EUR/USD: erweitertes Range-Trading


15.10.12 10:54
UniCredit Research

München (www.aktiencheck.de) - Die vergangene Woche war teilweise recht turbulent, brachte aber für alle Währungspaare keine neuen und vor allem nachhaltigen Impulse, so die Analysten von UniCredit Research.

So habe EUR/USD zwischen 1,28 und 1,30 geschwankt, je nachdem wie sich gerade das Hoffnungsbarometer für einen spanischen Bailout dargestellt habe und wie sich die internationalen Aktienbörsen präsentiert hätten. Für diese Woche sehe man ähnliche Abhängigkeiten, allerdings gewürzt mit weiteren Einflussfaktoren.

Vermutlich werde es ähnlich hoch hergehen. Über allem schwebe natürlich wieder das Thema Spanien. Solange die Regierung Rajoy keine Schritte Richtung EFSF/ESM unternehme, erhalte der Euro keinen weiteren Rückenwind. Der Troika-Bericht zu Griechenland werde vermutlich auch noch nicht fertig gestellt sein. Dennoch bleibe Europa weiter im Fokus der Märkte. Am 18./19. Oktober finde das nächste Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel statt.

Normalerweise seien hier Dissonanzen ob des umfangreichen Themenkreises, wie sie bereits im Vorfeld des letzten Gipfels Ende Juni nach außen gedrungen seien, nicht auszuschließen. Dann wäre EUR/USD gegen Ende der Woche am unteren Range-Ende anzusiedeln. Vielleicht würden aber auch besonders heikle Themen, wie beispielsweise die Frage nach einer gesamtschuldnerischen Haftung, erneut außen vorgelassen und man berichte über Fortschritte bei Bankenaufsicht und Bankenunion. In diesem Fall könnte sich das Treffen dann wiederholt als Erfolg verkaufen lassen und EUR/USD würde ganz heftig mit den 1,30 flirten.

Eine weitere Einflussnahme auf den Wechselkurs könnten sich die Analysten durch die US-Quartalsberichterstattung vorstellen. Hier habe es in der vergangenen Woche bereits die einen oder anderen Zweifel hinsichtlich einer guten Ertragslage der Unternehmen gegeben. Nach dem überraschend guten Ergebnis durch J.P. Morgan Chase (ISIN US46625H1005/ WKN 850628), würden in den nächsten Tagen Schwergewichte wie Coca-Cola (ISIN US1912161007/ WKN 850663), Intel (ISIN US4581401001/ WKN 855681), Bank of Amerika (ISIN US0605051046/ WKN 858388), American Express (ISIN US0258161092/ WKN 850226), Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747), McDonald's (ISIN US5801351017/ WKN 856958) und General Electric (ISIN US3696041033/ WKN 851144) folgen. Auch hier müsse man konditionieren. Je nach Überraschungsgrad- und richtung könne das Pendel ebenfalls vorübergehend zwischen 1,28 und 1,30 ausschlagen. Auf alle Fälle dürften, wie schon in der letzten Woche, alle Asset-Klassen, darunter die internationalen Aktienindizes, nahezu einheitlich performen. (15.10.2012/ac/a/m)






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