Erweiterte Funktionen
EUR/USD: stabil bis nächsten Donnerstag
27.07.12 11:18
UniCredit Research
München (www.aktiencheck.de) - Gestern wurden nicht nur die Devisenmärkte einem kräftigen Schnellwaschgang unterzogen, so die Analysten von UniCredit Research.
Ausgangspunkt sei eine Rede EZB-Präsident Draghis um die Mittagszeit gewesen, in der er gesagt habe, die EZB würde alles innerhalb ihres Mandats Stehende tun, um zum Erhalt des Euro beizutragen, und er habe sein Versprechen mit dem Hinweis untermauert: "And believe me, it will be enough." Als Folge dieser Ansage, die auf eine Wiederaufnahme des Anleiheaufkaufprogramms, habe schließen lassen, seien die Renditen spanischer und italienischer Anleihen deutlich unter Druck geraten, wohingegen die Bundrenditen kräftig angezogen hätten. Die Aktienbörsen hätten plötzlich satt im Plus gelegen, nachdem es zu Beginn des Handelstages noch recht wackelig ausgesehen habe. Letztendlich und konsequenter Weise habe auch die Euro einige üppige Kursgewinne verbuchen können, wobei EUR/USD sogar kurzzeitig über 1,23 hinausgeschossen sei.
Die Reaktion der Devisenmärkte wäre sicher nicht so stark gewesen, hätten sie aufgrund fehlender neuer Impulse, d. h. weiterer Anzeichen hinsichtlich eines vollen spanischen Bail-Outs, nicht ohnehin eine Gelegenheit zu Gewinnmitnahmen gesucht. Da die Märkte über das Bond-Ankaufprogramm hinausgehende Maßnahmen der EZB nicht ausschließen würden, dürfte sich der Euro in den nächsten Tagen bis zur EZB-Sitzung zumindest auf dem aktuellen Niveau halten. Eine Wiederaufnahme der Bondankäufe allein würde ohnehin nur das Kaufen von Zeit bedeuten und den Renditedruck auf Peripherie-Anleihen nicht für alle Zeiten abfedern.
Welche Maßnahmen die EZB in den nächsten Tagen auch ergreifen oder nächsten Donnerstag ankündigen möge - sie dürften zunächst einmal die Märkte beruhigen, würden aber kaum in der Lage sein, notwendige politische Maßnahmen zu ersetzen oder eine eventuelle Verschlechterung der aktuellen Lage in Spanien oder auch Griechenland zu verhindern. Daher würden die Analysten hinsichtlich einer Trendwende beim Euro und EUR/USD im Besonderen recht skeptisch bleiben. Zudem würden sie zumindest für nächste Woche noch keine neuen Liquiditätsmaßnahmen der FED erwarten, da die US-Notenbank vermutlich erst mehr Hinweise auf einen länger anhaltenden Konjunkturabschwung sammeln wolle, bevor sie den Abzug tätige.
Weil es jedoch nicht wenige Marktteilnehmer gebe, die anderes erwarten würden, könnte der USD infolge einer eher wieder nachlassenden globalen Risikobereitschaft erneut an Zuspruch gewinnen und zur Limitierung des Aufwärtspotenzials in EUR/USD beitragen. (27.07.2012/ac/a/m)
Ausgangspunkt sei eine Rede EZB-Präsident Draghis um die Mittagszeit gewesen, in der er gesagt habe, die EZB würde alles innerhalb ihres Mandats Stehende tun, um zum Erhalt des Euro beizutragen, und er habe sein Versprechen mit dem Hinweis untermauert: "And believe me, it will be enough." Als Folge dieser Ansage, die auf eine Wiederaufnahme des Anleiheaufkaufprogramms, habe schließen lassen, seien die Renditen spanischer und italienischer Anleihen deutlich unter Druck geraten, wohingegen die Bundrenditen kräftig angezogen hätten. Die Aktienbörsen hätten plötzlich satt im Plus gelegen, nachdem es zu Beginn des Handelstages noch recht wackelig ausgesehen habe. Letztendlich und konsequenter Weise habe auch die Euro einige üppige Kursgewinne verbuchen können, wobei EUR/USD sogar kurzzeitig über 1,23 hinausgeschossen sei.
Welche Maßnahmen die EZB in den nächsten Tagen auch ergreifen oder nächsten Donnerstag ankündigen möge - sie dürften zunächst einmal die Märkte beruhigen, würden aber kaum in der Lage sein, notwendige politische Maßnahmen zu ersetzen oder eine eventuelle Verschlechterung der aktuellen Lage in Spanien oder auch Griechenland zu verhindern. Daher würden die Analysten hinsichtlich einer Trendwende beim Euro und EUR/USD im Besonderen recht skeptisch bleiben. Zudem würden sie zumindest für nächste Woche noch keine neuen Liquiditätsmaßnahmen der FED erwarten, da die US-Notenbank vermutlich erst mehr Hinweise auf einen länger anhaltenden Konjunkturabschwung sammeln wolle, bevor sie den Abzug tätige.
Weil es jedoch nicht wenige Marktteilnehmer gebe, die anderes erwarten würden, könnte der USD infolge einer eher wieder nachlassenden globalen Risikobereitschaft erneut an Zuspruch gewinnen und zur Limitierung des Aufwärtspotenzials in EUR/USD beitragen. (27.07.2012/ac/a/m)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 1,17185 | 1,16847 | 0,0034 | +0,29% | 24.04./22:58 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| EU0009652759 | 965275 | 1,21 | 1,11 | |
08.04.26
, Oberbank
EUR/USD: Chance für USD-Käufer


