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EUR/GBP: Cameron als Zünglein an der Waage
26.06.12 11:41
UniCredit Research
München (www.aktiencheck.de) - Seit vergangener Woche sind die Zeichen deutlicher denn je auf eine Ausweitung des Wertapapierankaufprogramms der Bank of England gerichtet, so die Analysten von UniCredit Research.
Eine schwächere Inflationsrate und das Abstimmungsergebnis des MPC-Treffens vom 7. Juni würden zu keiner anderen Erkenntnis führen, zumal aus dem Sitzungsprotokoll hervorgegangen sei, dass grundsätzlich alle geldpolitischen Entscheidungsträger weiteren Liquiditätsmaßnahmen nicht abgeneigt seien. Die zwischenzeitlich verbesserten Einzelhandelsumsätze und eine nicht ganz so katastrophale Auftragslage im Verabeitenden Gewerbe Großbritanniens dürften die Chancen auf eine zusätzliche Ausweitung der Gilt-Ankäufe am 5. Juli auf dann GBP 375 Mrd. nicht wesentlich geschmälert haben.
Wie bereits Mitte letzter Woche berichtet, hätten diese Perspektiven allerdings zu keinem signifikanten Kursanstieg in EUR/GBP geführt. Die Sterling-spezifischen Einflüsse, ausgedrückt im effektiven Sterling-Index, und der Einfluss des Euro-Kursverlaufs würden sich die Waage halten. Dies gelte insbesondere seit Mitte Mai, wo im Euro auch mal größere Positionsglattstellungen vollzogen worden seien. Als Resultat dieser wechselseitigen Abhängigkeiten würden die Volatilitäten zunehmend schwächer notieren. Würde es in dieser Woche lediglich um weitere Datenbekanntgaben aus Großbritannien und um die Ergebnisse des EU-Gipfels generell gehen, würden die Analysten auf eine Fortsetzung der Kernbewegung in EUR/GBP zwischen 0,80 und 0,81 setzen.
Da sie nach den Erfahrungen des EU-Gipfels Ende Januar jedoch nicht ausschließen könnten, dass auch dieses Mal Großbritanniens Permier Cameron einige der zu fassenden Beschlüsse pro mehr politischer Integration nicht mittragen werde, würden sich aus Sicht der Analysten kurzfristig wieder Chancen zu größeren Schwankungen in EUR/GBP ergeben. Je nachdem, wie das Gipfelergebnis auf den Euro insgesamt wirke, könnte sich eine erneute Teilabkoppelung Camerons quasi als Euro-Hedge trendverstärkend bemerkbar machen. (26.06.2012/ac/a/m)
Eine schwächere Inflationsrate und das Abstimmungsergebnis des MPC-Treffens vom 7. Juni würden zu keiner anderen Erkenntnis führen, zumal aus dem Sitzungsprotokoll hervorgegangen sei, dass grundsätzlich alle geldpolitischen Entscheidungsträger weiteren Liquiditätsmaßnahmen nicht abgeneigt seien. Die zwischenzeitlich verbesserten Einzelhandelsumsätze und eine nicht ganz so katastrophale Auftragslage im Verabeitenden Gewerbe Großbritanniens dürften die Chancen auf eine zusätzliche Ausweitung der Gilt-Ankäufe am 5. Juli auf dann GBP 375 Mrd. nicht wesentlich geschmälert haben.
Wie bereits Mitte letzter Woche berichtet, hätten diese Perspektiven allerdings zu keinem signifikanten Kursanstieg in EUR/GBP geführt. Die Sterling-spezifischen Einflüsse, ausgedrückt im effektiven Sterling-Index, und der Einfluss des Euro-Kursverlaufs würden sich die Waage halten. Dies gelte insbesondere seit Mitte Mai, wo im Euro auch mal größere Positionsglattstellungen vollzogen worden seien. Als Resultat dieser wechselseitigen Abhängigkeiten würden die Volatilitäten zunehmend schwächer notieren. Würde es in dieser Woche lediglich um weitere Datenbekanntgaben aus Großbritannien und um die Ergebnisse des EU-Gipfels generell gehen, würden die Analysten auf eine Fortsetzung der Kernbewegung in EUR/GBP zwischen 0,80 und 0,81 setzen.
Da sie nach den Erfahrungen des EU-Gipfels Ende Januar jedoch nicht ausschließen könnten, dass auch dieses Mal Großbritanniens Permier Cameron einige der zu fassenden Beschlüsse pro mehr politischer Integration nicht mittragen werde, würden sich aus Sicht der Analysten kurzfristig wieder Chancen zu größeren Schwankungen in EUR/GBP ergeben. Je nachdem, wie das Gipfelergebnis auf den Euro insgesamt wirke, könnte sich eine erneute Teilabkoppelung Camerons quasi als Euro-Hedge trendverstärkend bemerkbar machen. (26.06.2012/ac/a/m)


