EURO STOXX 50 und die Emerging Markets seien es 7,9 Prozent gewesen. Nur der Shanghai Composite sei aus dem Rahmen gefallen und mit schwachen 0,4 Prozent allen anderen hinterhergehinkt. Dies sei weiterhin der schwierigen Wirtschaftslage in China geschuldet gewesen.

Auch die Rohstoffe hätten mitgezogen, wenn auch eher verhalten. Der S&P Global Base Metal Index habe 3,4 Prozent auf die Waage gebracht. Der Goldpreis habe mit einem Plus von 2,6 Prozent von den vielen Kriegen und Krisen profitiert. Er habe sich jetzt klar über der 2000-Dollar-Marke für die Feinunze etabliert. Analysten würden sogar noch weiter steigende Goldpreise erwarten. Sie würden mit sinkenden Zinsen auch sinkende Opportunitätskosten für die Goldhaltung sehen. Ausreißer nach unten seien die Ölpreise gewesen. Für die Sorte Brent habe 5,2 Prozent weniger bezahlt werden müssen.

Wer die richtigen ETPs, vor allem gehebelt, im Depot gehabt habe, sei fürstlich belohnt worden. Teilweise habe es Sprünge von plus 50 Prozent gegeben. Aber auch die Performance von ETFs habe sich sehen lassen können. Fonds mit Valueaktien hätten immerhin bis zu 17 Prozent zugelegt. Ihnen seien spezielle Technologiethemen wie Blockchain oder Fintech gefolgt, die sich um 15 Prozent hätten verbessern können. Unter den Ländertiteln sei Korea herausgeragt. Dafür habe es ein Plus bis zu 13 Prozent gegeben. Schließlich sei auch angesichts der bevorstehenden Weltklima-Konferenz in Dubai das Thema Klimawandel ins Auge gefallen. Einzelne ETFs, die sich darauf fokussieren würden, seien mit einem Gewinn von ebenfalls 13 Prozent belohnt worden.

Verlierer seien die lange bevorzugten Energiewerte gewesen, die 15 bis 20 Prozent verloren hätten. Breite Rohstoffkörbe hätten immerhin noch um die fünf Prozent abgegeben. Bei den Ländern hätten vor allem China-Titel gelitten, deren Werte sich bis vier Prozent verringert hätten.

Auch bei den Flows hätten die Aktien geglänzt. Ihnen seien netto 11,6 Milliarden Euro zugeflossen. Die Anleihen hätten mit 6,4 Milliarden profitiert. Der Geldmarkt habe sich um 531,3 Millionen Euro verbessert. Das Nettomittelaufkommen der Rohstoffe habe sich um rund zwei Milliarden Euro verringert. (Ausgabe Wertarbeit 12/2023) (21.12.2023/fc/a/e)