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EUR/USD: schon fast überkauft
18.10.12 10:28
UniCredit Research
München (www.aktiencheck.de) - So wie im Vorfeld des letzten EU-Gipfels Ende Juni der Pessimismus täglich einen neuen Höhepunkt erreichte und EUR/USD von 1,27 auf 1,24 durchsackte, haben wir es derzeit mit einer genau gegenteiligen Entwicklung zu tun, so die Analysten von UniCredit Research.
Die positiven Nachrichten würden nicht abreißen und die Erwartungen hinsichtlich des heute beginnenden Gipfels seien sehr hoch. EUR/USD habe gestern im Laufe des Tages einen Höchststand von 1,3140 erreicht. Die Basis sei vorgestern gelegt worden, als Spekulationen über eine vorbeugende ESM-Kreditlinie für Spanien kursiert hätten und Bundesfinanzminister Schäuble angeblich neue Schritte zum schnelleren Erreichen einer Fiskalunion in Betracht gezogen habe.
Gestern seien nicht nur die Devisenmärkte erleichtert gewesen, dass Moody's Spanien nicht das Baa3-Rating entzogen habe. Es seien erneut verbesserte US-Konjunkturdaten gefolgt, dieses Mal vom Immobilienmarkt. Zudem seien einschließlich gestern die bisherigen Ertragszahlen wichtiger US-Unternehmen überwiegend positiv gewesen. Gestern Abend habe Griechenlands Premier Samaras dann noch verkündet, sein Land stünde kurz vor der Einigung mit den Troika-Inspekteuren. Die abwärts revidierten Wachstumsprognosen des deutschen Wirtschaftsministeriums hätten der der Begeisterung keinen Abbruch getan.
Ob sich die positive Marktstimmung während des heutigen Gipfeltreffens fortsetze, sei aus Sicht der Analysten eine ganz andere Frage. Dem Vernehmen nach solle über Griechenland nur am Rande gesprochen werden und eine zielführende Diskussion über Schäubles neue Pläne werde es vermutlich auch nicht geben.
Darüber hinaus bremse Deutschland beim Zeitpunkt für den Start einer gemeinsamen Bankenaufsicht und lehne eine gesamtschuldnerische Haftung weiterhin ab. Das Thema Bankenunion solle angeblich auch nicht vertieft werden. Aber vielleicht lichte sich bereits heute Früh der Nebel, wenn Bundeskanzlerin Merkel ihre Gipfelziele dem Deutschen Bundestag mitteile. Dann würden die Analysten wissen, was eventuell gehen könnte und was gar nicht gehe. Auch wären sie nicht überrascht, wenn es bereits morgen Nachmittag, wie schon Ende Juni, ein vorläufiges Statement der EU-Staats- und Regierungschefs am ersten Tag geben würde.
Die Analysten seien durchaus optimistisch dahingehend, dass der EU-Gipfel konstruktiv verlaufen werde und auch einige erfreuliche Ergebnisse präsentiert würden. Das Problem sei die seit vorgestern aufgebaute hohe Markterwartung. Daher würden die Analysten für EUR/USD bestenfalls von einem Halten des aktuellen Niveaus ausgehen. Sollten die erwähnten Dissonanzen mit in den Vordergrund rücken und das Thema Finanzhilfe für Spanien gar außen vor bleiben oder zumindest auf Sparflamme gekocht werden, könnte EUR/USD durchaus kräftig an Boden verlieren und auf ein Niveau unterhalb 1,29 zurückfallen. (18.10.2012/ac/a/m)
Die positiven Nachrichten würden nicht abreißen und die Erwartungen hinsichtlich des heute beginnenden Gipfels seien sehr hoch. EUR/USD habe gestern im Laufe des Tages einen Höchststand von 1,3140 erreicht. Die Basis sei vorgestern gelegt worden, als Spekulationen über eine vorbeugende ESM-Kreditlinie für Spanien kursiert hätten und Bundesfinanzminister Schäuble angeblich neue Schritte zum schnelleren Erreichen einer Fiskalunion in Betracht gezogen habe.
Ob sich die positive Marktstimmung während des heutigen Gipfeltreffens fortsetze, sei aus Sicht der Analysten eine ganz andere Frage. Dem Vernehmen nach solle über Griechenland nur am Rande gesprochen werden und eine zielführende Diskussion über Schäubles neue Pläne werde es vermutlich auch nicht geben.
Darüber hinaus bremse Deutschland beim Zeitpunkt für den Start einer gemeinsamen Bankenaufsicht und lehne eine gesamtschuldnerische Haftung weiterhin ab. Das Thema Bankenunion solle angeblich auch nicht vertieft werden. Aber vielleicht lichte sich bereits heute Früh der Nebel, wenn Bundeskanzlerin Merkel ihre Gipfelziele dem Deutschen Bundestag mitteile. Dann würden die Analysten wissen, was eventuell gehen könnte und was gar nicht gehe. Auch wären sie nicht überrascht, wenn es bereits morgen Nachmittag, wie schon Ende Juni, ein vorläufiges Statement der EU-Staats- und Regierungschefs am ersten Tag geben würde.
Die Analysten seien durchaus optimistisch dahingehend, dass der EU-Gipfel konstruktiv verlaufen werde und auch einige erfreuliche Ergebnisse präsentiert würden. Das Problem sei die seit vorgestern aufgebaute hohe Markterwartung. Daher würden die Analysten für EUR/USD bestenfalls von einem Halten des aktuellen Niveaus ausgehen. Sollten die erwähnten Dissonanzen mit in den Vordergrund rücken und das Thema Finanzhilfe für Spanien gar außen vor bleiben oder zumindest auf Sparflamme gekocht werden, könnte EUR/USD durchaus kräftig an Boden verlieren und auf ein Niveau unterhalb 1,29 zurückfallen. (18.10.2012/ac/a/m)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1,1797 | 1,1782 | 0,0015 | +0,13% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| EU0009652759 | 965275 | 1,20 | 1,11 | |
08.04.26
, Oberbank
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