Erweiterte Funktionen

EUR/CHF unter Druck


28.08.12 11:17
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - Der Druck auf EUR/CHF blieb auch in der vergangenen Woche unverändert hoch und die SNB dürfte wieder einige Milliarden Franken gegen Euro verkauf haben, um ihr Mindestkursziel von 1,20 zu halten, so die Analysten von UniCredit Research.

Dabei stelle sich wie immer die Frage, ob dieser Verkaufsdruck allein über EUR/CHF zustande gekommen sei, oder ob USD/CHF im Zuge des zuletzt schwächeren Dollars den Hauptanteil trage. Steige beispielsweise EUR/USD weniger stark an als USD/CHF unter Druck gerate, ergebe dies automatisch ein Unterschreiten der Marke von 1,20. Wenn man allerdings die Short- und Long-Kontrakte im Franken an der CME-Future Börse als Maßstab nehme und gegeneinander aufrechne, ergebe sich immer noch ein geringer Überschuss an Franken-Short-Positionen, sodass allein aufgrund dieser Orientierung nicht von einem besonders starken Verkaufsdruck in USD/CHF ausgegangen werden könne. Also bleibe eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit für einen anhaltend hohen direkten Druckaufbau in EUR/CHF.

Auch signalisiere die Preisgestaltung an den Optionsmärkten (25 Delta RR) noch immer die Favorisierung eines Abwärtstrends in EUR/CHF. Dies gelte zwar auch für einen Aufwärtstrend in USD/CHF, aber in einem deutlich geringeren Ausmaß.

Wie dem auch sei, EUR/CHF werde sich noch rund zwei Wochen auf dem aktuellen Niveau knapp oberhalb von 1,2000 halten. Nach wie vor würden die Analysten aber davon ausgehen, dass sich entweder im unmittelbaren Vorfeld der nächsten geldpolitischen Lageeinschätzung der SNB am 13. September oder unmittelbar danach deutlich mehr Aufwärtsspielraum ergebe. (28.08.2012/ac/a/m)