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ETF-Monitor: Konsolidierung vor US-Wahlen


19.11.24 13:30
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Eigentlich taten die Notenbanken, was die Märkte von ihnen erwartet haben: Sie senkten die Leitzinsen, zunächst Ende September die Fed, dann Mitte Oktober die EZB, und die schon zum dritten Mal in Folge, so die Experten von Deka Investment.

Aber das hätten die Börsen schon weitgehend vorweggenommen. So habe der Oktober im Zeichen der Konsolidierung gestanden. Außerdem habe die Präsidentschaftswahl in den USA ihre Schatten vorausgeworfen. Deren möglicher Ausgang - Trump oder Harris? - habe die Märkte verunsichert.

So habe nur der Nikkei von den großen Märkten Gewinne verbuchen können, ein Plus von 3,1 Prozent. Er habe sich nach kräftigen Verlusten im August und September nach oben gearbeitet und habe nach den Parlamentswahlen, bei denen die Regierung die Mehrheit verloren habe, kurz negativ reagiert, sich dann aber wieder schnell erholt. Bei den anderen Märkten sei es nach mehrfachen Rekorden zuvor abwärts gegangen, habe aber im Rahmen einer üblichen Konsolidierung geblieben. Der S&P 500 habe ein Prozent abgegeben. Der Dax habe 1,3 Prozent verloren, der Shanghai Composite 1,7 Prozent, der EURO STOXX 50 schon 3,5 und der MSCI Emerging Markets sogar 4,4 Prozent.

Bei den Rohstoffen habe sich der Goldpreis wacker gehalten. Der Preis für die Feinunze sei um 4,2 Prozent gestiegen, was vielfach als Zeichen zunehmender Unsicherheit interpretiert worden sei. Der Ölpreis habe nach den Rückgängen zuvor ein Plus von 1,9 Prozent für die Sorte Brent geschafft. Doch der S&P Global Base Metal habe angesichts verbreiteter Konjunkturschwäche rund vier Prozent verloren. Der Dollar, der in den Monaten zuvor eher zur Schwäche geneigt habe, habe sich wieder um 2,3 Prozent gegenüber dem Euro befestigt.

Die Liste der ETP - der Exchange Traded Products mit Notes und Fonds - sei im Oktober durch die Erholung der Kryptowährungen geprägt worden, die im Durchschnitt bis 15 Prozent zugelegt hätten. Bei den klassischen ETFs seien es Fonds mit Japan-Bezug gewesen. Sie hätten sich um 6,5 Prozent verbessert. Auch die typischen Technologiefonds mit Cloud und Computing hätten reüssiert. Sie hätten zwischen fünf und sieben Prozent gewonnen. Zudem habe es bei Produkten mit Gold- und Silber-Bezug Gewinne bis zu sieben Prozent gegeben.

Bei den Verlierern hätten Immobilien-ETFs in Europa negativ abgeschnitten. Sie hätten bis 8,5 Prozent verloren. Alternative Energiewerte seien gemieden worden, Verluste bei den entsprechenden Fonds seien bis sieben Prozent gegangen. Aktien-ETFs auf Polen und Schweden hätten rund sechs Prozent nachgegeben.

Bei den Flows, dem Nettomittelaufkommen, hätten klar die Aktien mit 21,9 Milliarden Euro dominiert. Für die Anleihen habe es 4,1 Milliarden mehr gegeben, für den Geldmarkt 922,4 Millionen Euro. Die Rohstoffe hätten sich mit 202,7 Millionen Euro begnügen müssen. (19.11.2024/fc/a/e)