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ETFs: Das klare Bild fehlt
18.06.25 12:00
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach Monaten mit hohen Zuflüssen in europäische und Abflüsse aus US-Aktien ist die Lage mittlerweile weniger klar, so die Deutsche Börse AG.
"Der eindeutige Trend fehlt", berichte Holger Heinrich, der für die Baader Bank ETFs handele. Insgesamt sehe er weiterhin mehr Käufe als Verkäufe im ETF-Geschäft. "Die Umsätze sind aber geringer", ergänze er. Auch Ivo Orlemann von der ICF Bank melde einen ruhigen Handel. "Beliebt bleiben die Rüstungs-ETFs", bemerke er. Neues Thema sei aktuell Öl. Aufgrund des zwischen Israel und Iran entbrannten Krieges sei der Ölpreis deutlich gestiegen. Die trading-affine Kundschaft von Lang & Schwarz setze daher viel auf Öl-ETCs, gerne auch mit Hebel.
Der DAX zeige sich aktuell von der Eskalation in Nahost belastet und stehe am Dienstagmittag bei 23.422 Punkten, ein Stück weiter unter dem Allzeithoch von 24.453 Punkten. Die US-Aktien hätten sich zuletzt hingegen deutlich erholt, der NASDAQ 100 nähere sich wieder seinem im Februar erreichten Rekordstand.
"S&P 500- und NASDAQ-ETFs auf beiden Seiten gehandelt"
Gleichermaßen Zu- und Abflüsse sehe Heinrich für europäische Aktien. Einerseits würden ETFs auf viele große Indices eher verkauft, etwa auf den STOXX Europe 600 (ISIN LU1574142243/ WKN LYX0WH), den MSCI Europe und den MSCI EMU. "Auf der anderen Seite werden Positionen im EURO STOXX 50 (ISIN LU0136234068/ WKN 794357) und im MSCI EMU Small Cap (ISIN LU0671493277/ WKN A1JHNE) eingegangen", berichte der Händler.
Auch für World-ETFs melde Heinrich Käufe und Verkäufe. Auf den Einkaufslisten: der währungsgesicherte SPDR MSCI World (ISIN IE000BZ1HVL2/ WKN A3EG2U) sowie der Frankfurter Modern Value (ISIN LU2439874319/ WKN FRA3TF) vom Emittenten Axxion. Der setze auf Unternehmen aus aller Welt mit hoher Qualität, starker Eigentümerstruktur und Wettbewerbsvorteilen, dabei seien alle Unternehmen im Index gleichgewichtet. Abgaben gebe es dem Händler zufolge beim aktiv gemanagten JPM Global Research Enhanced Index Equity Active (ISIN IE000HFXP0D2/ WKN A3CYEG). Für US-Aktien registriere Heinrich ebenfalls ein uneinheitliches Bild mit Käufen (ISIN IE00BD6RZT93/ WKN A2ARXC) und Verkäufen (ISIN IE0000EAPBT6/ WKN A40FFG). Puschmann von Lang & Schwarz bestätige das: "S&P 500- und NASDAQ-ETFs werden auf beiden Seiten gehandelt."
Weiter Zurückhaltung bezüglich US-Aktien.
Auch im Mai sei das meiste Geld am europäischen ETF-Markt in World- (plus 8,6 Milliarden Euro) und europäische Aktien-ETFs (4,7 Milliarden Euro) geflossen, während US-Aktien weniger beachtet worden seien, wie das Analyse- und Handelshaus Crossflow berichte. Allerdings hätten US-Aktien-ETFs nach drei Monaten mit geringfügigen Rückgaben im Mai erstmals überhaupt wieder neue Gelder erhalten - wenn auch auf sehr niedrigem Niveau (1,7 Milliarden Euro). "Im Vergleich zum enthusiastischen Mittelaufkommen in Höhe von 50 Milliarden Euro im letzten Quartal 2024 ist das natürlich auffallend wenig", kommentiere Crossflow. Seit Jahresanfang kommen World-Aktien damit auf Zuflüsse von 40,5 Milliarden Euro, europäische auf 35,8 Milliarden und US-Aktien nur auf 8 Milliarden Euro.
"Alles zieht, was mit Verteidigung und Kernenergie zu tun hat"
Im Handel mit Branchen-ETFs seien Rüstungs-Tracker weiter der Renner. Orlemann zufolge kämen vor allem der VanEck Defense (ISIN IE000YYE6WK5/ WKN A3D9M1), der WisdomTree Europe Defence (ISIN IE0002Y8CX98/ WKN A40Y9K) und der Global X Defence Tech (ISIN IE000JCW3DZ3/ WKN A40E7A) gut an. Ebenfalls beliebt: der VanEck Uranium and Nuclear Technologies (ISIN IE000M7V94E1/ WKN A3D47K), der auf Unternehmen es den Bereichen Uranbergbau und Kernenergieinfrastruktur setze. "Alles zieht, was mit Verteidigung und Kernenergie zu tun hat."
Öl-ETCs umsatzstark - gerne auch mit Hebel
Der Ölpreis sei aufgrund des Israel-Iran-Kriegs stark gestiegen: Ein Barrel Brent koste aktuell 74,30 US-Dollar, Ende Mai seien es noch 62 US-Dollar gewesen. Schon jetzt würden beide Länder mit ihren Angriffen auf Ölraffinerien und -felder zielen. Außerdem sei die Sorge groß, dass der Iran die für den Öltransport so wichtige Seestraße von Hormus schließen könnte.
Puschmann melde regen Handel mit Öl-ETCs, konkret dem WisdomTree WTI Crude Oil 3x Daily Leveraged (ISIN IE00BMTM6B32/ WKN A3GM4L) und dessen Short-Variante (ISIN XS2819844387/ WKN A4AGV3) sowie die Pendants auf Brent (ISIN IE00BMTM6D55/ WKN A3GM4K, ISIN IE00BLRPRK35/ WKN A3GL7F). Abgesehen davon würden auch Goldpreis-Tracker gesucht bleiben, wie sowohl Puschmann als auch Orlemann feststellen würden. "Auch Platin-ETCs sind gefragt", ergänze Puschmann. (News vom 17.06.2025) (18.06.2025/fc/a/e)
"Der eindeutige Trend fehlt", berichte Holger Heinrich, der für die Baader Bank ETFs handele. Insgesamt sehe er weiterhin mehr Käufe als Verkäufe im ETF-Geschäft. "Die Umsätze sind aber geringer", ergänze er. Auch Ivo Orlemann von der ICF Bank melde einen ruhigen Handel. "Beliebt bleiben die Rüstungs-ETFs", bemerke er. Neues Thema sei aktuell Öl. Aufgrund des zwischen Israel und Iran entbrannten Krieges sei der Ölpreis deutlich gestiegen. Die trading-affine Kundschaft von Lang & Schwarz setze daher viel auf Öl-ETCs, gerne auch mit Hebel.
Der DAX zeige sich aktuell von der Eskalation in Nahost belastet und stehe am Dienstagmittag bei 23.422 Punkten, ein Stück weiter unter dem Allzeithoch von 24.453 Punkten. Die US-Aktien hätten sich zuletzt hingegen deutlich erholt, der NASDAQ 100 nähere sich wieder seinem im Februar erreichten Rekordstand.
"S&P 500- und NASDAQ-ETFs auf beiden Seiten gehandelt"
Gleichermaßen Zu- und Abflüsse sehe Heinrich für europäische Aktien. Einerseits würden ETFs auf viele große Indices eher verkauft, etwa auf den STOXX Europe 600 (ISIN LU1574142243/ WKN LYX0WH), den MSCI Europe und den MSCI EMU. "Auf der anderen Seite werden Positionen im EURO STOXX 50 (ISIN LU0136234068/ WKN 794357) und im MSCI EMU Small Cap (ISIN LU0671493277/ WKN A1JHNE) eingegangen", berichte der Händler.
Auch für World-ETFs melde Heinrich Käufe und Verkäufe. Auf den Einkaufslisten: der währungsgesicherte SPDR MSCI World (ISIN IE000BZ1HVL2/ WKN A3EG2U) sowie der Frankfurter Modern Value (ISIN LU2439874319/ WKN FRA3TF) vom Emittenten Axxion. Der setze auf Unternehmen aus aller Welt mit hoher Qualität, starker Eigentümerstruktur und Wettbewerbsvorteilen, dabei seien alle Unternehmen im Index gleichgewichtet. Abgaben gebe es dem Händler zufolge beim aktiv gemanagten JPM Global Research Enhanced Index Equity Active (ISIN IE000HFXP0D2/ WKN A3CYEG). Für US-Aktien registriere Heinrich ebenfalls ein uneinheitliches Bild mit Käufen (ISIN IE00BD6RZT93/ WKN A2ARXC) und Verkäufen (ISIN IE0000EAPBT6/ WKN A40FFG). Puschmann von Lang & Schwarz bestätige das: "S&P 500- und NASDAQ-ETFs werden auf beiden Seiten gehandelt."
Auch im Mai sei das meiste Geld am europäischen ETF-Markt in World- (plus 8,6 Milliarden Euro) und europäische Aktien-ETFs (4,7 Milliarden Euro) geflossen, während US-Aktien weniger beachtet worden seien, wie das Analyse- und Handelshaus Crossflow berichte. Allerdings hätten US-Aktien-ETFs nach drei Monaten mit geringfügigen Rückgaben im Mai erstmals überhaupt wieder neue Gelder erhalten - wenn auch auf sehr niedrigem Niveau (1,7 Milliarden Euro). "Im Vergleich zum enthusiastischen Mittelaufkommen in Höhe von 50 Milliarden Euro im letzten Quartal 2024 ist das natürlich auffallend wenig", kommentiere Crossflow. Seit Jahresanfang kommen World-Aktien damit auf Zuflüsse von 40,5 Milliarden Euro, europäische auf 35,8 Milliarden und US-Aktien nur auf 8 Milliarden Euro.
"Alles zieht, was mit Verteidigung und Kernenergie zu tun hat"
Im Handel mit Branchen-ETFs seien Rüstungs-Tracker weiter der Renner. Orlemann zufolge kämen vor allem der VanEck Defense (ISIN IE000YYE6WK5/ WKN A3D9M1), der WisdomTree Europe Defence (ISIN IE0002Y8CX98/ WKN A40Y9K) und der Global X Defence Tech (ISIN IE000JCW3DZ3/ WKN A40E7A) gut an. Ebenfalls beliebt: der VanEck Uranium and Nuclear Technologies (ISIN IE000M7V94E1/ WKN A3D47K), der auf Unternehmen es den Bereichen Uranbergbau und Kernenergieinfrastruktur setze. "Alles zieht, was mit Verteidigung und Kernenergie zu tun hat."
Öl-ETCs umsatzstark - gerne auch mit Hebel
Der Ölpreis sei aufgrund des Israel-Iran-Kriegs stark gestiegen: Ein Barrel Brent koste aktuell 74,30 US-Dollar, Ende Mai seien es noch 62 US-Dollar gewesen. Schon jetzt würden beide Länder mit ihren Angriffen auf Ölraffinerien und -felder zielen. Außerdem sei die Sorge groß, dass der Iran die für den Öltransport so wichtige Seestraße von Hormus schließen könnte.
Puschmann melde regen Handel mit Öl-ETCs, konkret dem WisdomTree WTI Crude Oil 3x Daily Leveraged (ISIN IE00BMTM6B32/ WKN A3GM4L) und dessen Short-Variante (ISIN XS2819844387/ WKN A4AGV3) sowie die Pendants auf Brent (ISIN IE00BMTM6D55/ WKN A3GM4K, ISIN IE00BLRPRK35/ WKN A3GL7F). Abgesehen davon würden auch Goldpreis-Tracker gesucht bleiben, wie sowohl Puschmann als auch Orlemann feststellen würden. "Auch Platin-ETCs sind gefragt", ergänze Puschmann. (News vom 17.06.2025) (18.06.2025/fc/a/e)
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