EUR/USD: ein Blick nach vorne


05.09.12 10:20
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - In den vergangenen Tagen haben die Analysten von UniCredit Research hinreichend Draghis bevorstehende Pressekonferenz und die unmittelbaren Folgen für EUR/USD thematisiert.

Da auch heute und morgen der Fokus auf diese Veranstaltung gerichtet bleibe, mache es aus Sicht der Analysten keinen Sinn, weiterhin darauf herumzureiten. Daher würden sie bereits etwas weiter nach vorn schauen und versuchen, nach dem allseits beliebten Muster "Was wäre wenn…?" zu verfahren. Dabei würden sie selbstverständlich ihr Basisszenario zugrunde legen.

Gehe man also davon aus, dass Draghi am Donnerstag nicht alles auf den Tisch lege, was sich die Märkte wünschen würden, insbesondere Ziele oder Zielzonen für Peripherie-Renditen betreffend, zumal genau diese Thematik von den Fachmedien in den letzten Wochen und Tagen favorisiert worden sei. Wie bereits mehrmals erwähnt, würden die Analysten für diesen Fall mit einer Reaktion der Enttäuschung rechnen, die EUR/USD an die Marke von 1,24 oder sogar darunter zurückbringe.

Allerdings hätten die Analysten gestern von einem vorläufigen Ende der Korrektur gesprochen und diese Einschränkung mit Bedacht gewählt. Nächste Woche Mittwoch stehe das BVG-Urteil über ESM und Fiskalpakt auf der Tagesordnung. Die Analysten würden eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit für ein "Ja, aber…"-Urteil sehen. Das heiße, das Gericht sähe beide Streitpunkte zwar als verfassungskonform, würde sich aber vermutlich nicht scheuen zuzugeben, dass einige der zur Klage geführten Bedenken durchaus nachvollziehbar gewesen seien. Die Finanzmärkte werde es wenig stören. Hauptsache, der Daumen gehe hoch.

Gleiches gälte dann auch für den Euro, der wieder einigen Boden gutmachen würde und unter Umständen noch weiter zulege, falls tags darauf, also nächsten Donnerstag, die FED QE3 ankündigen würde und die globale Risikobereitschaft einen neuen Schub erhielte. Die Analysten könnten sich durchaus vorstellen, dass EUR/USD in der nächsten Woche von einem niedrigeren Niveau startend letztlich sogar auf einem leicht höheren Niveau als heute notiere. Die weitere Entwicklung würde dann maßgeblich davon abhängen, wann und wie stark die EZB an den Bondmärkten eingreife und wie der Troika-Report über Griechenland ausfalle, bevor dann am 19./20. Oktober der nächste EU-Gipfel anstehe. (05.09.2012/ac/a/m)






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