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ETFs positive Stimmung
25.08.09 17:02
Deutsche Börse AG
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die positive Stimmung an den Börsen schlägt sich auch am Markt für Indexfonds nieder, so die Deutsche Börse AG.
Vor allem ETFs auf die großen europäischen Indices seien in den letzten Tagen viel gekauft worden. Angesichts der schönen Kursgewinne zum Ende der vergangenen und am Anfang der neuen Woche würden zahlreiche Anleger offenbar noch auf den Zug aufspringen wollen und sich die Klassiker - also ETFs auf DAX, DJ EURO STOXX 50 und MSCI Europe - ins Portfolio legen.
"Bei einer solchen optimistischen Stimmung setzen Investoren gerne auf breite ETFs", erläutere Bernardus Roelofs, Leiter des ETF Sales Trading beim holländischen Market Maker Flow Traders. Er berichte von zahlreichen Käufern etwa bei iShares-ETFs auf den DAX und DJ EURO STOXX 50 sowie beim Lyxor-ETF auf den DJ EURO STOXX 50.
In den letzten fünf Handelstagen hätten aber auch zwei Comstage-Produkte mit ganz oben auf der Umsatzliste gestanden: der ETF DJ EURO STOXX 50 und der ETF DAX (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001). Beide hätten sich großer Beliebtheit erfreut. Eric Wiegand von der Deutschen Bank bestätige zwar den allgemeinen Trend hin zu breiten Indexfonds - vor allem an Hausse-Tagen wie am Freitag und dem gestrigen Montag, als der DAX auf ein neues Jahreshoch geklettert sei. Es habe aber auch Verkäufe gegeben: "So mancher will offenbar die Gewinne festzurren", vermute Wiegand.
Einzelne Sektoren hätten in der Gunst der Anleger nicht mehr so weit oben gestanden. Wiegand zufolge habe es bei den Banken viele Käufer gegeben, auch Basic Resources, also die Grundstoffe, hätten Abnehmer gefunden. Roelofs habe größere Verkäufe beim iShares DJ STOXX 600 Telecommunications beobachtet. "Das waren bestimmt Umschichtungen, hinaus aus einem defensiven Sektor und hinein in offensivere Anlagen", urteile er.
Der iShares-ETF auf den DJ STOXX 600 Telecommunications könne auf Sicht von sechs Monaten zwar ein Plus von 18 Prozent aufweisen, DAX-ETFs seien aber auf mehr als doppelt so hohe Renditen gekommen. Gregor Hamme von Unicredit, der ebenfalls von "außergewöhnlich umfangreichen Verkäufen" bei diesem ETF berichte, vermute aber eher die große Order eines institutionellen Anlegers dahinter.
Daneben würden die Versicherungen weiter gefragt bleiben, so Hamme. Hier hätten wohl die guten Quartalszahlen überzeugt, die Anleger seien positiv überrascht worden und hätten sich eingedeckt. Auch Versorger und Industriegüter würden gerne gekauft, etwa der Dow Jones STOXX 600 Optimised Utilities-ETF sowie der Dow Jones STOXX 600 Optimised Industrial Goods & Services-ETF, beide vom relativ neuen ETF- und ETC-Anbieter Source.
Gehebelte ETFs hätten ebenfalls ihre Anhänger gefunden. Laut Roelofs sei etwa der Lyxor ETF Leveraged DJ EURO STOXX 50 (ISIN FR0010468983 / WKN LYX0BZ) stark nachgefragt worden, ein Strategiefonds, der in den vergangenen sechs Monaten um 98 Prozent habe zulegen können. Auf Jahressicht sei der ETF allerdings immer noch in den Miesen: Anleger, die vor zwölf Monaten gekauft hätten, würden noch auf Verlusten von 44 Prozent sitzen.
Bei den Short-Produkten habe es Eric Wiegand zufolge ebenfalls viel Aktivität gegeben, auf der Käufer- und Verkäuferseite. Umsatzstark habe sich etwa der db x-trackers ShortDAX ETF gezeigt. "Offenbar haben viele am Markt doch noch keine eindeutige Meinung, ob die Erholung nachhaltig ist", meine Wiegand.
Der Handel mit Schwellenländerfonds laufe weiter ruhig, das Interesse der Anleger gelte derzeit eher den Industrieländern. Nach Auskunft von Roelofs habe es bei dem Lyxor ETF China Enterprise, der große chinesische Unternehmen wie die China Construction Bank, die Bank of China oder Petrochina abbilde, und dem iShares MSCI Far East ex-Japan Gewinnmitnahmen gegeben. Stefano Valenti von Unicredit berichte von Käufen und Verkäufen, ihm zufolge stünden die BRIC-Staaten, also Brasilien, Russland, Indien und China, wieder ganz oben auf der Prioritätenliste der Anleger. "Die Umsätze sind aber viel geringer als Ende Juli", meine Valenti und verweise auf die Ferienzeit.
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Konjunkturoptimismus würden die sicheren Papiere ins Abseits geraten, Renten-ETFs würden eher abgestoßen. Der Geldmarktfonds von db x-trackers (ISIN LU0290358497 / WKN DBX0AN) habe ziemlich weit oben auf der Verkaufsliste gestanden. Das sei kaum überraschend: Dieser ETF habe in den letzten sechs Monaten nur eine magere Rendite von 0,28 Prozent abgeworfen. Allerdings seien auf Jahressicht auch keine Verluste zu vermelden, hier liege der Indexfonds mit 1,70 Prozent im Plus. Die ganz große Flucht aus den Geldmarktfonds sei im Übrigen vorbei, meine Eric Wiegand, ganz so viele Abflüsse wie noch vor Wochen gebe es seiner Einschätzung nach mittlerweile nicht mehr.
Als alternative Investments würden auch Rohstoff- und Währungs-ETFs angesagt bleiben, wie Wiegand ergänze. Der Handel verlaufe hier aber auch ruhiger, im Moment stünden DAX & Co. klar im Mittelpunkt des Interesses. (25.08.2009/fc/a/f)
Vor allem ETFs auf die großen europäischen Indices seien in den letzten Tagen viel gekauft worden. Angesichts der schönen Kursgewinne zum Ende der vergangenen und am Anfang der neuen Woche würden zahlreiche Anleger offenbar noch auf den Zug aufspringen wollen und sich die Klassiker - also ETFs auf DAX, DJ EURO STOXX 50 und MSCI Europe - ins Portfolio legen.
"Bei einer solchen optimistischen Stimmung setzen Investoren gerne auf breite ETFs", erläutere Bernardus Roelofs, Leiter des ETF Sales Trading beim holländischen Market Maker Flow Traders. Er berichte von zahlreichen Käufern etwa bei iShares-ETFs auf den DAX und DJ EURO STOXX 50 sowie beim Lyxor-ETF auf den DJ EURO STOXX 50.
In den letzten fünf Handelstagen hätten aber auch zwei Comstage-Produkte mit ganz oben auf der Umsatzliste gestanden: der ETF DJ EURO STOXX 50 und der ETF DAX (ISIN LU0378438732 / WKN ETF001). Beide hätten sich großer Beliebtheit erfreut. Eric Wiegand von der Deutschen Bank bestätige zwar den allgemeinen Trend hin zu breiten Indexfonds - vor allem an Hausse-Tagen wie am Freitag und dem gestrigen Montag, als der DAX auf ein neues Jahreshoch geklettert sei. Es habe aber auch Verkäufe gegeben: "So mancher will offenbar die Gewinne festzurren", vermute Wiegand.
Einzelne Sektoren hätten in der Gunst der Anleger nicht mehr so weit oben gestanden. Wiegand zufolge habe es bei den Banken viele Käufer gegeben, auch Basic Resources, also die Grundstoffe, hätten Abnehmer gefunden. Roelofs habe größere Verkäufe beim iShares DJ STOXX 600 Telecommunications beobachtet. "Das waren bestimmt Umschichtungen, hinaus aus einem defensiven Sektor und hinein in offensivere Anlagen", urteile er.
Daneben würden die Versicherungen weiter gefragt bleiben, so Hamme. Hier hätten wohl die guten Quartalszahlen überzeugt, die Anleger seien positiv überrascht worden und hätten sich eingedeckt. Auch Versorger und Industriegüter würden gerne gekauft, etwa der Dow Jones STOXX 600 Optimised Utilities-ETF sowie der Dow Jones STOXX 600 Optimised Industrial Goods & Services-ETF, beide vom relativ neuen ETF- und ETC-Anbieter Source.
Gehebelte ETFs hätten ebenfalls ihre Anhänger gefunden. Laut Roelofs sei etwa der Lyxor ETF Leveraged DJ EURO STOXX 50 (ISIN FR0010468983 / WKN LYX0BZ) stark nachgefragt worden, ein Strategiefonds, der in den vergangenen sechs Monaten um 98 Prozent habe zulegen können. Auf Jahressicht sei der ETF allerdings immer noch in den Miesen: Anleger, die vor zwölf Monaten gekauft hätten, würden noch auf Verlusten von 44 Prozent sitzen.
Bei den Short-Produkten habe es Eric Wiegand zufolge ebenfalls viel Aktivität gegeben, auf der Käufer- und Verkäuferseite. Umsatzstark habe sich etwa der db x-trackers ShortDAX ETF gezeigt. "Offenbar haben viele am Markt doch noch keine eindeutige Meinung, ob die Erholung nachhaltig ist", meine Wiegand.
Der Handel mit Schwellenländerfonds laufe weiter ruhig, das Interesse der Anleger gelte derzeit eher den Industrieländern. Nach Auskunft von Roelofs habe es bei dem Lyxor ETF China Enterprise, der große chinesische Unternehmen wie die China Construction Bank, die Bank of China oder Petrochina abbilde, und dem iShares MSCI Far East ex-Japan Gewinnmitnahmen gegeben. Stefano Valenti von Unicredit berichte von Käufen und Verkäufen, ihm zufolge stünden die BRIC-Staaten, also Brasilien, Russland, Indien und China, wieder ganz oben auf der Prioritätenliste der Anleger. "Die Umsätze sind aber viel geringer als Ende Juli", meine Valenti und verweise auf die Ferienzeit.
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Konjunkturoptimismus würden die sicheren Papiere ins Abseits geraten, Renten-ETFs würden eher abgestoßen. Der Geldmarktfonds von db x-trackers (ISIN LU0290358497 / WKN DBX0AN) habe ziemlich weit oben auf der Verkaufsliste gestanden. Das sei kaum überraschend: Dieser ETF habe in den letzten sechs Monaten nur eine magere Rendite von 0,28 Prozent abgeworfen. Allerdings seien auf Jahressicht auch keine Verluste zu vermelden, hier liege der Indexfonds mit 1,70 Prozent im Plus. Die ganz große Flucht aus den Geldmarktfonds sei im Übrigen vorbei, meine Eric Wiegand, ganz so viele Abflüsse wie noch vor Wochen gebe es seiner Einschätzung nach mittlerweile nicht mehr.
Als alternative Investments würden auch Rohstoff- und Währungs-ETFs angesagt bleiben, wie Wiegand ergänze. Der Handel verlaufe hier aber auch ruhiger, im Moment stünden DAX & Co. klar im Mittelpunkt des Interesses. (25.08.2009/fc/a/f)
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| DE0005933931 | 593393 | 211,25 € | 175,00 € | |
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