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EUR/USD: Abwärtspotenzial
06.09.12 10:54
UniCredit Research
München (www.aktiencheck.de) - Wochelang hieß es "Warten auf die EZB", so die Analysten von UniCredit Research.
Das habe verdammt an Samuel Becketts "Warten auf Godot" erinnert. Der entscheidende Unterschied zum weltberühmten Bühnenstück allerdings, und Gott sei Dank, sei: Die EZB komme wirklich, und zwar heute Nachmittag. Zunächst gehe es um 13:00h wie immer um die Zinsentscheidung. Ungeachtet zuletzt sich mehrender Stimmen, die der EZB durchaus eine weitere Zinssenkung um 25 Bp zutrauen würden, würden die Analysten nicht zuletzt aufgrund der Anzeichen für eine leicht aufwärts gerichtete Preisentwicklung mit einer Beibehaltung des Leitzinses von 0,75% rechnen.
Hinsichtlich der anschließenden Pressekonferenz des EZB-Präsidenten sei von der Seite der Analysten alles gesagt. Draghi dürfte all jene enttäuschen, die eine konkrete Obergrenze oder eine Zielzone für die Peripherie-Bonds erwarten würden. Damit dürfte sich für EUR/USD, einiges an Abwärtspotenzial auftun, auch wenn die Märkte gestern noch einmal Oberwasser erhalten hätten, weil Pressemeldungen von "unlimitierten" Bondankäufen gesprochen hätten.
Weitere Zinsentscheidungen stünden in Großbritannien und Schweden an. Die entsprechenden Zentralbanken beider Länder dürften ihre Leitzinsen unverändert belassen, wenngleich die Analysten hinsichtlich der Riksbank-Entscheidung ein gewisses Restrisiko für eine Lockerung um 25 Bp nicht in Abrede stellen wollten. Die Bank of England werde voraussichtlich auch ihren Zielwert für Wertpapierankäufe von GBP 375 Mrd. vorerst noch aufrechterhalten.
Nach Monaten des Darbens aller Freunde von exzessiven Kursausschlägen, habe es gestern endlich mal wieder etwas Bewegung in EUR/CHF gegeben. Die Analysten hätten bereits die am Montag getroffenen Aussagen des SNB-Präsidenten Jordan mit Blick auf die nächste Woche anstehende geldpolitische Lageeinschätzung als nicht ganz unkritisch bewertet. Gestern nun habe sich auch SNB-Vize Danthine mit der Einschätzung zu Wort gemeldet, EUR/CHF sei bei 1,20 noch immer unterbewertet.
Folglich sei jenes eingetreten, was die Analysten mit Näherrücken der SNB-Zinsentscheidung bereits vor Wochen propagiert und vorgestern in Aussicht gestellt hätten; nämlich dass die Devisenmärkte ein wenig Fracksausen bekommen und den Druck auf EUR/CHF zurücknehmen und das Währungspaar näher an die 1,21 heranlaufen lassen würden. Die SNB hätte zwar noch einige andere Möglichkeiten im Köcher, aber seit gestern geistere wieder die Angst vor einer Anhebung der Wechselkursuntergrenze umher. (06.09.2012/ac/a/m)
Das habe verdammt an Samuel Becketts "Warten auf Godot" erinnert. Der entscheidende Unterschied zum weltberühmten Bühnenstück allerdings, und Gott sei Dank, sei: Die EZB komme wirklich, und zwar heute Nachmittag. Zunächst gehe es um 13:00h wie immer um die Zinsentscheidung. Ungeachtet zuletzt sich mehrender Stimmen, die der EZB durchaus eine weitere Zinssenkung um 25 Bp zutrauen würden, würden die Analysten nicht zuletzt aufgrund der Anzeichen für eine leicht aufwärts gerichtete Preisentwicklung mit einer Beibehaltung des Leitzinses von 0,75% rechnen.
Weitere Zinsentscheidungen stünden in Großbritannien und Schweden an. Die entsprechenden Zentralbanken beider Länder dürften ihre Leitzinsen unverändert belassen, wenngleich die Analysten hinsichtlich der Riksbank-Entscheidung ein gewisses Restrisiko für eine Lockerung um 25 Bp nicht in Abrede stellen wollten. Die Bank of England werde voraussichtlich auch ihren Zielwert für Wertpapierankäufe von GBP 375 Mrd. vorerst noch aufrechterhalten.
Nach Monaten des Darbens aller Freunde von exzessiven Kursausschlägen, habe es gestern endlich mal wieder etwas Bewegung in EUR/CHF gegeben. Die Analysten hätten bereits die am Montag getroffenen Aussagen des SNB-Präsidenten Jordan mit Blick auf die nächste Woche anstehende geldpolitische Lageeinschätzung als nicht ganz unkritisch bewertet. Gestern nun habe sich auch SNB-Vize Danthine mit der Einschätzung zu Wort gemeldet, EUR/CHF sei bei 1,20 noch immer unterbewertet.
Folglich sei jenes eingetreten, was die Analysten mit Näherrücken der SNB-Zinsentscheidung bereits vor Wochen propagiert und vorgestern in Aussicht gestellt hätten; nämlich dass die Devisenmärkte ein wenig Fracksausen bekommen und den Druck auf EUR/CHF zurücknehmen und das Währungspaar näher an die 1,21 heranlaufen lassen würden. Die SNB hätte zwar noch einige andere Möglichkeiten im Köcher, aber seit gestern geistere wieder die Angst vor einer Anhebung der Wechselkursuntergrenze umher. (06.09.2012/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1,1733 | 1,1767 | -0,0034 | -0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| EU0009652759 | 965275 | 1,20 | 1,11 | |
08.04.26
, Oberbank
EUR/USD: Chance für USD-Käufer


