Edelmetalle gaben allesamt nach


13.04.11 16:07
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Edelmetalle wurden gestern mit in den allgemeinen Abwärtssog der Rohstoffpreise gezogen und gaben allesamt nach, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Selbst ein erneut sehr schwacher US-Dollar habe keine Unterstützung dargestellt. Während der Goldpreis in US-Dollar gerechnet in der Spitze 1,5% verloren habe, sei das gelbe Edelmetall ausgedrückt in Euro kurzzeitig unter die Marke von 1.000 EUR je Feinunze gerutscht. Silber sei phasenweise unter die psychologisch wichtige Marke von 40 USD je Feinunze gefallen, habe dieses Niveau jedoch im späten Handel wieder zurückerobern können.

Am stärksten unter Druck habe gestern Palladium gestanden, das knapp 2% verloren habe. Hier hätten Meldungen des Verbands der chinesischen Automobilhersteller belastet, wonach die Wachstumsrate der Fahrzeugverkäufe in China im ersten Quartal deutlich an Dynamik verloren habe. Diese seien in den ersten drei Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahr "nur" noch um 8,1% gestiegen. Im ersten Quartal 2010 sei noch eine Steigerungsrate von über 70% verzeichnet worden. Im letzten Jahr seien allerdings Autokäufe durch die Abwrackprämie stimuliert worden.

Daneben sei der starke Rückgang der Wachstumsraten u.a. auf deutlich höhere Benzinpreise zurückzuführen, die zu Kaufzurückhaltung beigetragen hätten. Der Automobilverband habe im Zuge dessen seine Wachstumsprognosen für dieses Jahr von 10 bis 15% auf unter 10% revidiert. Dies könnte die Preise für Palladium und auch Platin kurzfristig belasten. (13.04.2011/ac/a/m)