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EUR/USD: Ernüchterung vorprogrammiert
03.09.12 11:38
UniCredit Research
München (www.aktiencheck.de) - Das einzige, was FED-Chairman Bernanke bei seinem Auftritt in Jackson, WY letzten Freitag vermissen ließ, war ein klarer Hinweise auf den 13. September als Termin zum Beginn einer neuen Runde geldpolitischer Lockerungen: Ansonsten ließ Bernanke keinen Zweifel an der Notwendigkeit zur Einführung von QE3, berichten die Analysten von UniCredit Research.
Spätestens ab letzten Freitag werde nicht mehr die Frage nach dem "ob" sondern dem "wann" gestellt. Zugegebenermaßen hätten jene Marktteilnehmer, die schon für die Jackson Hole Konferenz eine klare Ankündigung erwartet hätten, zunächst enttäuscht reagiert.
Aber die Art und Weise, wie Bernanke den konjunkturellen Zustand der USA beschrieben habe und wie er das Hauptproblem Arbeitsmarkt immer wieder in den Vordergrund gestellt habe, sei schon beeindruckend gewesen, um nicht zu sagen beängstigend. Die hohe Arbeitslosenrate habe Bernanke ein gravierendes Problem genannt und die Herausforderungen für die US-Wirtschaft habe er als gewaltig bezeichnet. Die Kosten für eine dritte Runde QE3 seien aus seiner Sicht hingegen beherrschbar.
Wenn man Bernankes zweifelsohne sehr dovish ausgelegte Rede in einer Reihe sehe mit dem Inhalt des letzten FOMC-Sitzungsprotokolls und den Aussagen einiger FED-Offizieller, sowie das jüngste FED-Beige-Book berücksichtige, dann dürften die Wetten auf den 13. September als Ankündigung von QE3 nun deutlich gestiegen sein.
Offenbar hätten die Devisenmärkte den gleichen Eindruck gehabt. Der eingangs genannten ersten Enttäuschung, ausgedrückt in einem mäßigen Kursrückgang bei EUR/USD, sei ein Anstieg bis weit über 1,26 hinaus gefolgt. Es habe dann zwar Positionsglattstellungen zum Wochenende gegeben, aber das erhöhte Niveau um 1,26 sei im Großen und Ganzen erhalten geblieben.
Was diese Woche betrifft, haben die Analysten von UniCredit Research den Ausführungen ihrer Freitagsausgabe nicht viel hinzuzufügen. EUR/USD dürfte sein leicht erhöhtes Niveau in etwa halten, aber ab Donnerstagnachmittag wieder deutlich unter Druck geraten. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Markterwartungen an EZB-Präsident Draghi auf seiner Pressekonferenz hinsichtlich detaillierter Angaben zum neuen Bondankaufprogramm schlichtweg zu hoch gesteckt seien. Insbesondere würden sie keine Angaben zu Zielwerten oder Zielzonen bei den Bondrenditen erwarten.
Die Analysten wären nicht überrascht, wenn EUR/USD gegen Ende der Woche sogar knapp unterhalb 1,24 notiere und ein weiteres Absacken lediglich durch einen wenig überzeugenden US-Arbeitsmarktbericht verhindert werden könne. (03.09.2012/ac/a/m)
Spätestens ab letzten Freitag werde nicht mehr die Frage nach dem "ob" sondern dem "wann" gestellt. Zugegebenermaßen hätten jene Marktteilnehmer, die schon für die Jackson Hole Konferenz eine klare Ankündigung erwartet hätten, zunächst enttäuscht reagiert.
Aber die Art und Weise, wie Bernanke den konjunkturellen Zustand der USA beschrieben habe und wie er das Hauptproblem Arbeitsmarkt immer wieder in den Vordergrund gestellt habe, sei schon beeindruckend gewesen, um nicht zu sagen beängstigend. Die hohe Arbeitslosenrate habe Bernanke ein gravierendes Problem genannt und die Herausforderungen für die US-Wirtschaft habe er als gewaltig bezeichnet. Die Kosten für eine dritte Runde QE3 seien aus seiner Sicht hingegen beherrschbar.
Offenbar hätten die Devisenmärkte den gleichen Eindruck gehabt. Der eingangs genannten ersten Enttäuschung, ausgedrückt in einem mäßigen Kursrückgang bei EUR/USD, sei ein Anstieg bis weit über 1,26 hinaus gefolgt. Es habe dann zwar Positionsglattstellungen zum Wochenende gegeben, aber das erhöhte Niveau um 1,26 sei im Großen und Ganzen erhalten geblieben.
Was diese Woche betrifft, haben die Analysten von UniCredit Research den Ausführungen ihrer Freitagsausgabe nicht viel hinzuzufügen. EUR/USD dürfte sein leicht erhöhtes Niveau in etwa halten, aber ab Donnerstagnachmittag wieder deutlich unter Druck geraten. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Markterwartungen an EZB-Präsident Draghi auf seiner Pressekonferenz hinsichtlich detaillierter Angaben zum neuen Bondankaufprogramm schlichtweg zu hoch gesteckt seien. Insbesondere würden sie keine Angaben zu Zielwerten oder Zielzonen bei den Bondrenditen erwarten.
Die Analysten wären nicht überrascht, wenn EUR/USD gegen Ende der Woche sogar knapp unterhalb 1,24 notiere und ein weiteres Absacken lediglich durch einen wenig überzeugenden US-Arbeitsmarktbericht verhindert werden könne. (03.09.2012/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1,1733 | 1,1767 | -0,0034 | -0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| EU0009652759 | 965275 | 1,20 | 1,11 | |
08.04.26
, Oberbank
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